Top 15 Strände in Kroatien: Die schönsten Badeplätze 2026
- Redaktionsteam
- Straende , Top 10
- 07 Mar, 2026
Inhalt
Kroatiens Küste erstreckt sich über 1.700 Kilometer — dazu kommen mehr als tausend Inseln mit unzähligen Buchten, die kein Reiseführer je vollständig erfassen wird. Die Auswahl an Stränden ist überwältigend, die Wasserqualität durchweg auf einem Niveau, das deutsche Urlauber immer wieder überrascht. Aber welche Strände verdienen es wirklich auf diese Liste?
In fünf Jahren Kroatien-Reisen haben wir Dutzende Buchten getestet, sind durch Pinienwälder gestolpert, über Felsen geklettert und haben uns auf Kieselsteinen gesonnt, die den Rücken massiert haben. Diese fünfzehn haben es geschafft — nicht weil sie die bekanntesten sind, sondern weil sie zum Wiederkommen bewegen. Von der berühmten Landzunge auf Brac bis zur versteckten Bucht auf Cres, vom Picigin-Strand in Split bis zu wilden FKK-Buchten ohne jede Infrastruktur.
Ein Hinweis vorab: Kroatische Strände sind meist nicht sandig. Kies, Felsen, Betonplattformen — das ist die Norm an der Adria. Wer feinen Sand wie an der Ostsee erwartet, sollte seine Erwartungen anpassen oder gezielt nach den wenigen Sandstränden suchen (Sakarun, Nin und Rajska Plaza liefern). Wer kristallklares Wasser erwartet, wird in jedem Fall übertroffen — die Sichtweiten unter Wasser sind atemberaubend.
Strandvergleich auf einen Blick
Bevor es ins Detail geht, hier der Überblick über alle fünfzehn Strände. So findest du schnell den richtigen für deinen Urlaubstyp:
| Strand | Region | Untergrund | Familienfreundlich | FKK | Infrastruktur | Erreichbarkeit |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Zlatni Rat, Bol | Dalmatien (Brac) | Feinkies | Ja | Nein | Voll ausgebaut | Fähre + Bus/Fuß |
| Sveti Ivan, Cres | Kvarner | Felsen/Kies | Nein | Teilweise | Keine | Boot oder 2h Wanderung |
| Banje, Dubrovnik | Dalmatien | Kies | Bedingt | Nein | Voll ausgebaut | 2 Min. zu Fuß |
| Proizd, Korcula | Dalmatien | Felsplatten | Nein | Ja | Minimal | Taxiboot 15 Min. |
| Lubenice, Cres | Kvarner | Kies/Felsen | Nein | Ja | Keine | 45 Min. Abstieg |
| Nugal, Makarska | Dalmatien | Kies | Nein | Ja | Keine | 30 Min. Waldpfad |
| Rajska Plaza, Rab | Kvarner | Sand | Ja | Nein | Voll ausgebaut | Fähre + Auto |
| Punta Rata, Brela | Dalmatien | Feinkies | Ja | Nein | Gut ausgebaut | Auto direkt |
| Stiniva, Vis | Dalmatien | Kies | Nein | Nein | Keine | 45 Min. Abstieg oder Boot |
| Sakarun, Dugi Otok | Dalmatien | Sand | Ja | Nein | Minimal | Fähre + Auto |
| Nin Königinnen-Strand | Dalmatien | Sand | Ja | Nein | Gut ausgebaut | Auto direkt |
| Kamenjak, Istrien | Istrien | Felsen | Bedingt | Teilweise | Minimal | Auto |
| Bacvice, Split | Dalmatien | Sand/Beton | Ja | Nein | Voll ausgebaut | Zu Fuß ab Zentrum |
| Gradac | Dalmatien | Feinkies | Ja | Nein | Gut ausgebaut | Auto direkt |
| Divna, Peljesac | Dalmatien | Kies | Ja | Nein | Keine | Auto + Schotterweg |
15. Divna, Peljesac

Die Halbinsel Peljesac kennen die meisten wegen der Weinberge und der Austern aus Ston. Dass hier einer der schönsten Strände Dalmatiens liegt, hat sich noch nicht überall herumgesprochen — und genau das macht Divna so besonders. Die Bucht öffnet sich nach Westen, eingerahmt von dichten Pinienwäldern, die bis fast ans Wasser reichen und natürlichen Schatten spenden. Der Kieselstrand fällt sanft ins Wasser ab, die Farben wechseln von Hellblau über Türkis zu Tiefblau innerhalb weniger Meter. Die GPS-Koordinaten lauten 43.0108 N, 17.2578 E — wer das erste Mal kommt, braucht sie, denn die Abzweigung von der Hauptstraße ist leicht zu übersehen.
Die Anfahrt über eine unbefestigte Straße schreckt Gelegenheitstouristen ab, was Divna zu einem der ruhigsten Strände an der dalmatinischen Küste macht. Selbst im August findest du hier noch Platz zum Atmen. Im Juni liegen vielleicht zehn Handtücher am Strand, im September noch weniger. Bring alles mit, was du brauchst — Wasser, Snacks, Sonnenschutz. Die nächste Einkaufsmöglichkeit liegt im Dorf Trpanj, etwa fünfzehn Autominuten entfernt. Wer auf Peljesac übernachtet und einen ruhigen Strandtag ohne Touristenmassen sucht, liegt hier goldrichtig. Der Meeresgrund besteht aus glattem Kies und kleinen Steinen, Badeschuhe sind empfehlenswert, aber kein Muss.
Anreise: Von Trpanj etwa 8 km über eine teils unbefestigte Straße. Nicht für Tieflieger geeignet, normaler PKW reicht aber. Parken direkt oberhalb der Bucht, im Sommer ca. 4 Euro Parkgebühr.
Infrastruktur: Keine feste Infrastruktur, gelegentlich mobile Getränkeverkäufer im Hochsommer. Die Pinienwälder bieten natürlichen Schatten — ein Sonnenschirm ist trotzdem empfehlenswert. Keine Toiletten, keine Duschen, kein Müllcontainer (alles wieder mitnehmen).
Beste Zeit: Juni und September, wenn das Wasser schon warm genug zum Baden ist, die Bucht aber noch weitgehend leer bleibt. Im Juli und August kommen mehr Besucher, aber Divna wird nie wirklich voll — dafür ist die Anfahrt zu umständlich.
14. Gradac

Am südlichen Ende der Makarska Riviera, dort wo die Küstenstraße Richtung Dubrovnik weiterzieht, liegt Gradac mit dem längsten Kieselstrand der gesamten kroatischen Adriaküste. Über sechs Kilometer erstreckt sich der Strand, unterbrochen nur von kleinen Felsvorsprüngen und Pinienwäldchen. Während Makarska und Brela im Hochsommer aus allen Nähten platzen, bleibt Gradac angenehm ruhig — ein Vorteil, der sich unter deutschen Urlaubern langsam herumspricht, den Ort aber noch nicht zum Massenziel gemacht hat.
Der Kies ist feiner als an vielen anderen Stränden der Riviera, das Wasser fällt sanft ab, und das Biokovo-Massiv ragt auch hier als dramatische Kulisse in den Himmel. Der Unterschied zu Brela: weniger Instagram-Faktor, dafür mehr Platz, günstigere Preise und das Gefühl, tatsächlich Urlaub zu machen statt sich durch Menschenmassen zu drängeln. Das Ortszentrum von Gradac hat mehrere gute Konobas (traditionelle Restaurants), in denen fangfrischer Fisch auf dem Grill landet — keine Touristenfallen, sondern Lokale, in denen auch die Einheimischen essen. Am westlichen Ende des Strandes gibt es einen Campingplatz, dessen Gäste morgens als erste das Meer erreichen, wenn das Licht noch weich und die Luft noch kühl ist.
Anreise: Gradac liegt etwa 70 km südlich von Split an der Küstenstraße D8, gut erreichbar mit dem Auto. Mehrere kostenlose und kostenpflichtige Parkplätze entlang des Strandes, im Hochsommer ca. 3-5 Euro pro Tag. Mit dem Bus aus Split oder Makarska erreichbar (Linie Split-Dubrovnik, mehrere Haltestellen im Ort).
Infrastruktur: Gut ausgebaut mit Liegenverleih (ca. 15 Euro für zwei Liegen mit Schirm), Strandbars, Restaurants, Duschen und Umkleidekabinen. Supermärkte im Ort. Am östlichen Abschnitt sind die Strände naturbelassener mit weniger Infrastruktur.
Crowd-Level: Im Juli und August moderat — voller als im Juni oder September, aber nie so überlaufen wie Brela oder Makarska. Der Strand ist so lang, dass sich die Besucher gut verteilen. In der Vorsaison hat man ganze Abschnitte für sich allein.
Geheimtipp: Der Campingplatz Autocamp Viter hat einen direkten Strandzugang zu einem der schönsten Abschnitte. Auch ohne dort zu campen, kann man den angrenzenden öffentlichen Strandteil nutzen, der oft leerer ist als der Hauptstrand im Zentrum.
13. Bacvice, Split

Kein Strand auf dieser Liste ist so urban, so laut und so lebendig wie Bacvice — und genau das macht ihn unverzichtbar. Der flache Sandstrand liegt nur fünf Gehminuten vom Diokletianpalast entfernt, direkt an der Hafenpromenade von Split, und ist der Ort, an dem die Einheimischen Picigin spielen. Dieses lokale Ballspiel, bei dem ein kleiner Ball im knietiefen Wasser mit der flachen Hand geschlagen wird, ohne ins Wasser zu fallen, ist seit 2005 immaterielles Kulturerbe Kroatiens. Das Zuschauen allein ist schon Unterhaltung — die Spieler werfen sich in akrobatischen Sprüngen durch die Luft, um den Ball zu erreichen.
Das Wasser ist seicht, der Sandboden weich, und die ganze Atmosphäre fühlt sich an wie eine Mischung aus Stadtstrand und Open-Air-Party. Hinter dem Strand stehen mehrere Clubs und Bars, die abends loslegen und Bacvice zum Epizentrum von Splits Nachtleben machen. Tagsüber kommen Familien, nachmittags die Picigin-Spieler, abends die Partygänger — der Strand schläft nie. Wer die Ruhe von Cres oder Vis sucht, ist hier falsch. Wer kroatisches Strandleben in seiner lautesten, fröhlichsten Form erleben will, findet keinen besseren Ort. Die Lage ist unschlagbar: Morgens den Diokletianpalast besichtigen, nachmittags am Strand liegen, abends in der Bar nebenan den Sonnenuntergang schauen.
Anreise: Zu Fuß ab dem Zentrum von Split (5 Minuten vom Diokletianpalast, 3 Minuten vom Busbahnhof und der Fähre). Kein Auto nötig. Wer trotzdem mit dem Auto kommt: Parkhaus am Hafen (ca. 2-3 Euro pro Stunde) oder die Parkplätze an der Znjan-Straße.
Infrastruktur: Vollständig — Liegenverleih, Duschen, Toiletten, mehrere Bars und Restaurants direkt am Strand. Wassersportverleih, Volleyballnetze, Spielplatz für Kinder. Die Preise sind moderat (Liegen ca. 10-15 Euro für zwei mit Schirm), deutlich günstiger als in Dubrovnik.
Crowd-Level: Im Hochsommer rappelvoll, besonders an Wochenenden und an Nachmittagen. Der Strand ist nicht groß, und die zentrale Lage zieht Touristen und Einheimische gleichermaßen an. Wer es ruhiger will, kommt morgens vor 10 Uhr oder weicht auf den benachbarten Znjan-Strand aus, der ebenfalls sandig und deutlich weitläufiger ist.
Geheimtipp: Die Picigin-Turniere finden traditionell im Februar statt — bei Wassertemperaturen um die 12 Grad. Wer im Sommer kommt, kann abends oft spontane Matches beobachten und wird garantiert zum Mitspielen eingeladen. Einfach mitmachen — die Regeln lernt man in zwei Minuten.
12. Kamenjak, Istrien

Kamenjak ist kein einzelner Strand, sondern ein ganzes Naturschutzgebiet an der Südspitze Istriens mit über dreißig Buchten und Badeplätzen. Die Halbinsel erstreckt sich südlich von Premantura und bietet alles: dramatische Klippen zum Klippenspringen, versteckte Kiesbuchten zum Schnorcheln, flache Felsplatten zum Sonnen und sogar eine Safari Bar, die Cocktails in einer Höhle serviert. Das Wasser gehört zum klarsten in ganz Kroatien — Sichtweiten von fünfzehn Metern und mehr sind keine Seltenheit.
Der Eintritt zum Naturpark kostet etwa 6 Euro pro Auto (Stand 2026), dafür bekommst du ein riesiges Areal, das du den ganzen Tag erkunden kannst. Die Ostseite ist windgeschützter und besser für Familien, die Westseite wilder und spektakulärer. Wer ein Schnorchelset dabei hat, sollte unbedingt die Unterwasserwelt vor den Klippen erkunden — Seesterne, Seeigel und bunte Fische sind hier Alltag. Für Klippenspringer bietet die Südspitze Plattformen in verschiedenen Höhen, von zwei bis zwölf Metern. Dinosaurier-Fußabdrücke an der Südspitze machen Kamenjak auch für Kinder spannend — die Abdrücke sind echt und stammen aus der Kreidezeit, gut beschildert und frei zugänglich.

Die Parkgebühr deckt den ganzen Tag ab, und am besten packt man Proviant ein und plant einen Tagesausflug. Morgens an der Ostseite schnorcheln, mittags in der Safari Bar Cocktails trinken, nachmittags die Klippen an der Westseite erkunden — das Areal ist groß genug, um sich den ganzen Tag zu beschäftigen, ohne zweimal am selben Ort zu sein. Fahrräder können mitgebracht werden und sind ideal, um die verschiedenen Buchten abzuklappern, ohne ständig zum Auto zurücklaufen zu müssen.
Anreise: Von Pula etwa 10 km nach Premantura, dann weiter zum Parkeingang. Parkplätze vorhanden, aber im Hochsommer schnell voll — vor 10 Uhr kommen. Auch per Fahrrad aus Pula erreichbar (schöne Küstenstraße). Die Adria Brise Tour führt auf 49 km durch die ganze Gegend.
Infrastruktur: Die berühmte Safari Bar mit Cocktails und Snacks, einige kleinere Strandkioske. Toiletten am Parkeingang. Ansonsten naturbelassen — das ist der Charme.
Crowd-Level: Unter der Woche überraschend ruhig, selbst im August. Am Wochenende kommen Einheimische aus Pula dazu. Die Ostseite ist generell leerer als die Westseite.
Geheimtipp: Die Bucht Njive auf der Ostseite ist besonders flach und sandgrundig — perfekt für Kinder und Schnorchler. Kaum jemand findet sie, weil sie von der Straße aus nicht sichtbar ist.
11. Nin Königinnen-Strand

Kraljicina Plaza — der Königinnen-Strand — liegt bei der historischen Stadt Nin, nördlich von Zadar. Hier findest du etwas, das an der kroatischen Küste Seltenheitswert hat: echten, feinen Sand, dazu flaches Wasser, das sich im Sommer auf badewannenwarme 28 Grad aufheizt. Familien mit kleinen Kindern haben hier ihr Paradies gefunden. Die Kleinen können im kniehohen Wasser planschen, während die Eltern im Sand liegen und auf die Velebit-Berge am Horizont schauen. Der Strand erstreckt sich über mehrere hundert Meter, und auch im Hochsommer findet man Platz — vielleicht nicht in der Mitte, aber an den Rändern allemal.
Nin ist auch für seinen Heilschlamm bekannt. Am nördlichen Ende des Strandes gibt es natürliche Schlammvorkommen, die gut für die Haut sein sollen. Ob die medizinische Wirkung stimmt oder nicht — das Einschmieren macht Spaß und gehört zum Nin-Erlebnis dazu. Die kleine Altstadt von Nin auf ihrer winzigen Insel ist einen Spaziergang wert, bevor oder nach dem Strandtag. Die Salzgärten von Nin, wo seit der Römerzeit Salz gewonnen wird, liegen gleich nebenan. Im Sommer kann man dort sogar bei der Salzernte zuschauen und frisches Fleur de Sel kaufen — ein Mitbringsel, das besser ist als jeder Kühlschrankmagnet.
Anreise: Von Zadar etwa 15 km, gut ausgeschildert. Großer Parkplatz direkt am Strand, im Sommer kostenpflichtig (ca. 5 Euro/Tag). Auch mit dem Bus aus Zadar erreichbar (Linie 4, ca. 30 Minuten). Im Hochsommer am besten vor 10 Uhr anreisen, dann gibt es noch freie Parkplätze in Strandnähe.
Infrastruktur: Gut ausgebaut mit Liegen, Sonnenschirmen, Strandbars und Restaurants. Duschen und Umkleidekabinen vorhanden. Wassersportverleih (SUP, Kajak) in der Hochsaison. Mehrere Restaurants entlang der Strandpromenade, darunter gute Fischrestaurants.
Beste Zeit: Der Strand ist flach und erwärmt sich schnell — schon ab Mai badetauglich. September bietet die perfekte Kombination aus warmem Wasser und wenig Trubel. Im Juli und August wird es voll, besonders nachmittags.
Geheimtipp: Bei starkem Nordwestwind (Maestral) entstehen kleine Wellen, die den Strand in ein Mini-Surfparadies verwandeln. An solchen Tagen kommen die Kitesurfer in die Lagune nebenan — ein Spektakel, das man sich nicht entgehen lassen sollte.
10. Sakarun, Dugi Otok

Auf der Insel Dugi Otok, zwei Fährstunden von Zadar entfernt, versteckt sich einer der karibischsten Strände Kroatiens. Der Sand — ja, echter Sand, nicht der übliche Kies — schimmert weiß, das Wasser in Türkistönen, die man sonst nur von Photoshop kennt. Die halbmondförmige Bucht ist von Kiefernwald umgeben, der bis fast ans Wasser reicht und natürlichen Schatten spendet. Das Wasser bleibt auch zwanzig Meter vom Ufer entfernt hüfthoch, was Sakarun zum perfekten Strand für Familien macht. Die Bucht liegt an der Nordwestseite der Insel, geschützt vor den meisten Winden, und das Meer ist hier fast immer spiegelglatt.
Die Anreise hält die Massen fern, zumindest unter der Woche. Am Wochenende kommen Ausflugsboote aus Zadar, dann wird es voller. Wer es bis hierher schafft, wird belohnt: flaches Wasser, Pinienwald als Schattenspender, eine Strandbar mit akzeptablen Preisen. Der Sand unter Wasser ist weich und angenehm — Badeschuhe sind hier ausnahmsweise nicht nötig. Die Unterwasserwelt am Rand der Bucht lohnt sich zum Schnorcheln, besonders auf der rechten Seite, wo Felsen ins tiefere Wasser abfallen. Dugi Otok selbst ist eine der am wenigsten besuchten kroatischen Inseln und bietet neben Sakarun noch den Naturpark Telascica mit seinen Salzwasserseen und senkrechten Klippen.
Anreise: Fähre Zadar nach Brbinj (2 Stunden, rechtzeitig buchen!), dann 20 Minuten mit dem Auto über die Insel. Im Sommer auch direkte Ausflugsboote ab Zadar (Tagestickets ab ca. 30 Euro). Parkplätze am Strand sind begrenzt und kosten im Sommer ca. 4 Euro. Die Fähre kostet für Fußgänger ca. 5 Euro, mit Auto ca. 30 Euro pro Richtung.
Infrastruktur: Eine Strandbar, Liegenverleih (zwei Liegen plus Schirm ca. 25 Euro), keine Duschen. Bringt alles Wichtige mit — auf der Insel gibt es nur kleine Dorfläden.
Crowd-Level: Unter der Woche moderat, am Wochenende und bei Ausflugsbooten voll. Früh kommen lohnt sich. Im Juni und September hat man die Bucht morgens fast für sich allein.
Geheimtipp: Die kleine Bucht links vom Hauptstrand, erreichbar über einen Trampelpfad durch den Wald (10 Minuten), ist oft menschenleer. Perfekt für alle, die Sakarun ohne Gesellschaft genießen wollen.
9. Stiniva, Vis

Die Bucht, die 2016 zum schönsten Strand Europas gewählt wurde, ist durch eine schmale Felsspalte vom Meer getrennt. Der Eingang zur Bucht ist nur wenige Meter breit — von oben betrachtet sieht es aus, als hätte jemand die Klippen mit einem Messer aufgeschnitten. Schwimmend durch diese Spalte in die Bucht zu gelangen, gehört zu den magischsten Momenten, die Kroatien zu bieten hat. Die Klippen ragen rund hundert Meter senkrecht in die Höhe und rahmen einen schmalen Kieselstrand ein, der im Vormittagslicht in unwirklichen Grüntönen schimmert.
Der Zugang über Land führt über einen steilen Pfad — 200 Höhenmeter in praller Sonne, über loses Geröll und an einer Stelle mit einer provisorischen Leiter. Ist es das wert? Absolut. Die Felsformation ist spektakulär, das Wasser kristallklar, die Atmosphäre wie aus einem Piratenfilm. Bring alles mit, was du brauchst, denn kaufen kannst du hier nichts. Kein Kiosk, kein Liegenverleih, keine Toiletten. Die Bucht ist klein — bei Hochbetrieb liegen die Handtücher dicht an dicht auf den Kieselsteinen. Vis war bis 1989 militärisches Sperrgebiet und ist deshalb weniger bebaut als andere kroatische Inseln, was den wilden Charakter von Stiniva erklärt.
Anreise: Zu Fuß ab dem Dorf Zuzeca (45 Minuten bergab, anstrengend) oder per Boot ab Komiza. Die Bootstouren kosten ca. 25-35 Euro pro Person und fahren oft mehrere Buchten an. Festes Schuhwerk für den Fußweg ist Pflicht — Flip-Flops sind ein Fehler, den man nur einmal macht. Parkplätze am oberen Zugang sind begrenzt (ca. 10 Stellplätze, kein Parkscheinautomat).
Infrastruktur: Keine. Null. Nada. Wasser und Sonnenschutz sind absolute Pflicht. Wer den Fußweg nimmt, sollte mindestens 2 Liter Wasser pro Person einpacken.
Crowd-Level: Im Hochsommer zwischen 11 und 15 Uhr voll, vor allem wenn Ausflugsboote gleichzeitig anlegen. Früh morgens zu Fuß oder per Privatboot sind die ruhigsten Optionen. In der Nebensaison (Juni, September) kann man die Bucht völlig allein haben.
Geheimtipp: Im Hochsommer per Boot kommen — spart den Abstieg, garantiert frühere Ankunft und du kannst direkt durch die Felsspalte in die Bucht schwimmen. Das Boot-Erlebnis ist ohnehin spektakulärer als der Fußweg.
8. Punta Rata, Brela

Brela gilt als der schönste Ort der Makarska Riviera, und Punta Rata ist der Grund dafür. Der Kieselstrand schmiegt sich an einen markanten Felsen, auf dem eine einzelne Kiefer wächst — eines der meistfotografierten Motive Kroatiens und das inoffizielle Wahrzeichen der ganzen Riviera. Hinter dem Strand ragt das Biokovo-Gebirge steil auf, eine Kulisse, die selbst Mittelmeer-erfahrene Urlauber ins Staunen bringt. Das Zusammenspiel aus Meer, Kieselstrand und Gebirgsmassiv ist einzigartig an der Adria.
Das Wasser ist glasklar und fällt relativ schnell ab, was den Strand sowohl für Schwimmer als auch für Schnorchler attraktiv macht. Die Infrastruktur ist vorhanden, aber nicht aufdringlich — Restaurants und Cafes liegen etwas zurückversetzt in den Pinien, die Atmosphäre bleibt entspannt. Familien lieben diesen Strand, Partyvolk meidet ihn — beides zurecht. Forbes hat Punta Rata einmal unter die zehn schönsten Strände der Welt gewählt. Ob das stimmt, ist Geschmackssache. Schön ist er definitiv. Der Ort Brela selbst besteht fast nur aus Hotels und Pensionen, durchzogen von Pinienwäldchen und Strandabschnitten — man hat nie das Gefühl, in einem Bettenkasten zu sitzen.
Anreise: Brela liegt direkt an der Küstenstraße zwischen Split und Makarska (ca. 50 km südlich von Split). Parkplätze sind im Sommer rar und kosten ca. 3-5 Euro pro Stunde — früh kommen oder im Hotel parken und die letzten Meter laufen. Mit dem Bus aus Split oder Makarska erreichbar (Linie Split-Dubrovnik, Haltestelle Brela). Wer mit dem Rad die Küste erkundet, findet die Tour hinter der Küste als spektakuläre 68-km-Verbindung von Split nach Brela.
Infrastruktur: Restaurants, Liegenverleih (ca. 20 Euro für zwei Liegen mit Schirm), Duschen, Umkleidekabinen. Mehrere kleine Supermärkte im Ort. Familienfreundlich mit flachem Einstieg am nördlichen Abschnitt.
Beste Zeit: Die Morgensonne taucht den Felsen in goldenes Licht — Fotografen kommen vor 9 Uhr. Zum Baden ist der Nachmittag angenehmer, wenn der Strand teilweise im Schatten der Pinien liegt. Im Juni und September ist Brela ein Traum, im August wird der Parkplatz zum Alptraum.
Geheimtipp: Die Strände nördlich von Punta Rata — Berulia und Stomarica — sind weniger bekannt und genauso schön. In der Hochsaison ausweichen und dort den Tag verbringen.
7. Rajska Plaza, Lopar (Rab)

Der “Paradiesstrand” auf der Insel Rab trägt seinen Namen nicht ohne Grund. Zwei Kilometer feiner Sand erstrecken sich in einer flachen Bucht, das Wasser erwärmt sich im Sommer auf bis zu 28 Grad und bleibt hundert Meter weit knietief. Für Familien mit kleinen Kindern gibt es an der kroatischen Küste keinen besseren Strand — die Kleinen können planschen, ohne dass die Eltern ständig Angst haben müssen. Der Sand ist weich, keine Steine, keine Seeigel, kein steiler Abfall. Das Besondere an Rajska Plaza ist die Kombination aus Sandstrand und Mittelmeerkulisse: Pinien säumen den Hintergrund, das Wasser hat trotz des Sandes diese typisch adriatische Klarheit.
Die Infrastruktur ist umfangreich: Liegen und Schirme stehen in geordneten Reihen, dahinter Strandbars mit kalten Getränken und einfachem Essen, Wassersportverleih mit Tretbooten, Kajaks und SUP-Boards. Wer es ruhiger mag, läuft einfach fünf Minuten nach Norden, wo die Infrastruktur aufhört und der Strand in eine naturbelassene Zone übergeht. Dort sind die Handtücher weiter auseinander, der Sand genauso fein und das Wasser genauso warm. Rund um Lopar gibt es insgesamt 22 Sandstrände und -buchten — wer sich die Mühe macht, findet garantiert seine eigene kleine Bucht.
Anreise: Fähre nach Rab-Stadt (ab Jablanac oder Stinica, ca. 20 Minuten), dann mit dem Auto 20 Minuten nach Lopar im Norden der Insel. Im Sommer direkte Katamaranverbindung von der Insel Krk. Parkplatz direkt am Strand, im Sommer kostenpflichtig (ca. 5-8 Euro/Tag). Die Fähre ist günstig (Fußgänger ca. 3 Euro, mit Auto ca. 20 Euro), aber im Juli und August kann die Wartezeit am Fährhafen Jablanac eine Stunde und mehr betragen.
Infrastruktur: Vollständig ausgebaut — Liegen (ca. 15 Euro für zwei mit Schirm), mehrere Bars, Wassersport, Duschen, Umkleidekabinen, Rettungsschwimmer. Perfekt für Familien mit kleinen Kindern.
Wassertemperatur: Das flache Wasser erreicht im Sommer bis zu 28 Grad — badewannenwarm. Schon ab Mitte Mai kann man hier ohne Gänsehaut baden.
Geheimtipp: Die FKK-Buchten hinter dem nördlichen Ende des Hauptstrands sind die ruhigsten Abschnitte der ganzen Bucht. Dazu der Livacina-Strand, zehn Minuten zu Fuß — fast menschenleer und mit noch feinerem Sand.
6. Nugal, Makarska

Der Anti-Familien-Strand. Nugal ist nur zu Fuß erreichbar, durch einen Waldpfad, der festes Schuhwerk voraussetzt. Am Ende wartet eine wilde Bucht, umrahmt von steilen Klippen, die dreißig Meter senkrecht aus dem Wasser ragen. Offiziell FKK, in der Praxis gemischt — niemand schaut hin, alle schauen aufs Meer. Die Felsformationen sind geologisch faszinierend, geschichtet wie die Seiten eines aufgeschlagenen Buches, und das Wasser hat eine Farbe, die zwischen Smaragd und Tiefblau pendelt. Die Klippen sind Teil des Biokovo-Gebirgszuges, der hier steil ins Meer abfällt, und wenn man am Strand liegt und nach oben schaut, sieht man die Felswand über sich aufragen wie die Fassade eines Wolkenkratzers.
Die Anstrengung der Anreise filtert die Besucher. Wer hier landet, sucht Ruhe und Natur, nicht Animation und Liegen. Der Strand selbst besteht aus grobem Kies, davor ein Meeresgrund, der schnell abfällt — gut für Schwimmer und Schnorchler, weniger geeignet für Nichtschwimmer. Schatten gibt es keinen, nur die Klippen werfen am späten Nachmittag etwas Halbschatten. Sonnenschirm oder zumindest ein großes Tuch sind absolute Pflicht. Das Schnorcheln entlang der Felswand ist hervorragend — Muränen, Tintenfische und Schwärme von Meerbrassen tummeln sich zwischen den Steinen.
Anreise: Ab dem Hotel Bluesun Neptun in Tucepi etwa 30 Minuten durch den Wald. Der Pfad ist markiert, aber steil und stellenweise rutschig. Flip-Flops sind ein Fehler. Alternativ per Boot ab Makarska oder Tucepi (Taxiboote in der Hochsaison, ca. 15-20 Euro pro Person). Parken am Hotel (gebührenpflichtig, ca. 5 Euro/Tag) oder an der Straße oberhalb.
Infrastruktur: Keine. Das ist der Punkt. Im Hochsommer manchmal mobile Verkäufer mit Getränken und Maiskolben, aber darauf sollte man sich nicht verlassen.
Crowd-Level: Nie überlaufen, da die Anreise die Massen fernhält. Am vollsten samstags im August, wenn Einheimische aus Makarska kommen. In der Nebensaison kann man hier stundenlang allein sein.
Geheimtipp: Im Hochsommer früh starten — ab Mittag wird der Rückweg zur Qual, weil der Pfad ungeschützt in der Sonne liegt. Wer um 8 Uhr losgeht, hat die Bucht fast für sich allein.
5. Lubenice, Cres

Unter dem mittelalterlichen Dorf Lubenice, 378 Meter über dem Meer auf einer Felsklippe thronend, liegt eine Bucht, die den schmerzhaften Abstieg belohnt. 45 Minuten steil bergab durch Macchia und über Felsen, kein ausgebauter Weg, kein Geländer, keine Absicherung. Der Pfad ist im oberen Abschnitt noch erkennbar, weiter unten wird er zum Klettersteig für Anfänger. Badeschuhe allein reichen nicht — feste Wanderschuhe für den Weg, Badeschuhe für unten im Rucksack. Die Wanderschuhe kann man am Strand deponieren und sich den Aufstieg ohne Badeschuhe-Gepäck erleichtern.
Die Isolation ist der Punkt. Lubenice ist der Strand für alle, die mit sich allein sein wollen — und fit genug für den Rückweg sind. Das Wasser ist so klar, dass man den Grund in fünf Metern Tiefe erkennt, die Stille ist fast überwältigend, und die Aussicht hinauf zum Dorf auf der Klippe gehört zu den schönsten Perspektiven der Kvarner-Bucht. Das Dorf oben ist einen Besuch wert — halb verlassen, mittelalterlich, mit einem Restaurant und Konzerten im Sommer. Im August finden auf dem Kirchplatz von Lubenice abendliche Musikkonzerte statt, bei denen die Klänge bis hinunter zur Bucht getragen werden — surreal und unvergesslich. Cres ist die größte kroatische Insel und eine der am wenigsten touristisch erschlossenen.
Anreise: Mit dem Auto nach Lubenice (Dorf), dann 45 Minuten zu Fuß. Der Abstieg ist anstrengend, der Aufstieg bei Hitze brutal — mindestens eine Stunde einplanen und genug Wasser mitnehmen (mindestens 2 Liter pro Person). Alternativ per Boot ab Cres-Stadt (ca. 25 Euro, deutlich entspannter). Kostenloser Parkplatz am Dorfrand (ca. 20 Stellplätze, im August gelegentlich voll).
Infrastruktur: Nichts. Wasser, Essen, Sonnenschutz — alles mitnehmen. Kein natürlicher Schatten in der Bucht, außer am westlichen Rand, wo ein paar Felsen im Nachmittag Schatten werfen.
Beste Zeit: Morgens oder am späten Nachmittag, wenn die Klippen etwas Schatten werfen. Mittags ist die Bucht ein Backofen. Im Juni und September hat man die Bucht oft für sich allein.
Geheimtipp: Im Restaurant im Dorf oben nach dem Aufstieg einkehren — die hausgemachte Limonade ist nach dem Weg zurück das beste Getränk der Welt. Und der Blick von der Terrasse auf die Bucht, aus der man gerade aufgestiegen ist, macht den Schmerz in den Beinen vergessen.
4. Proizd, Korcula

Die winzige Insel vor Korcula hat nur einen Zweck: Strände. Proizd liegt eine Viertelstunde per Taxiboot von Vela Luka entfernt, und auf dem Weg dorthin sieht man schon, warum die Einheimischen sie “ihre Malediven” nennen. Die Südseite bietet glatte Felsplatten, perfekt zum Sonnenbaden, das Wasser wechselt von Türkis zu Tiefblau innerhalb weniger Meter. Die Nordseite ist wilder, mit zerklüfteten Felsen und versteckten Mini-Buchten, die man nur beim Schwimmen entdeckt. Die Felsplatten sind von der Sonne aufgeheizt und fast schon zu warm zum Draufliegen — ein Handtuch als Unterlage ist Pflicht.
Das Wasser um Proizd gehört zum saubersten der gesamten Adria. Für Schnorchler ist es ein Paradies — die Unterwasserlandschaft ist intakt, Fische schwimmen unbeeindruckt um die Felsen, und mit etwas Glück sieht man Oktopusse zwischen den Steinen. Die Insel hat keine Bewohner, keinen Strom, kein fließendes Wasser. Im Sommer betreibt jemand eine kleine Snackbar unter den Bäumen, aber darauf sollte man sich nicht verlassen. FKK ist weit verbreitet, besonders auf der Südseite. Die Insel ist auch der perfekte Halbtagesausflug: Morgens per Boot rüber, an drei, vier verschiedenen Stellen ins Wasser springen, mittags Käse und Brot im Kiefernschatten essen und nachmittags mit der letzten Fähre zurück nach Korcula.
Anreise: Taxiboot ab Vela Luka (15 Minuten, ca. 10 Euro pro Person, letzte Rückfahrt beachten!). Für Sportliche auch per Kajak erreichbar — die Tour dauert etwa 40 Minuten und ist bei ruhiger See problemlos.
Infrastruktur: Eine kleine Snackbar im Hochsommer, sonst nichts. Sonnenschirm, Wasser und Snacks mitnehmen. Keine Toiletten, keine Duschen.
Crowd-Level: Überraschend ruhig, selbst im August. Die Taxiboote bringen zwar regelmäßig Leute, aber die Insel verteilt die Besucher auf viele kleine Buchten. Unter der Woche hat man ganze Abschnitte für sich allein.
Geheimtipp: Die Nordseite hat die spektakuläreren Felsen und ist fast immer leerer. Der Fußweg dorthin dauert nur zehn Minuten durch den Kiefernwald.
3. Banje, Dubrovnik

Ja, Banje ist touristisch. Ja, die Liegen sind überteuert (30-50 Euro für zwei Liegen mit Schirm in der Hochsaison — Dubrovnik-Preise eben). Und ja, der Strand verdient seinen Platz auf dieser Liste — wegen der Aussicht, die ihresgleichen sucht. Die Altstadt von Dubrovnik erhebt sich direkt über dem Kieselstrand, die Festungsmauern schimmern im Morgenlicht, und gegenüber liegt die Insel Lokrum als grüne Silhouette im blauen Meer. Es gibt keinen zweiten Strand auf der Welt mit diesem Panorama.
Der Kontrast ist der Reiz: Baden vor mittelalterlichen Mauern, Cocktails mit Blick auf 800 Jahre Geschichte, Selfies, die keinen Filter brauchen. Der Strand selbst ist kein Traumstrand — grober Kies, relativ klein, und in der Hochsaison überfüllt. Aber niemand kommt wegen des Kieselsteins hierher. Man kommt wegen dieses einen Moments, wenn man aus dem Wasser auftaucht und die Stadtmauern über sich sieht, golden angestrahlt von der Nachmittagssonne. Wer Game-of-Thrones-Fan ist, kennt diese Perspektive: Die Festung Lovrijenac, links vom Strand sichtbar, diente als Kulisse für die Rote Festung in King’s Landing.
Anreise: Zu Fuß ab der Altstadt, direkt am Ploce-Tor. Zwei Minuten, keine Ausrede. Die Liegen des Banje Beach Clubs auf der rechten Seite sind teuer, aber dafür bekommt man Service, Cocktails und Komfort. Die linke Seite ist frei zugänglich. Parken in Dubrovnik ist generell teuer und schwierig — wer im Zentrum wohnt, braucht kein Auto.
Infrastruktur: Vollständig — Liegen, Bar, Restaurant, Wassersport (Jetski, Parasailing, Kajak). Teuer, aber komplett. Toiletten und Duschen vorhanden.
Timing: Früh morgens vor 9 Uhr fast leer — dann ist das Licht auch am schönsten für Fotos. Ab 11 Uhr füllt es sich rapide, wenn die Kreuzfahrtschiffe ihre Passagiere ausspucken. Abends zum Sonnenuntergang wieder magisch, wenn die Mauern golden leuchten.
Geheimtipp: Rechte Seite, ohne Liege, früh morgens — gratis und magisch. Oder abends ab 18 Uhr kommen, wenn die Kreuzfahrt-Touristen zurück an Bord sind. Wer den Banje Beach Club ganz vermeiden will, nimmt das Kajak nach Lokrum (10 Minuten) und hat die FKK-Strände der Insel fast für sich.
2. Sveti Ivan, Cres

Nicht zu verwechseln mit dem Strand unter Lubenice (Platz 5). Sveti Ivan liegt isoliert an der Westküste von Cres, erreichbar nur per Boot oder durch eine zweistündige Wanderung über steinige Pfade durch duftende Macchia. Die Bucht ist das Kroatien, das die Tourismuswerbung verspricht, aber selten liefert: kristallklares Wasser in einem Türkis, das nicht echt aussieht, keine Menschenseele, eine verfallene Kapelle als einziges Bauwerk, und Stille, die nur vom Plätschern der Wellen unterbrochen wird. Die Kapelle stammt aus dem 15. Jahrhundert und steht in malerischem Verfall zwischen zwei Bäumen — man erwartet fast, dass gleich ein Mönch um die Ecke biegt.
Die Wanderung durch die Macchia ist heiß und anstrengend, der Pfad stellenweise kaum erkennbar. Das Boot ist die klügere Wahl — und die Ankunft vom Meer aus ist dramatischer. Man gleitet in eine Bucht, die aussieht, als hätte sie seit Jahrhunderten kein Mensch betreten. Die Felsformationen unter Wasser sind für Schnorchler ein Traum: natürliche Tunnel, Überhänge und Schwärme kleiner Fische. An Land bieten ein paar Bäume etwas Schatten, aber ein Sonnenschirm oder ein großes Tuch sind dringend empfohlen. Der Meeresgrund besteht aus hellem Kies und Fels, Badeschuhe sind nötig.
Anreise: Bootstour ab Cres-Stadt (ca. 30 Euro pro Person, inklusive Stopp an anderen Buchten, halbtags) oder 2 Stunden Wanderung von der Straße aus (nur mit GPS-Koordinaten oder lokaler Anleitung, der Weg ist nicht ausgeschildert). Kein Parkplatz direkt am Wanderstart — am besten an der Hauptstraße abstellen.
Infrastruktur: Eine verfallene Kapelle. Sonst nichts. Wirklich nichts. Wasser, Snacks und Sonnenschutz in ausreichender Menge mitnehmen.
Beste Zeit: Mai bis Mitte Juni oder September. Im Hochsommer kommen mehr Boote, und die Wanderung wird bei 35 Grad zur Tortur.
Geheimtipp: Organisierte Bootstouren ab Cres-Stadt halten oft an drei bis vier Buchten — Sveti Ivan ist fast immer dabei. Wer flexibel ist, nimmt ein privates Taxiboot und kann die Dauer selbst bestimmen.
1. Zlatni Rat, Bol

Der “Goldene Horn” ist Kroatiens berühmtester Strand — und das aus gutem Grund. Die Landzunge aus weißem Kies ragt 500 Meter ins Meer hinaus, ihre Spitze verändert je nach Wind und Strömung die Form. Kein anderer Strand in Europa sieht aus wie Zlatni Rat, kein anderer Strand ist so oft fotografiert worden, und kein anderer Strand löst beim ersten Anblick von oben (Vidova Gora, Platz für einen eigenen Artikel) ein solches “Wow” aus. Die Spitze wandert tatsächlich — wer im Laufe einer Woche mehrmals kommt, kann die Veränderung mit bloßem Auge sehen. Das Phänomen entsteht durch die Wechselwirkung von Meeresströmungen und Wind, und Geologen beobachten die Dynamik der Landzunge seit Jahrzehnten.
Ja, Zlatni Rat ist voll. Ja, die Preise sind hoch (zwei Liegen mit Schirm kosten 30-40 Euro). Aber kein anderer Strand Kroatiens bietet diese Kombination aus Naturphänomen, Wasserqualität und Infrastruktur. Der Wind, der von Norden bläst (der berühmte Maestral, der nachmittags zuverlässig einsetzt), macht Zlatni Rat zum Paradies für Kitesurfer und Windsurfer. Wer nur baden will, bleibt in Ufernähe auf der windabgewandten Seite, wo das Wasser ruhiger ist.
Die Westseite ist ruhiger und bekommt Nachmittagssonne, die Ostseite ist lebhafter und besser für den Vormittag. Beide Seiten sind durch einen dichten Pinienwald verbunden, der natürlichen Schatten spendet und an heißen Tagen wie eine Klimaanlage wirkt. Der Weg durch den Wald ist gesäumt von Kiefern, deren Harz die Luft mit einem betörenden Duft füllt. Die Insel Brac bietet neben Zlatni Rat noch Dutzende andere Buchten, und wer auf der Vidova Gora steht — dem höchsten Punkt aller kroatischen Inseln auf 778 Metern — sieht die Landzunge unter sich wie auf einer Drohnenaufnahme.
Anreise: Bol auf Brac, erreichbar per Katamaran ab Split (ca. 50 Minuten, Tickets ab 12 Euro) oder Autofähre ab Split nach Supetar (1 Stunde), dann 40 Minuten mit dem Auto quer über die Insel. Vom Ort Bol 30 Minuten zu Fuß entlang der Promenade oder per Touristenbähnchen (5 Euro). Auch per Fahrrad aus Bol erreichbar (flach, angenehm). Parkplätze in Bol kosten im Sommer 3-5 Euro pro Stunde.
Infrastruktur: Vollständig — mehrere Strandbars, Restaurants, Wassersportverleih (Kajak, SUP, Windsurf, Kite), Liegenverleih, Duschen, Toiletten. Rettungsschwimmer in der Saison.
Beste Zeit: Früh morgens (vor 9 Uhr) oder spätnachmittags (ab 17 Uhr). Mittags brennt die Sonne unbarmherzig, und der Strand ist am vollsten. Die Lichtstimmung bei Sonnenuntergang auf der Westseite ist unvergesslich.
Geheimtipp: Die Buchten westlich von Zlatni Rat, erreichbar über Trampelpfade durch den Pinienwald (15 Minuten), sind deutlich ruhiger und bieten das gleiche kristallklare Wasser ohne die Massen. Noch besser: Ein Kajak mieten und die Westküste von Bol erkunden.
Welcher Strand für wen?

Nicht jeder Strand passt zu jedem Urlaubstyp. Die folgende Tabelle sortiert die fünfzehn Strände nach Reisestil — ehrlich, ohne diplomatisches Drumherumreden:
| Urlaubstyp | Beste Strände | Warum |
|---|---|---|
| Familie mit Kleinkindern | Rajska Plaza (Rab), Nin, Sakarun | Sand, flaches Wasser, keine Seeigel, Infrastruktur vorhanden |
| Familie mit Teenagern | Bacvice (Split), Zlatni Rat, Kamenjak | Action, Wassersport, urbanes Flair, Klippenspringen |
| Paar auf Romantik-Trip | Proizd, Divna, Lubenice | Abgeschiedenheit, Schnorcheln zu zweit, Sonnenuntergänge |
| Partyurlaub | Bacvice (Split), Zlatni Rat, Banje | Clubs in Strandnähe, Bars, Nachtleben, Picigin |
| FKK | Nugal, Proizd, Kamenjak | Wilde Buchten, keine Infrastruktur, entspannte Atmosphäre |
| Abenteurer | Stiniva, Lubenice, Sveti Ivan | Steile Abstiege, Wildnis, Belohnung verdienen |
| Fotografie | Zlatni Rat, Stiniva, Punta Rata, Banje | Ikonische Motive, dramatisches Licht, Postkartenperspektiven |
| Budget-Urlaub | Nin, Gradac, Bacvice | Günstige Parkplätze, keine Fährkosten, bezahlbare Gastronomie |
| Schnorcheln | Kamenjak, Proizd, Sveti Ivan | Klarstes Wasser, intakte Unterwasserwelt, Felsenriffe |
| Windsurfen/Kite | Zlatni Rat, Nin (Lagune) | Zuverlässiger Maestral, Flachwasser, Schulen vor Ort |
Familien mit kleinen Kindern: Rajska Plaza auf Rab und Nin Königinnen-Strand sind die einzigen Optionen, die wirklich überzeugen. Flaches Wasser, Sand (statt schmerzhafter Kiesel), gute Infrastruktur mit Toiletten und Essen in der Nähe. Sakarun auf Dugi Otok funktioniert auch, aber die Anreise mit Fähre und Auto ist mit Kleinkindern anstrengend. Alle drei haben den Vorteil, dass die Kinder stundenlang im kniehohen Wasser spielen können, ohne dass man als Elternteil Herzrasen bekommt.
Abenteurer und Wanderer: Stiniva auf Vis, Lubenice auf Cres und Sveti Ivan auf Cres. Diese Strände muss man sich verdienen — steile Abstiege, keine Infrastruktur, echte Wildnis. Dafür erlebt man Kroatien, wie es vor dem Massentourismus war. Wer gerne wandert, plant den Strandbesuch als Belohnung am Ende der Tour ein. Genug Wasser mitnehmen, der Aufstieg bei 35 Grad ist kein Spaß.
Paare auf Romantik-Trip: Proizd vor Korcula (Taxiboot, einsame Felsplatten, Schnorcheln zu zweit), Divna auf Peljesac (versteckte Bucht unter Pinien, kaum Besucher) oder Banje in Dubrovnik (Cocktails mit der spektakulärsten Aussicht der Adria). Nugal funktioniert auch, wenn beide sportlich sind und FKK kein Problem ist.
FKK-Fans: Nugal bei Makarska (der Klassiker, wild und frei), Proizd (inoffiziell, aber weit verbreitet) und Kamenjak in Istrien (mehrere FKK-Buchten zur Auswahl). Wer eine organisierte FKK-Anlage bevorzugt, ist bei Koversada in Istrien oder auf der Insel Rab besser aufgehoben — mehr dazu in unserem FKK-Strände-Guide.
Stadtmenschen und Nachtschwärmer: Bacvice in Split liefert die perfekte Kombination aus Strandleben und urbanem Flair. Tagsüber Picigin, abends Cocktails in den Clubs direkt am Sand. Banje in Dubrovnik bietet die glamourösere Variante, ist aber deutlich teurer.
Strände nach Region
Wer seinen Urlaub in einer bestimmten Region Kroatiens plant, will nicht quer durchs Land fahren, um einen bestimmten Strand zu erreichen. Hier die fünfzehn Strände nach Regionen gruppiert — mit Angabe, wie weit sie voneinander entfernt liegen.
Istrien

Kamenjak (Platz 12) ist der einzige Vertreter Istriens auf dieser Liste, und das aus einem einfachen Grund: Istriens Küste besteht überwiegend aus Betonplattformen und Felsenstränden, die zwar zum Baden taugen, aber selten die Kategorie “schönster Strand” erreichen. Kamenjak ist die große Ausnahme — ein ganzes Naturschutzgebiet voller wilder Buchten. Wer in Istrien Urlaub macht und noch mehr Badeplätze sucht, sollte die Buchten bei Rabac, die Felsstrände vor Rovinj und die versteckten Buchten bei Banjole auf dem Radar haben.
Kvarner-Bucht
Die Kvarner-Region stellt gleich drei Strände auf der Liste: Rajska Plaza auf Rab (Platz 7), Lubenice (Platz 5) und Sveti Ivan (Platz 2) — die letzten beiden auf der Insel Cres. Die Kvarner-Inseln Cres, Rab, Krk und Losinj gehören zu den am besten erreichbaren Inseln Kroatiens, weil sie über Brücken oder kurze Fährüberfahrten ans Festland angebunden sind. Wer auf Krk übernachtet, erreicht die Fähre nach Rab in einer Stunde. Von Cres-Stadt zu Lubenice sind es 30 Autominuten plus 45 Minuten Abstieg. Die Kombination mehrerer Kvarner-Strände in einem Urlaub ist problemlos möglich.
Dalmatien Nord (Zadar-Region)
Nin Königinnen-Strand (Platz 11) und Sakarun auf Dugi Otok (Platz 10) liegen beide im Einzugsgebiet von Zadar. Nin ist nur 15 Autominuten entfernt, Sakarun erfordert eine Fährfahrt. Wer in der Zadar-Region urlaubt, kann beide in einer Woche besuchen — Nin als Tagesausflug, Sakarun als Ganztagesausflug mit Fähre. Die Lagune bei Nin ist auch das beste Kitesurfgebiet Norddalmatiens.
Dalmatien Mitte (Split/Makarska)
Die dichteste Strandkonzentration der Liste: Bacvice in Split (Platz 13), Punta Rata in Brela (Platz 8), Nugal bei Makarska (Platz 6), Gradac (Platz 14), Zlatni Rat auf Brac (Platz 1) und Stiniva auf Vis (Platz 9). Von Split aus sind Brela (50 km), Makarska (65 km) und Gradac (80 km) alle über die Küstenstraße erreichbar. Zlatni Rat erfordert eine Fähre nach Brac, Stiniva eine nach Vis — beides ab Split.
Dalmatien Süd (Dubrovnik-Region)
Banje (Platz 3), Proizd vor Korcula (Platz 4) und Divna auf Peljesac (Platz 15). Die Region um Dubrovnik hat weniger Sandstrände als der Norden, dafür spektakuläre Fels- und Kieselbuchten. Peljesac lässt sich ideal mit einem Tagesausflug zu den Austern nach Ston verbinden — morgens Austern schlürfen, nachmittags in Divna baden.
Geheimtipps: Strände ohne Menschenmassen

Die fünfzehn Strände oben sind großartig, aber manche davon — Zlatni Rat, Banje, Bacvice — sind im Sommer alles andere als einsam. Wer Menschenmassen allergisch gegenübersteht, findet hier fünf Alternativen, die selbst im August nicht überlaufen sind.
Veli Zal, Insel Ist — Die Insel Ist liegt zwischen Zadar und Dugi Otok und wird von keiner regulären Fährlinie bedient. Wer es trotzdem schafft (Privat- oder Charterboot ab Zadar), findet mit Veli Zal einen Sandstrand, der Sakarun in nichts nachsteht, aber keine zehn Besucher am Tag sieht. Keine Infrastruktur, keine Liegestühle, keine Strandbar. Nur Sand, Wasser und Stille. Die Insel hat unter fünfzig Einwohner und keine Autos.
Srebrna, Insel Brac — Die “Silberbucht” liegt an der Südseite von Brac, östlich von Bol. Während sich alles am Zlatni Rat drängt, bleibt Srebrna überraschend ruhig. Der Zugang führt über einen Feldweg durch Olivenhaine, der letzte Abschnitt ist nur zu Fuß machbar. Weißer Kies, kristallklares Wasser, Pinienschatten — alles, was Zlatni Rat bietet, minus die Massen. Keine Infrastruktur außer gelegentlichen Eisverkäufern.
Pasjaca, bei Dubrovnik — Einer der jüngsten Instagram-Stars, aber immer noch wenig besucht, weil der Zugang über eine steile Treppe durch den Fels führt, die erst vor wenigen Jahren gebaut wurde. Die Bucht liegt am Fuß einer sechzig Meter hohen Klippe, das Wasser ist tiefblau und kalt (Süßwasserquellen unter Wasser). Etwa dreißig Kilometer südlich von Dubrovnik, Richtung Cavtat. Kein Parkplatz, nur ein paar Stellflächen am Straßenrand.
Saplunara, Insel Mljet — Die Bucht am östlichen Ende der Insel Mljet ist einer der seltenen Sandstrände Dalmatiens. Der Nationalpark auf der Westseite zieht die meisten Besucher an, während Saplunara im Osten oft leer bleibt. Feiner Sand, seichtes Wasser, Kiefernwald — und keine Strandbars. Die Anfahrt über eine schmale Straße durch den Wald dauert von Pomena aus etwa 40 Minuten.
Koromasna, Insel Murter — Auf der Westseite von Murter liegt diese wilde Bucht, erreichbar nur über einen steinigen Pfad durch dichten Kiefernwald. Zwanzig Minuten zu Fuß, keine Markierung, kein Geländer. Dafür eine Bucht, in der man sich fühlt wie Robinson Crusoe. Das Wasser ist von Unterwasserfelsen durchzogen, die zum Schnorcheln einladen. Selbst im August selten mehr als zehn Besucher.
Praktische Tipps für Kroatiens Strände

Badeschuhe — nicht verhandelbar
An den meisten kroatischen Stränden sind Badeschuhe unverzichtbar. Kies, Felsen, Seeigel — die Füße werden es danken. Investiere in ein vernünftiges Paar mit fester Sohle, nicht die dünnen Gummi-Schlappen aus dem Supermarkt. Die Steine an manchen Stränden (besonders in Makarska und an den Felsstränden auf den Inseln) sind messerscharf. Die einzigen Ausnahmen sind die Sandstrände — Sakarun, Nin und Rajska Plaza. Dort können die Schuhe im Rucksack bleiben. Die besten Modelle haben eine dicke Gummisohle, lassen sich fest am Fuß verschließen und trocknen schnell — in jedem Sportgeschäft in Kroatien erhältlich (ca. 15-25 Euro).
Seeigel: Die unsichtbare Gefahr
Wer in Kroatien an Felsen oder in flachem Wasser ins Meer steigt, trifft früher oder später auf Seeigel. Die schwarzen, stacheligen Kugeln sitzen auf Steinen und sind im Schatten leicht zu übersehen. Ein Tritt darauf ist schmerzhaft und verdirbt den Strandtag garantiert. Badeschuhe sind der beste Schutz. Sollte es trotzdem passieren: Die Stacheln nicht mit einer Pinzette herausziehen (sie brechen dabei ab), sondern Essig auf die Stelle tropfen — der löst die Kalkstacheln auf. In jeder Apotheke in Kroatien gibt es Seeigel-Salben. Besonders betroffene Strände: die Felsenstrände in Istrien, die Klippen auf Cres und die Felsplatten auf Proizd.
Sonnenschutz — ernst nehmen
Die adriatische Sonne ist brutal, besonders zwischen 12 und 16 Uhr. Die Reflexion vom Wasser verstärkt die UV-Strahlung nochmal. Faktor 50 ist keine Übertreibung, Nachcremen alle zwei Stunden Pflicht. Ein Hut mit breiter Krempe schützt Nacken und Ohren — die Stellen, die man beim Eincremen vergisst und die dann tagelang brennen. Kinder brauchen UV-Shirts, keine Diskussion. An Stränden ohne natürlichen Schatten (Nugal, Lubenice, Nin) ist ein eigener Sonnenschirm Gold wert.
Strandknigge in Kroatien
Kroaten sind entspannte Strandgänger, aber ein paar ungeschriebene Regeln sollte man kennen. Handtücher reservieren keine Plätze — wer sein Handtuch morgens hinlegt und mittags wiederkommt, darf sich nicht wundern, wenn es beiseitegelegt wurde. Oben ohne ist an den meisten Stränden akzeptiert, FKK nur an gekennzeichneten Abschnitten (obwohl es an abgelegenen Stränden wie Nugal oder Lubenice niemanden stört). Müll wird mitgenommen — an vielen Naturstränden gibt es keine Abfallbehälter, und Kroaten reagieren empfindlich auf Touristen, die Müll im Sand liegen lassen. Zigarettenkippen im Sand sind seit 2023 an vielen Stränden offiziell verboten und werden mit Bußgeldern geahndet. Musik aus Bluetooth-Lautsprechern ist an touristischen Stränden verbreitet, an ruhigen Naturstränden aber ein Fauxpas.
Parken an Kroatiens Stränden — was es wirklich kostet
Parkgebühren variieren stark nach Region und Strand. Hier ein realistischer Überblick (Stand 2026):
| Region | Typische Parkgebühr | Bemerkung |
|---|---|---|
| Dubrovnik (Banje) | 3-5 Euro/Stunde | Parkhaus am Hafen, teuerste Region |
| Split (Bacvice) | 2-3 Euro/Stunde | Parkhaus oder Straßenparkplätze |
| Makarska Riviera | 3-5 Euro/Stunde, 10-15 Euro/Tag | Saisonpreise, außerhalb günstiger |
| Brela (Punta Rata) | 3-5 Euro/Stunde | Sehr begrenzte Stellflächen |
| Gradac | 3-5 Euro/Tag | Deutlich günstiger als Brela/Makarska |
| Nin | 5 Euro/Tag | Großer Parkplatz, Tagesticket |
| Kamenjak | 6 Euro/Tag (Parkeintritt) | Gilt für den ganzen Naturpark |
| Bol (Zlatni Rat) | 3-5 Euro/Stunde | In Bol, dann 30 Min. zu Fuß |
| Inselstrände | 0-5 Euro/Tag | Oft kostenlos oder Tagesticket |
Tipp: Wer auf den Inseln unterwegs ist, parkt oft kostenlos. Die teuersten Parkplätze sind auf dem Festland in den großen Touristenorten. Früh kommen spart Nerven und manchmal auch Geld — einige Parkplätze haben Tagespauschalen, die günstiger sind, wenn man vor 9 Uhr ankommt.
Wann ist die beste Reisezeit?
Juli und August sind die heißesten Monate und die Strände am vollsten. Wer kann, weicht auf Juni oder September aus — das Wasser ist warm genug zum Baden (22-25 Grad), die Temperaturen angenehm, und man hat die Buchten oft für sich. Mai und Oktober sind Glücksspiel: Manchmal sommerlich warm, manchmal kalt und regnerisch. Die Wassertemperaturen liegen dann bei 18-20 Grad, was für Hartgesottene noch geht.
Die Geheimformel lautet: letzte Juniwoche oder erste zwei Septemberwochen. Warm genug für alles, leer genug zum Genießen, und die Preise für Unterkünfte sind spürbar günstiger als im Hochsommer.
Sicherheit im Wasser
Die Adria ist kein Ozean, aber die Gefahren werden oft unterschätzt. Die Bora — ein kalter Fallwind aus dem Norden — kann innerhalb von Minuten aufkommen und das Meer von spiegelglatt auf meterhoch aufwühlen. Wenn die Einheimischen ihre Boote festmachen und den Strand verlassen, sollte man das als deutliches Signal verstehen. Strömungen gibt es an der offenen Küste kaum, aber an Engstellen zwischen Inseln und in Buchten mit engem Eingang (wie Stiniva) können sie überraschend stark sein. Rettungsschwimmer gibt es nur an den größeren, ausgebauten Stränden — an abgelegenen Buchten ist man auf sich selbst angewiesen. Haie sind in der Adria extrem selten und für Badende keine reale Gefahr.
Was mitnehmen?
Eine Packliste für den perfekten Strandtag in Kroatien: Badeschuhe (feste Sohle), Sonnencreme (Faktor 50), Sonnenschirm (wenn der Strand keinen Schatten hat), Schnorchelset (lohnt sich an fast jedem Strand), mindestens 1,5 Liter Wasser pro Person, Snacks (die Strandbar-Preise in Dubrovnik machen weinen), ein großes Mikrofaser-Handtuch, und eine wasserdichte Handyhülle. Wer zu abgelegenen Stränden wandert, nimmt zusätzlich feste Schuhe und noch mehr Wasser mit. Eine Strandmatte aus Neopren ist auf Kieselstränden deutlich bequemer als ein normales Handtuch.
Strände per Rad erkunden
Wer aktiver unterwegs sein will, kann viele der Strandregionen auch mit dem Fahrrad erkunden. Besonders Kamenjak in Istrien eignet sich perfekt für eine Radtour — die Buchten liegen nah beieinander, und mit dem Rad ist man flexibler als mit dem Auto, das man am Eingang abstellen muss. Auf der Insel Brac lohnt sich die Anfahrt zum Zlatni Rat per Rad aus dem Ort Bol — flach, schattig und deutlich angenehmer als die überfüllte Touristenbahn. Auf Peljesac führt die Zwischen Mauern und Salz Tour auf 33 km an der Küste entlang, mit Stopps an mehreren Badebuchten, die man vom Auto aus nie finden würde.
Wenn du nur Zeit für einen hast: Zlatni Rat, wenn du den Hype verstehen willst. Sveti Ivan, wenn du das echte Kroatien suchst. Bacvice, wenn du Strandleben und Stadt verbinden willst. Und Rajska Plaza, wenn du mit Kindern reist und einfach nur einen unkomplizierten Tag am Meer haben willst.