Die 10 besten Familienstrände in Kroatien (2026)
- Redaktionsteam
- Top 10 , Strände , Reisetipps
- 23 Oct, 2025
Inhalt
Mit Kindern am Strand — das kann paradiesisch sein oder zur Nervenprobe werden. Der Unterschied liegt im Detail: Wie flach fällt das Wasser ab? Gibt es Schatten? Toiletten? Einen Kiosk für das dringend benötigte Eis? Und lässt sich überhaupt ein Parkplatz finden, ohne dass die Stimmung schon vor dem ersten Sandburgen-Versuch kippt?
Kroatien hat hunderte Strände, aber nur wenige erfüllen alle Kriterien für einen entspannten Familientag. Wir haben die gesamte Küste durchgekämmt — von Istrien über die Kvarner-Bucht bis nach Süddalmatien — und die zehn besten Strände für Familien zusammengestellt. Mit ehrlichen Einschätzungen zu Parkplätzen, Infrastruktur, Wassertiefe und der Frage, die alle beschäftigt: Wie voll wird es wirklich?
1. Zaton bei Zadar — Der Sandstrand-Champion

Echter Sand ist in Kroatien eine echte Rarität — und Zaton hat ihn in rauen Mengen. Der Strand erstreckt sich über 1,5 Kilometer entlang einer geschützten Bucht nördlich von Zadar, und das Wasser bleibt auf einer Fläche von gut 50 Metern gerade mal knietief. Für Kleinkinder bedeutet das: Planschen ohne Risiko, während die Eltern sich endlich mal entspannen können, statt ständig den Kopf über Wasser zu halten.
Die Infrastruktur gehört zu den besten an der gesamten kroatischen Küste. Liegestühle und Sonnenschirme stehen zur Miete bereit, Duschen und Toiletten sind sauber und gepflegt, und direkt hinter dem Strand reihen sich Restaurants aneinander, die auch Kindermenüs anbieten. Der angrenzende Zaton Holiday Resort hat zusätzlich Pools, Wasserrutschen und einen Spielplatz — alles fußläufig. Ältere Kinder können sich bei Tretboot, Kajak oder Banana-Boat austoben, während die Kleinen im Sand buddeln.
Parken: Großer kostenpflichtiger Parkplatz direkt hinter dem Strand (ca. 5-8 EUR/Tag im Sommer). Früh kommen lohnt sich trotzdem — ab 11 Uhr wird es eng. Es gibt auch informelle Parkflächen entlang der Zufahrtsstraße, aber im Juli und August reichen die nicht.
Wassertiefe: Extrem flach auf 50+ Metern, danach langsam tiefer werdend. Selbst Nichtschwimmer-Kinder können sicher spielen.
Ausstattung: Duschen, WC, Umkleidekabinen, Liegestuhlverleih, Sonnenschirmverleih, Restaurants, Strandbar, Wassersportverleih, Spielplatz im Resort.
Wie voll wird es? Im Juli/August gut besucht, aber die Länge des Strandes verteilt die Massen. Morgens vor 10 Uhr hat man noch freie Platzwahl. Im Juni und September deutlich ruhiger.
Anfahrt: 15 km nordwestlich von Zadar, gut ausgeschildert über die D306.
2. Sakarun auf Dugi Otok — Karibik in der Adria

Die Fähre nach Dugi Otok ist der Preis für einen der schönsten Strände Europas — aber er lohnt sich. Sakarun liegt eingebettet in einer Bucht, die von alten Pinien gesäumt wird und deren Wasser so türkis leuchtet, dass man an die Karibik denkt. Der Sand ist weiß und fein, das Wasser so ruhig und flach, dass selbst Zweijährige sicher darin herumwaten können. Was die Bucht für Familien besonders wertvoll macht: Die Pinien reichen fast bis ans Wasser und spenden natürlichen Schatten den ganzen Tag über. Keine Strandmuschel nötig, kein Sonnenbrand um 11 Uhr.
Im Hochsommer zwischen Mitte Juli und Mitte August wird es allerdings voll. Die Bucht ist zwar groß genug für alle, aber das Gefühl von Einsamkeit geht verloren. Wer die Magie wirklich erleben will, kommt Anfang Juni oder ab Mitte September — dann teilt man Sakarun mit vielleicht zwanzig anderen Familien.
Am Strand gibt es eine kleine Strandbar mit Getränken und einfachen Snacks. Richtige Restaurants findet man im Ort Bozava, etwa 10 Autominuten entfernt. Toiletten sind vorhanden, aber einfach gehalten.
Parken: Begrenzter Schotterparkplatz oberhalb der Bucht, ca. 4-6 EUR. In der Hochsaison ist der Platz oft schon um 10 Uhr voll. Dann muss man entlang der Schotterstraße parken und 10-15 Minuten laufen.
Wassertiefe: Auf rund 30 Metern bleibt das Wasser unter Hüfthöhe. Keine Strömungen, kein Wellengang — die Bucht ist nach drei Seiten geschützt.
Ausstattung: Strandbar, einfache Toiletten, keine Liegestühle zum Mieten (Decke und Handtuch mitbringen).
Wie voll wird es? Hochsaison sehr beliebt, aber nie erdrückend. Die Anreise per Fähre filtert die Tagesausflügler natürlich heraus. Frühmorgens und spät nachmittags am schönsten.
Anfahrt: Fähre ab Zadar nach Brbinj (ca. 1,5 Stunden), dann 15 Minuten Autofahrt über eine Schotterstraße. Tickets online im Voraus buchen — die Sommerfähren sind schnell ausgebucht.
3. Crikvenica Riviera — Der Familienklassiker

Seit Generationen fahren mitteleuropäische Familien nach Crikvenica, und das hat seinen guten Grund. Die Strände entlang der Riviera sind das Gegenteil von Abenteuer: vorhersehbar, sicher, perfekt organisiert. Genau das, was Eltern mit kleinen Kindern brauchen. Kieselstrände wechseln sich mit betonierten Badeplateaus ab, die sich entlang der ganzen Bucht ziehen. Rettungsschwimmer wachen den gesamten Sommer über, und die langgezogene Uferpromenade bietet alles von der Eisdiele über Wasserspielzeug-Shops bis zum Kinderarzt.
Der Hauptstrand Gradska Plaza trägt die Blaue Flagge — ein Gütesiegel für Wasserqualität und Sicherheitsstandards. Was viele nicht wissen: Es gibt hier sogar abgetrennte Badebereiche mit besonders flachem Wasser, die speziell für Babys und Kleinkinder angelegt wurden. Rollstuhlgerechte Zugänge sind ebenfalls vorhanden. Die Hotels entlang der Promenade bieten in der Saison Kinderanimation an, sodass Eltern auch mal eine Stunde für sich haben.
Der einzige Nachteil: Crikvenica ist kein Geheimtipp und hat auch nicht die wildeste Schönheit. Wer Instagram-taugliche Buchten sucht, wird woanders glücklicher. Aber wer einen stressfreien Strandtag mit Dreijährigen plant, ist hier goldrichtig.
Parken: Mehrere kostenpflichtige Parkplätze entlang der Küste, ca. 3-6 EUR/Tag. Die Parkplätze direkt am Hauptstrand sind schnell voll, aber weiter nördlich Richtung Selce findet sich eigentlich immer etwas.
Wassertiefe: Je nach Strandabschnitt unterschiedlich, aber am Hauptstrand bleibt das Wasser auf 15-20 Metern flach. Die Kinderbadebereiche sind nur 30-40 cm tief.
Ausstattung: Komplettpaket — Duschen, WC, Umkleiden, Liegestühle, Sonnenschirme, Rettungsschwimmer, Restaurants, Cafes, Apotheke und Arzt in Laufweite, Spielplatz.
Wie voll wird es? Im August ordentlich besucht, aber die lange Küstenlinie verteilt die Besucher. Selce und Dramalj (Nachbarorte) sind ruhigere Alternativen mit gleicher Infrastruktur.
Lage: Kvarner-Bucht, 35 km südlich von Rijeka an der E65.
4. Bijeca bei Medulin — Istriens Familienperle

Im äußersten Süden Istriens, wo die Halbinsel ins Meer ausläuft, liegt der Ort Medulin mit seinem Vorzeigestrand Bijeca. Über einen Kilometer erstreckt sich feiner Kies entlang einer sanft geschwungenen Bucht, die den Blick auf die vorgelagerten Inseln freigibt. Das Wasser fällt hier so behutsam ab, dass Kinder 20 Meter hineinlaufen können, bevor es über die Knie reicht.
Was Bijeca von vielen anderen Stränden unterscheidet: Die Infrastruktur rund um den Strand wurde konsequent auf Familien ausgerichtet. Spielplätze, Trampoline und Hüpfburgen stehen direkt hinter dem Strand. Mehrere Restaurants bieten Kinderportionen an, und der Wassersportverleih hat Kajaks, SUP-Boards und Tretboote für jedes Alter. Jugendliche, die den Sandburgen entwachsen sind, finden am östlichen Strandende Beachvolleyball-Felder und einen Jetski-Verleih.
Ein Tagesausflug zum Aquacolors Wasserpark in Porec ist von hier aus machbar — eine gute Alternative für Tage, an denen die Kinder keine Lust auf Strand haben. Und wer es wilder mag: Das Kap Kamenjak mit seinen Felsbuchten und Klippensprüngen liegt nur 15 Autominuten entfernt. Dort ist das Wasser tiefer und die Natur unberührt — ein komplettes Kontrastprogramm.
Parken: Großer kostenpflichtiger Parkplatz am Campingplatz Arena Medulin, ca. 5-7 EUR/Tag. Weitere Stellplätze entlang der Zufahrtsstraße. Im August vor 10 Uhr kommen.
Wassertiefe: Sehr sanft abfallend auf 20-30 Metern. Geeignet für Nichtschwimmer. Am östlichen Ende etwas steiler.
Ausstattung: Duschen, WC, Liegestühle, Sonnenschirme, Spielplatz, Trampoline, Wassersportverleih, mehrere Restaurants und Strandbars, Beachvolleyball.
Wie voll wird es? Beliebt, aber die Länge des Strandes hilft. Der westliche Abschnitt ist tendenziell ruhiger. In der Vorsaison (Mai/Juni) hat man viel Platz.
Bonus: Kap Kamenjak mit wilden Buchten ist 15 Minuten entfernt — perfekt für Abwechslung an ruhigeren Tagen.
5. Slanica auf Murter — Die Insel für Kinder

Murter ist per Drehbrücke mit dem Festland verbunden und fühlt sich trotzdem wie eine richtige Insel an. Der Strand Slanica liegt in einer geschützten Bucht im Westen der Insel, umgeben von dichten Pinienwäldern, die bis fast ans Wasser reichen. Feiner weißer Kies, türkisblaues Wasser, und Wellen gibt es hier praktisch nie — die vorgelagerten Kornati-Inseln halten jeden Seegang ab.
Was Slanica für Familien besonders macht, ist die Kombination aus Naturschönheit und Alltagstauglichkeit. Man breitet die Decke unter einer Pinie aus, hat natürlichen Schatten und trotzdem alles in Reichweite: Duschen, Toiletten, eine Strandbar mit Eis und kalten Getränken, und das Dorf Murter mit seinen Supermärkten und Restaurants liegt nur zehn Gehminuten entfernt. Abends kann man auf der Hafenpromenade essen gehen und den Kindern beim Spielen zuschauen, während man den Sonnenuntergang über den Kornaten genießt.
Für Familien, die Abwechslung brauchen, bietet Murter dutzende weitere Buchten — manche nur zu Fuß oder per Boot erreichbar. Die Bucht Podvrske auf der anderen Seite der Insel ist ein Geheimtipp mit noch weniger Besuchern. Und wer einen Bootsausflug zu den Kornati-Inseln machen will, findet im Hafen täglich Angebote.
Parken: Kostenpflichtiger Parkplatz direkt oberhalb des Strandes, ca. 4-6 EUR/Tag. Im Sommer bis 9 Uhr hinkommen, sonst wird es zum Problem. Alternativ am Dorfrand parken und 15 Minuten laufen.
Wassertiefe: Sehr flach auf den ersten 15-20 Metern, dann langsam tiefer werdend. Wellengang fast null dank der geschützten Lage.
Ausstattung: Duschen, WC, Strandbar, Liegestuhlverleih, Tretbootverleih, Supermärkte und Restaurants im Dorf fußläufig.
Wie voll wird es? Im August gut besucht, vor allem von kroatischen Familien. Das ist kein Massentourismus-Hotspot — eher Familien mit Campingplatz oder Ferienwohnung. Juni und September sind ideal.
Anfahrt: Die Drehbrücke verbindet Murter mit dem Festland — keine Fähre nötig. Von Sibenik ca. 30 Minuten.
6. Punta Rata in Brela — Preisgekrönte Schönheit

Forbes kürte Punta Rata einst zum schönsten Strand Europas, und beim ersten Anblick versteht man warum. Der ikonische Felsen ragt aus dem türkisen Wasser, dahinter ragen die Gipfel des Biokovo-Gebirges in den Himmel, und uralte Pinien rahmen das Bild ein wie eine Postkarte, die zu schön aussieht, um real zu sein. Aber sie ist real. Und sie funktioniert auch mit Kindern.
Der feine weiße Kies ist angenehm unter den Füßen — deutlich weicher als der grobe Kies an vielen anderen dalmatinischen Stränden. Das Wasser fällt gemächlich ab, die ersten Meter sind flach genug für Kleinkinder, und die Pinien spenden Schatten bis direkt an die Wasserlinie. Die Infrastruktur ist solide: Duschen, Toiletten, ein paar Cafes entlang der Strandpromenade. Im Ort Brela selbst gibt es Restaurants, Bäckereien und einen kleinen Supermarkt.
Der Haken — und das muss man ehrlich sagen: Brela ist berühmt und entsprechend voll. Im August drängeln sich die Besucher Handtuch an Handtuch, und der Parkplatz-Stress kann Nerven kosten. Wer mit Kindern kommt, sollte entweder die Hochsaison komplett meiden oder konsequent früh aufstehen. Um 8 Uhr morgens gehört der Strand noch den Joggern und ein paar Frühschwimmern. Ab 11 wird es eng. Alternativ lohnt es sich, den Hauptstrand links liegen zu lassen und einen der vielen kleineren Strände entlang der Brela-Küste anzusteuern — fast alle bieten ähnliche Qualität mit weniger Gedränge.
Parken: Kostenpflichtige Parkplätze am Ortseingang und entlang der Hauptstraße, ca. 4-8 EUR/Tag. Die Plätze direkt am Strand sind rar und im Sommer vor 9 Uhr weg. Tipp: Weiter oben im Ort parken und den Weg nach unten genießen.
Wassertiefe: Sanft abfallend auf den ersten 10-15 Metern. Für Kleinkinder geeignet, wobei der Untergrund stellenweise etwas steiniger wird.
Ausstattung: Duschen, WC, Cafes, Liegestuhlverleih an ausgewählten Abschnitten, Restaurants im Ort.
Wie voll wird es? Juli/August extrem voll. Juni und September sind die bessere Wahl — warmes Wasser, weniger Menschen. Im Mai ist das Wasser noch frisch, aber der Strand fast leer.
Tipp: Die Makarska-Riviera bietet viele ähnliche Strände — Baska Voda und Tucepi sind gute Alternativen, wenn Brela zu voll ist.
7. Nin — Der Heilschlamm-Strand

Nin ist anders als alle anderen Strände auf dieser Liste — und genau das macht es besonders. Die Lagune vor der historischen Altstadt hat warmes, flaches Wasser und echten Sand, aber das eigentliche Highlight ist der Heilschlamm. Seit Generationen reiben sich Einheimische mit dem dunklen Peloid ein, das aus dem Boden der Lagune kommt und dem heilende Wirkung bei Hautproblemen und Gelenkbeschwerden nachgesagt wird. Kinder finden das großartig — sie dürfen sich komplett mit Schlamm einschmieren und sehen aus wie kleine Sumpfmonster. Eltern finden es weniger großartig, wenn sie an die Wäsche danach denken.
Der Kraljicina Plaza (Königinnen-Strand) erstreckt sich entlang der Lagune und ist so flach, dass man stellenweise 100 Meter hinausgehen kann und immer noch steht. Das Wasser ist deutlich wärmer als am offenen Meer, was besonders für Babys und Kleinkinder angenehm ist. Für ältere Kinder und Erwachsene, die richtig schwimmen wollen, ist die Lagune allerdings weniger spannend — man muss schon weit hinausgehen, bis man Schwimmtiefe erreicht.
Die historische Altstadt von Nin liegt nur wenige Gehminuten entfernt und bietet eine willkommene Abwechslung zum Strandtag. Die kleinste Kathedrale der Welt, die Heilig-Kreuz-Kirche aus dem 9. Jahrhundert, fasziniert auch Kinder, und in den Gassen gibt es Eis und Souvenirs.
Parken: Mehrere kostenpflichtige Parkplätze am Stadtrand und an der Zufahrt zum Strand, ca. 3-5 EUR/Tag. In der Hochsaison wird auch hier geparkt, wo eigentlich kein Parkplatz ist — Kroatien eben.
Wassertiefe: Extremst flach — die ganze Lagune ist ein riesiges Planschbecken. Auf 100 Metern kaum über Hüfthöhe.
Ausstattung: Duschen, WC, Strandbar, Liegestuhlverleih. Restaurants und Eiscafes in der Altstadt (5 Gehminuten). Keine großen Resorts, eher lokale Gastronomie.
Wie voll wird es? Weniger überlaufen als die großen Riviera-Strände. Nins Lagune zieht hauptsächlich Familien und Einheimische an, nicht die Partyszene. Im August trotzdem gut besucht.
Hinweis: Das Wasser kann durch den Schlamm trüber wirken als an anderen Stränden — das ist normal und gesundheitlich unbedenklich.
8. Bacvice in Split — Stadtstrand mit Picigin

Ein Stadtstrand als Familientipp? Klingt ungewöhnlich, funktioniert aber erstaunlich gut. Bacvice liegt nur zehn Gehminuten vom Diokletianpalast entfernt und verbindet Kultur mit Strandtag auf eine Art, die kein Resortdorf bieten kann. Der Strand hat feinen Sand — in Split eine Seltenheit — und das Wasser ist auf den ersten Metern so flach, dass Generationen von Spliter Kindern hier schwimmen gelernt haben.
Das Markenzeichen von Bacvice ist Picigin, ein lokales Ballspiel, das im knietiefen Wasser gespielt wird. Erwachsene und Kinder stehen im Kreis und halten einen kleinen Ball mit akrobatischen Sprüngen in der Luft — das muss man nicht können, um mitzumachen, und Kinder verstehen das Prinzip sofort. Einfach hingehen, mitspielen, Spaß haben. Es gibt kein besseres Eisbrecher-Spiel für den Urlaub.
Tagsüber ist die Atmosphäre familienfreundlich und entspannt. Cafes säumen die Strandpromenade, Rettungsschwimmer sind im Dienst, und man kann den Vormittag am Strand verbringen, mittags in die Altstadt zum Essen gehen und nachmittags zurückkommen. Abends wandelt sich Bacvice allerdings zum Ausgeh-Hotspot — dann übernehmen die Clubs und Bars. Mit kleinen Kindern ist man da ohnehin im Hotel.
Parken: Schwierig und teuer, wie überall in Split. Parkhaus am Hafen oder entlang der Obala ca. 3-4 EUR/Stunde. Am besten mit dem Bus oder zu Fuß vom Apartment kommen.
Wassertiefe: Auf den ersten 20 Metern flach und sandig. Ideal zum Waten und für Picigin.
Ausstattung: Duschen, WC, Liegestuhlverleih, Cafes und Restaurants direkt am Strand. Die gesamte Infrastruktur einer Großstadt in Laufweite.
Wie voll wird es? Immer belebt — das ist ein Stadtstrand. Aber die Atmosphäre ist eher lebhaft als erdrückend. Morgens und am späten Nachmittag am angenehmsten.
Perfekt für: Familien, die Split besichtigen und trotzdem baden wollen, ohne erst eine Stunde zum Strand fahren zu müssen.
9. Lopar auf Rab — Die Paradiesbucht

Rajska Plaza — wörtlich “Paradiesstrand” — heißt der 1,5 Kilometer lange Sandstrand auf der Halbinsel Lopar nicht ohne Grund. Feiner, goldener Sand, türkisfarbenes Wasser, so flach wie ein Planschbecken und warm wie eine Badewanne — das alles in einer weitläufigen Bucht, die selbst im Hochsommer nie wirklich überfüllt wirkt. Für Familien mit kleinen Kindern gehört Rajska Plaza zu den besten Optionen in ganz Kroatien, wenn nicht sogar im gesamten Mittelmeerraum.
Die Infrastruktur am Strand wurde über Jahrzehnte entwickelt: Liegestühle, Sonnenschirme, Duschen, Toiletten, mehrere Restaurants und Strandbars, Tretbootverleih, ein Volleyballfeld. Hinter dem Strand liegen Campingplätze und Apartmentanlagen, die gezielt auf Familien ausgerichtet sind. Und wer Abwechslung sucht: Lopar hat über 20 weitere Sandbuchten, manche davon nur zu Fuß über Waldpfade erreichbar. Der Sahara Beach ist ein bekannter FKK-Strand für Naturisten, aber auch die anderen versteckten Buchten lohnen sich für kleine Expeditionen mit älteren Kindern.
Die Insel Rab selbst bietet genug für regnerische Tage oder Strand-müde Nachmittage. Die mittelalterliche Altstadt von Rab mit ihren vier Glockentürmen ist beeindruckend, und die Rapska Torta — ein Mandelkuchen nach Geheimrezept — schmeckt Kindern und Erwachsenen gleichermaßen.
Parken: Großer Parkplatz am Strand, ca. 5-7 EUR/Tag im Sommer. Kapazität reicht meist aus, aber im August lieber vor 10 Uhr da sein.
Wassertiefe: Legendär flach — man kann 40-50 Meter hinausgehen und steht noch. Das Wasser wird durch den Sandboden schnell warm. Keine Strömungen.
Ausstattung: Vollausstattung — Duschen, WC, Umkleiden, Liegestühle, Sonnenschirme, Restaurants, Strandbars, Tretboote, Beachvolleyball.
Wie voll wird es? Im Hochsommer gut besucht, aber die Größe der Bucht fängt das ab. Man findet immer Platz. In der Vor- und Nachsaison wunderbar ruhig.
Anfahrt: Fähre ab Jablanac oder ab der Insel Krk (Valbiska-Lopar). Im Sommer unbedingt Tickets reservieren.
10. Zivogošce Blato — Der Geheimtipp

Zwischen Makarska und Ploce, dort wo die dalmatinische Küste langsam ruhiger wird, liegt das verschlafene Dorf Zivogošce. Die meisten Touristen rauschen auf der Küstenstraße vorbei, ohne einen Blick zur Seite zu werfen — und genau das ist der Vorteil für alle, die hierbleiben. Der Strand Blato erstreckt sich über 500 Meter entlang einer Bucht mit feinem weißem Kies und dem typisch türkisen Adriawasser. Mächtige Pinien wachsen bis an den Strandrand und werfen lange Schatten — um die Mittagszeit ein Segen, wenn anderswo alles in der Sonne brät.
Das Wasser fällt sanft ab, auf den ersten 10-15 Metern bleibt es flach genug für Kleinkinder. Der Untergrund ist Kies, nicht Sand, also sind Wasserschuhe empfehlenswert. Die Infrastruktur ist vorhanden, aber nicht übertrieben — Duschen, einfache Toiletten, eine Strandbar für Getränke und Snacks. Im Dorf selbst gibt es zwei, drei Restaurants mit ehrlicher dalmatinischer Küche, einen kleinen Supermarkt und eine Bäckerei. Es ist die Art von Ort, an dem Kinder noch auf der Straße spielen und die Nachbarn sich mit Namen kennen.
Wer mehr Action braucht, hat die Makarska-Riviera in 30 Autominuten erreicht. Aber die meisten Familien, die Zivogošce einmal entdeckt haben, bleiben. Die Ruhe, die Authentizität und die Tatsache, dass man um 11 Uhr morgens noch einen Platz im Schatten findet, wenn in Brela längst alles voll ist — das ist der eigentliche Luxus.
Parken: Informelle Parkflächen entlang der Straße und hinter dem Strand, meist kostenlos oder gegen geringe Gebühr. Parkplatz-Stress kennt man hier nicht.
Wassertiefe: Sanft abfallend auf 10-15 Metern, dann etwas steiler. Für Kleinkinder geeignet, Wasserschuhe empfohlen wegen der Kiesel.
Ausstattung: Duschen, WC, Strandbar, einfacher Liegestuhlverleih. Restaurants und Supermarkt im Dorf (5 Minuten zu Fuß).
Wie voll wird es? Das ist der Clou: Selbst im August deutlich ruhiger als Brela, Baska Voda oder Makarska. Hauptsächlich kroatische Familien und Wiederholungstäter.
Lage: 60 km südlich von Split an der Küstenstraße D8, zwischen Makarska und Ploce.
Praktische Tipps für den Familientag am Strand
Was in die Strandtasche gehört

- Wasserschuhe: An fast allen kroatischen Stränden unverzichtbar. Kieselstrände können schmerzhaft sein, und Seeigel lauern in felsigen Bereichen. Günstige gibt es vor Ort in jedem Strandshop.
- Sonnenschutz LSF 50+: Die kroatische Sonne ist tückisch — selbst an bewölkten Tagen verbrennt man schneller als gedacht. Für Kinder unter drei Jahren am besten UV-Schutzkleidung statt nur Creme.
- Schnorchelset: Selbst Sechsjährige können schnorcheln, und die kroatische Unterwasserwelt ist faszinierend. Ein einfaches Set kostet vor Ort 10-15 EUR.
- Strandmuschel oder Pop-up-Zelt: Nicht überall gibt es natürlichen Pinienschatten, und Sonnenschirme kosten Miete. Eine eigene Strandmuschel spart Geld und Nerven.
- Kühlbox mit Snacks: Strandpreise in Kroatien sind ordentlich — ein Eis kostet 2-4 EUR, eine Flasche Wasser bis zu 3 EUR. Eigene Snacks und gekühlte Getränke lohnen sich.
- Erste-Hilfe-Set: Pflaster, Pinzette (für Seeigel-Stacheln), Apfelessig (gegen Quallenstiche), Desinfektionsspray.
Die richtige Tageszeit wählen
Der größte Fehler, den Familien machen: Um die Mittagszeit zum Strand fahren. Um 12 Uhr sind die besten Plätze weg, die Sonne brennt gnadenlos, und der Parkplatz ist voll. Besser so:
- Vormittags 8-11 Uhr: Ruhig, gute Parkplätze, angenehme Temperaturen. Die beste Zeit für Kleinkinder.
- Spätnachmittags 16-19 Uhr: Die Sonne wird milder, viele Tagesausflügler fahren ab, das Licht ist wunderschön. Perfekt für den zweiten Strandbesuch des Tages.
- Mittagshitze 12-15 Uhr meiden: Zu heiß für Kinderhaut, zu voll, zu stressig. Lieber Mittagsschlaf, Stadtbesichtigung oder Restaurantbesuch einplanen.
Sicherheit am Strand
- Blaue Flagge bedeutet geprüfte Wasserqualität und Sicherheitsstandards — achtet auf das Zeichen am Strandeingang.
- Rettungsschwimmer sind an organisierten Stränden von Juni bis September Standard. An wilden Buchten gibt es keine — dort ist besondere Vorsicht geboten.
- Seeigel leben in felsigen Bereichen und unter Steinen. Wasserschuhe sind die einfachste Prävention. Falls doch mal ein Stachel im Fuß steckt: Pinzette, Desinfizieren, im Zweifelsfall zum Arzt.
- Quallen sind in der Adria selten, aber möglich, besonders bei südlichen Strömungen im August. Apfelessig hilft bei Stichen, nicht Süßwasser.
- Boote und Jetskis: An belebten Stränden gibt es markierte Schwimmbereiche. Kinder sollten innerhalb dieser Bojen bleiben.
Unsere Karte: Alle 10 Strände im Überblick
Von Istrien im Norden bis Dalmatien im Süden verteilen sich die besten Familienstrände über die gesamte kroatische Küste. Wer einen zweiwöchigen Roadtrip plant, könnte theoretisch alle zehn besuchen — aber ehrlich gesagt: Die meisten Familien finden ihren Lieblingsstrand und bleiben. Und das ist auch gut so. Denn der beste Familienurlaub ist nicht der, an dem man am meisten gesehen hat, sondern der, an dem alle entspannt waren.