Die 15 schönsten Strände in Istrien (2026)
Inhalt
Istrien hat keine Sandstrände. Punkt. Wer das akzeptiert, findet hier einige der schönsten Badeplätze der Adria. Kieselbuchten mit kristallklarem Wasser, Felsklippen zum Springen, versteckte Buchten, die nur per Boot oder zu Fuß erreichbar sind.

Was dich erwartet
Istriens Strände sind anders als in Griechenland oder Kroatiens Süden. Hier dominieren:
- Kieselstrände: Kleine, runde Steine – Badeschuhe empfohlen
- Felsplateaus: Betonierte oder natürliche Liegeflächen, Leitern ins Wasser
- Versteckte Buchten: Oft nur zu Fuß oder per Kajak erreichbar
- FKK-Tradition: Istrien ist Europas FKK-Hochburg
Die Wasserqualität ist exzellent. Die meisten Strände tragen die Blaue Flagge.
Kap Kamenjak: Der wilde Süden
Die Halbinsel ganz im Süden Istriens ist Naturschutzgebiet und Badeparadies in einem. Dutzende Buchten, Klippen zum Springen, die Safari-Bar mit Schaukeln über dem Meer.

Bucht Njive
Die bekannteste Bucht am Kamenjak. Flacher Einstieg (für Istrien-Verhältnisse), türkisfarbenes Wasser, im Sommer voll. Parkplatz in der Nähe, kurzer Fußweg.
Für wen: Familien, Schnorchler, alle die es bequem wollen
Bucht Poduzi
Weniger überlaufen als Njive. Der Weg ist länger (15 Min zu Fuß), aber die Belohnung größer: Weniger Menschen, wildere Atmosphäre.
Für wen: Ruhesuchende, Naturliebhaber
Klippen am Kap
Am südlichsten Punkt der Halbinsel gibt es keine Strände, sondern Klippen. Perfekt zum Springen (5-10 Meter), zum Sonnenbaden auf den Felsen, zum Fotografieren.
Tipp: Die Safari-Bar am Kap serviert Drinks und Snacks. Die Schaukeln über dem Meer sind Instagram-berühmt.
Praktisches Kamenjak:
- Eintritt: Ca. 80 Kuna (10 €) pro Auto
- Parken: Mehrere Parkplätze im Naturschutzgebiet
- Infrastruktur: Safari-Bar, sonst wenig – Essen und Trinken mitnehmen
- Beste Zeit: Juni oder September (Juli/August überlaufen)
Rabac: Die Perle der Kvarner-Bucht
Rabac nennt sich selbst “Perle der Adria” – das ist übertrieben, aber die Strände sind tatsächlich gut. Feiner Kies, flacher Einstieg, klares Wasser.

Girandella
Der Hauptstrand von Rabac. Gepflegt, mit Liegestühlen und Sonnenschirmen, Bars und Restaurants in Gehweite. Im Sommer voll, aber gut organisiert.
Für wen: Familien, Komfortliebhaber, Hotelgäste
Maslinica
Naturbelassener als Girandella. Größere Steine, weniger Infrastruktur, mehr Ruhe. 10 Minuten Fußweg vom Zentrum.
Für wen: Paare, Ruhesuchende
Lanterna
Südlich von Rabac, am Ende einer Schotterstraße. Weniger Touristen, mehr Einheimische. Schnorcheln ist hier besonders gut.
Für wen: Schnorchler, Abenteurer
Rovinj: Schönheit mit Kompromissen
Rovinj ist Istriens schönste Stadt, aber nicht unbedingt der beste Badeort. Die Strände sind klein, oft überfüllt, und die Altstadt blockiert den Blick aufs Meer.

Lone Bay
Südlich der Altstadt, beim gleichnamigen Designhotel. Kiesstrand mit flachem Einstieg, gute Infrastruktur, aber kein Geheimtipp.
Monte Beach
Auf der Halbinsel gegenüber der Altstadt. Felsplateaus und kleine Kiesbuchten. Der Blick auf die Altstadt ist der eigentliche Star.
Zlatni Rt (Goldenes Kap)
Der Waldpark südlich von Rovinj hat mehrere kleine Buchten. Keine klassischen Strände, eher Felsen mit Einstiegen. Dafür: Pinienduft, Ruhe, Natur.
Tipp: Mit dem Fahrrad zum Zlatni Rt – die Strecke durch den Park ist wunderschön.
Pula: Stadtnähe, Strandglück
Pula hat als einzige istrische Großstadt städtische Strände. Praktisch nach dem Amphitheater-Besuch, aber nicht die wildesten.

Ambrela
Der Hauptstrand von Pula. Auf der Halbinsel Verudela, gut erreichbar, mit Duschen und Liegestühlen. Im Sommer: Strandbar-Atmosphäre.
Havajka
Etwas versteckter, am Rand von Verudela. Weniger Infrastruktur, mehr Einheimische. Der Name (Hawaii) verspricht mehr als er hält, aber die Bucht ist hübsch.
Histria Beach
Beim Hotel Histria, zugänglich für alle. Gepflegt, mit Liegestühlen zum Mieten, Strandbar. Familienfreundlich.
Funtana und Vrsar: Zwischen Poreč und Rovinj
Die Küste zwischen den großen Touristenorten hat ihre eigenen Qualitäten.
Funtana
Mehrere kleine Buchten, weniger überlaufen als Poreč oder Rovinj. Der Campingplatz Bijela Uvala hat einen der schönsten Strandabschnitte.

Koversada (Vrsar)
Europas älteste FKK-Anlage. Kilometerlanger Strand, naturistisches Paradies seit den 1960ern. Auch für Textil-Urlauber zugänglich (separate Bereiche).
Lim-Kanal Buchten
Der Lim-Kanal (Limski zaljev) ist eigentlich ein Fjord. Baden ist möglich, aber das Wasser ist kälter und tiefer als an der offenen Küste. Für Abenteurer und Schnorchler.
Poreč: Touristenstrand mit Qualität
Poreč ist touristisch erschlossen, aber die Strände sind gepflegt und familienfreundlich.
Zelena Laguna
Der bekannteste Strandabschnitt. Resort-Atmosphäre mit allen Annehmlichkeiten: Liegestühle, Bars, Wassersport. Im Sommer voll, aber gut organisiert.
Plava Laguna
Ähnlich wie Zelena Laguna, etwas ruhiger. Mehrere Hotels teilen sich den Küstenabschnitt.
Strand Brulo
Nördlich von Poreč, naturbelassener. Weniger Infrastruktur, mehr Ruhe. Mit dem Fahrrad erreichbar über die Küstenpromenade.
Umag und Savudrija: Der Norden
Der Norden Istriens ist weniger spektakulär, aber auch weniger überlaufen.

Katoro
Bei Umag, großer Hotelkomplex mit gepflegtem Strand. Flacher Einstieg, gut für Familien.
Savudrija
Ganz im Norden, beim berühmten Leuchtturm. Kleine Buchten, wenig Touristen, viel Charme. Der Leuchtturm ist der älteste an der Adria.
FKK-Strände: Die istrische Tradition
Istrien ist FKK-Pionier. Schon in den 1960ern entstanden hier die ersten Naturisten-Anlagen Europas.
Koversada (Vrsar)
Die Mutter aller FKK-Anlagen. Über 100 Hektar, eigener Hafen, eigene Infrastruktur. Textil-Bereiche sind klar getrennt.
Kanegra (Umag)
Im Norden, direkt an der slowenischen Grenze. Naturisten-Camping mit eigenem Strand.
Valalta (Rovinj)
Zwischen Rovinj und Vrsar. Resort-Niveau mit allem Drum und Dran: Pools, Restaurants, Animation.
Monsena (Rovinj)
Kleiner, familiärer. Direkt neben dem bekleideten Resort Amarin.
Geheimtipps: Wo die Einheimischen baden
Abseits der bekannten Strände gibt es Buchten, die hauptsächlich Locals kennen.
Bucht bei Bale
Südlich von Rovinj, bei der Ortschaft Bale. Schotterweg ans Meer, kaum Touristen. Wilde Vegetation, kristallklares Wasser.
Banjole
Südlich von Pula, ein verschlafenes Fischerdorf mit kleinen Buchten. Keine Hotels, keine Liegestühle – nur Meer und Felsen.

Rt Kamenjak Ostufer
Während alle zur Safari-Bar auf der Westseite strömen, ist das Ostufer des Kap Kamenjak fast leer. Längerer Fußweg, aber dafür Ruhe.
Praktische Infos
Badeschuhe
Pflicht in Istrien. Die Kieselstrände sind ohne schmerzhaft. Wasserschuhe mit dünner Sohle sind ideal.
Sonnenschutz
Unterschätze die Sonne nicht. Auch bewölkt brennt es. Sonnencreme, Hut, genug Wasser.
Parken
Im Sommer knapp und teuer. An beliebten Stränden (Kamenjak, Rabac) früh kommen oder außerhalb parken und laufen.
Liegestühle
An den größeren Stränden mietbar (ca. 10-15 €/Tag für Liege + Schirm). Eigene Matte mitnehmen für die wilden Buchten.
Beste Reisezeit
- Juni: Warm genug, noch nicht überlaufen
- Juli-August: Heiß und voll, aber längste Tage
- September: Perfekt – warmes Wasser, weniger Menschen
- Oktober: Möglich, aber kurze Tage und kühle Nächte
Mein Fazit
Istrien ist kein Sandstrand-Paradies. Wer feinen Sand und flaches Wasser sucht, ist in Griechenland besser aufgehoben. Aber wer kristallklares Wasser, wilde Klippen und authentische Adriaatmosphäre schätzt, findet hier sein Glück.
Die Kombination aus Badeurlaub und Kultur ist nirgendwo besser als in Istrien. Morgens ins Wasser am Kamenjak, mittags Trüffel-Pasta in Motovun, abends Sonnenuntergang in Rovinj. Das ist der istrische Dreiklang – und dafür nimmt man die Kieselsteine gerne in Kauf.