Kitesurfen in Kroatien: Die 10 besten Spots für Wind und Wellen 2026
- Redaktionsteam
- Aktivitäten , Dalmatien
- 01 Dec, 2025
Inhalt
Die Adria ist kein Ozean. Keine Monsunwinde, keine epischen Swells, keine endlosen Strände. Aber genau das macht Kroatien interessant für Kitesurfer: Thermische Winde, die pünktlich wie ein Schweizer Uhrwerk einsetzen. Flache Lagunen für Anfänger. Spektakuläre Kulissen aus Inseln, Bergen und mittelalterlichen Städten. Und eine Infrastruktur, die sich in den letzten Jahren massiv entwickelt hat.

Die kroatische Kite-Szene ist kleiner als in Tarifa oder Fuerteventura, aber sie wächst. Die Spots sind weniger überlaufen, die Preise moderater, und zwischen den Sessions kannst du in einer Konoba frischen Fisch essen statt in einem Touristen-Fastfood-Laden. Dieser Guide zeigt die besten Spots – von der Anfänger-Lagune bis zum Profi-Revier.
Die Winde: Maestral, Bura und Jugo
Bevor du packst, musst du die Winde verstehen. Kroatien hat drei Hauptwinde, jeder mit eigenem Charakter:
Maestral – Der Sommerwind
Der Maestral ist dein Freund. Ein thermischer Nordwestwind, der im Sommer fast täglich weht. Morgens ist es ruhig, gegen Mittag setzt er ein, erreicht sein Maximum am frühen Nachmittag (15-22 Knoten typisch) und lässt gegen Abend nach. Vorhersagbar, konstant, perfekt zum Kiten.
Der Maestral entsteht durch den Temperaturunterschied zwischen dem warmen Land und dem kühleren Meer. Je heißer der Tag, desto stärker der Wind. An Hochsommertagen kann er 25+ Knoten erreichen, bleibt aber meist freundlich und böenfrei.
Beste Monate: Juni bis August Typische Stärke: 15-22 Knoten Charakter: Konstant, thermisch, nachmittags am stärksten Geeignet für: Alle Levels
Bura – Der Nordostwind
Die Bura ist das Gegenteil: wild, kalt, unberechenbar. Ein Fallwind, der von den Bergen zur Küste stürzt, oft mit brutalen Böen. Die Bura kann innerhalb von Minuten von 0 auf 50 Knoten springen. Sie bringt kristallklare Luft und spektakuläre Bedingungen – aber nur für Erfahrene.
Die Bura weht vor allem im Winter und Frühjahr, manchmal tagelang. An manchen Spots (Senj, Karlobag) ist sie so stark, dass Brücken gesperrt werden. Zum Kiten ist sie nur an geschützten Spots und nur für Fortgeschrittene geeignet.
Beste Monate: Oktober bis April Typische Stärke: 20-40+ Knoten (extrem böig) Charakter: Kalt, böig, unberechenbar Geeignet für: Fortgeschrittene bis Experten
Jugo (Scirocco) – Der Südostwind
Der Jugo ist der feuchte, warme Wind aus dem Süden. Er bringt Wolken, manchmal Regen, und eine unangenehme Schwüle. Für Kitesurfer ist er weniger interessant: Die Wellen sind chaotisch, die Böen unberechenbar, und nach ein paar Tagen Jugo ist die Stimmung im Keller.
Beste Monate: Frühjahr und Herbst Typische Stärke: 15-30 Knoten Charakter: Warm, feucht, welliger Geeignet für: Wellenfans mit Erfahrung
Spot #1: Nin – Die Anfänger-Lagune

Nin ist der Einstiegs-Spot schlechthin. Eine flache Lagune nördlich von Zadar, in der das Wasser stellenweise nur knietief ist. Du kannst stundenlang üben, ohne Angst vor tiefem Wasser oder starker Strömung. Die Lagune ist durch eine Sandbank vom offenen Meer getrennt – der Maestral weht, aber die Wellen bleiben draußen.
Die Stadt Nin selbst ist charmant: eine winzige Altstadt auf einer Insel, verbunden durch eine Steinbrücke. Die Lagune liegt direkt dahinter, umgeben von Salzwiesen und Schilf. Die Atmosphäre ist entspannt, die Kite-Community klein aber freundlich.
Bedingungen
Der Spot funktioniert am besten bei Maestral (NW), der sideshore über die Lagune weht. Bei Bura (NE) ist es möglich, aber die Böen können unangenehm werden. Jugo funktioniert nicht – der Wind kommt von der falschen Seite.
Das Wasser ist warm (bis 26°C im Sommer) und flach – perfekt für erste Versuche, Tricks üben, oder entspannte Sessions nach der Arbeit.
Wind: Maestral (NW) sideshore, 12-22 Knoten typisch Wasser: Flach, 0,5-1,5 m tief in der Lagune Untergrund: Sand, stellenweise Seegras Beste Zeit: Juni-September Level: Anfänger bis Fortgeschrittene
Kiteschulen
- Kite Adria Nin – Die größte Schule vor Ort, IKO-zertifiziert, Equipment von Duotone. Kurse ab 80€/Stunde.
- Kiteboarding Nin – Kleinere Schule, persönlicher Unterricht, auch SUP und Wingfoil.
Praktisches
Parken direkt an der Lagune (kostenlos oder günstige Tagesgebühr). Restaurants in Nin-Stadt, 10 Minuten zu Fuß. Unterkünfte in Nin oder Zadar (15 km). Zadar hat Flughafenanbindung.
Spot #2: Viganj – Das Profi-Revier

Viganj auf der Halbinsel Pelješac ist das Gegenteil von Nin: Ein Spot für Fortgeschrittene, mit konstantem Wind und tieferem Wasser. Der Kanal zwischen Pelješac und Korčula wirkt wie ein Windtunnel – der Maestral beschleunigt hier auf 18-25 Knoten, manchmal mehr.
Das Dorf selbst ist klein: ein paar Häuser, ein Hafen, mehrere Kite-Stationen entlang des Strandes. Die Szene ist international – Kroaten, Deutsche, Tschechen, Polen. Abends sitzt man zusammen, tauscht Spot-Tipps aus, trinkt Pelješac-Wein.
Bedingungen
Der Wind kommt aus Nordwesten (Maestral) und weht sideshore auf den Strand. Die Beschleunigung im Kanal macht ihn stärker und konstanter als anderswo. Das Wasser ist tief (keine Stehhöhe), mit leichtem Chop bei starkem Wind.
Viganj ist kein Anfänger-Spot. Du solltest sicher Höhe halten können und mit 20+ Knoten umgehen. Aber wenn du das kannst, ist es einer der besten Spots der Adria.
Wind: Maestral (NW) sideshore, 18-25 Knoten typisch Wasser: Tief, leichter Chop Untergrund: Kiesel am Strand Beste Zeit: Juni-September (Maestral-Saison) Level: Fortgeschrittene bis Experten
Kiteschulen und Stationen
- Kitesurf Station Pelješac – Große Station mit Verleih, Kurse, Storage. Equipment von Core und Duotone.
- Big Blue Sport Viganj – Langjährige Station, auch Windsurfen.
- Yellow House Kite Center – Beliebt bei der internationalen Community.
Praktisches
Unterkünfte direkt in Viganj (Apartments, kleine Hotels) oder in Orebić (10 km). Restaurants und Supermärkte vor Ort. Anreise: Dubrovnik (120 km) oder Split (140 km + Fähre).
Spot #3: Premantura/Kamenjak – Das Kap der Winde

Die Südspitze Istriens ist ein raues Kap: Felsen, Macchia, ein Naturpark ohne große Infrastruktur. Hier treffen verschiedene Winde aufeinander, und die Bedingungen wechseln schnell. Kamenjak ist nichts für Anfänger, aber für erfahrene Kiter ein Abenteuerspielplatz.
Die Spots
Am Kap gibt es mehrere Spots, abhängig von Windrichtung:
Školjera (Nordseite): Funktioniert bei Jugo (SE), flacheres Wasser, weniger exponiert.
Polje (Westseite): Der Hauptspot bei Maestral und Tramontana (N). Kleine Bucht mit Sandstrand, mäßig geschützt.
Debeljak (Südseite): Exponiert, nur bei stabilen Bedingungen. Wellen möglich.
Die Herausforderung: Du musst die Winddrehungen verstehen und den richtigen Spot wählen. Lokales Wissen hilft – frag in den Schulen oder bei anderen Kitern.
Wind: Variabel, Maestral/Jugo/Tramontana, 15-25+ Knoten Wasser: Je nach Spot flach bis wellig Untergrund: Felsen, Kies, stellenweise Sand Beste Zeit: Mai-Oktober (variable Winde) Level: Fortgeschrittene
Kiteschulen
- Kite School Premantura – Am Campingplatz Arena Stupice, Kurse und Verleih.
- Windsurfing Premantura – Auch Kite-Equipment und Kurse.
Praktisches
Camping Arena Stupice liegt direkt am Spot. Sonst Unterkünfte in Premantura-Dorf oder Pula (10 km). Eintritt in den Naturpark Kamenjak: ca. 10€/Auto.
Spot #4: Bol (Brač) – Zlatni Rat und Umgebung

Bol ist berühmt für Zlatni Rat, den fotogensten Strand Kroatiens. Die Landzunge aus weißem Kies ändert ihre Form je nach Wind und Strömung – ein geologisches Wunder. Für Kitesurfer ist die Gegend interessant, aber nicht perfekt.
Bedingungen
Der Maestral weht hier offshore bis sideoffshore – nicht ideal. Besser funktionieren die westlichen Strände bei Bol, wo der Wind sideshore ankommt. Bei Bura ist Bol problematisch (Wind kommt über die Berge, böig und kalt).
Bol ist kein primärer Kite-Spot, aber eine Option, wenn du sowieso auf der Insel bist. Die Infrastruktur für Wassersport ist gut, die Landschaft spektakulär.
Wind: Maestral sideoffshore, 12-20 Knoten Wasser: Flach bis leichter Chop Untergrund: Kies Beste Zeit: Juni-August (stabile Maestral-Tage) Level: Fortgeschrittene (wegen Windrichtung)
Praktisches
Fähre von Split nach Supetar, dann 40 km nach Bol. Alternativ Katamaran direkt nach Bol. Unterkünfte reichlich vorhanden, von Backpacker bis Luxushotel.
Spot #5: Neretva-Delta – Der Windkanal
Das Neretva-Delta an der Grenze zu Bosnien ist ein unterschätzter Spot. Der Fluss mündet hier in die Adria, und die flache Landschaft erzeugt einen natürlichen Windkanal. Der Maestral beschleunigt, die Bedingungen sind konstanter als an vielen anderen Spots.
Bedingungen
Das Kiten findet an der Flussmündung und den angrenzenden Stränden statt. Das Wasser ist eine Mischung aus Süß- und Salzwasser, flacher als am offenen Meer. Der Wind kommt sideshore bis sideonshore – gut für alle Levels.
Die Infrastruktur ist weniger entwickelt als in Nin oder Viganj. Es gibt keine großen Kite-Schulen, aber die Einheimischen kennen die besten Stellen. Ein Spot für Entdecker.
Wind: Maestral (NW) verstärkt, 15-25 Knoten Wasser: Flach bis mitteltief Untergrund: Sand, Schlamm Beste Zeit: Juni-September Level: Alle Levels (mit lokaler Kenntnis)
Praktisches
Anfahrt über Ploče oder Opuzen. Unterkünfte begrenzt – die meisten Kiter kommen als Tagesausflug von Makarska oder Split.
Spot #6: Pag – Die Wüsteninsel

Pag sieht aus wie eine andere Welt: karg, steinig, von der Bura abgeschliffen. Die Insel liegt im Windschatten des Velebit-Gebirges und bekommt trotzdem Wind – nur anders als der Rest der Küste.
Die Spots
Šimuni (Westküste): Geschützte Bucht, funktioniert bei Maestral. Flaches Wasser, Camping nebenan.
Mandre: Kleine Bucht südlich von Šimuni, ähnliche Bedingungen.
Zrće: Ja, der Party-Strand. Bei Nordwinden (Bura, Tramontana) kitebar, aber die Clubs stören die Atmosphäre.
Pag ist kein klassischer Kite-Hotspot, aber eine interessante Option, wenn du die Insel erkunden willst. Die Landschaft ist unwirklich, das Lamm (Pager Käse!) fantastisch.
Wind: Maestral (W-Küste), Bura (Achtung: böig!) Wasser: Flach in den Buchten Untergrund: Kies, Felsen Beste Zeit: Juni-September (Maestral) Level: Mittelstufe (Bura nur für Experten)
Spot #7: Savudrija – Istriens Nordspitze
An der Nordspitze Istriens, nahe der slowenischen Grenze, liegt Savudrija. Ein flacher, steiniger Küstenabschnitt mit guten Bedingungen bei Bura und Jugo.
Bedingungen
Savudrija funktioniert, wenn die Winde aus Ost oder Süd kommen – also genau dann, wenn die anderen istrischen Spots nicht funktionieren. Bei Maestral ist es hier windstill oder schwach.
Das Wasser ist flach, der Untergrund steinig (Schuhe empfohlen). Die Infrastruktur ist minimal, aber Umag ist nur wenige Kilometer entfernt.
Wind: Bura (NE), Jugo (SE), 15-30 Knoten Wasser: Flach Untergrund: Felsen, Steine Beste Zeit: Frühjahr und Herbst (Bura/Jugo-Saison) Level: Mittelstufe bis Fortgeschrittene
Spot #8: Bibinje – Bei Zadar
Bibinje liegt südlich von Zadar und bietet eine Alternative zu Nin. Der Spot ist weniger bekannt, die Lagune kleiner, aber die Bedingungen ähnlich gut.
Bedingungen
Flaches Wasser, Maestral sideshore, weniger Betrieb als in Nin. Perfekt für entspannte Sessions ohne Crowds.
Wind: Maestral (NW) sideshore, 12-20 Knoten Wasser: Flach Untergrund: Sand, Seegras Beste Zeit: Juni-September Level: Anfänger bis Mittelstufe
Spot #9: Korčula – Die grüne Insel
Korčula liegt gegenüber von Viganj und profitiert vom selben Windkanal. Die Nordküste der Insel hat mehrere Spots, die bei Maestral funktionieren.
Die Spots
Lumbarda: Am östlichen Ende der Insel, sandiger Strand, flaches Wasser. Gute Alternative zu Viganj, weniger überlaufen.
Račišće: Kleine Bucht an der Nordküste, funktioniert bei Maestral.
Wind: Maestral (NW) sideshore, 15-22 Knoten Wasser: Flach bis mitteltief Untergrund: Sand (Lumbarda), Kies (Rest) Beste Zeit: Juni-September Level: Alle Levels
Praktisches
Fähre von Orebić (Viganj-Gegend) nach Dominče, 15 Minuten. Oder Katamaran von Split nach Korčula-Stadt.
Spot #10: Medena/Trogir – Nahe Split
Für alle, die nahe Split bleiben wollen: Medena liegt an der Küste westlich von Trogir und bietet brauchbare Bedingungen bei Maestral.
Bedingungen
Der Spot ist exponierter als Nin, aber weniger anspruchsvoll als Viganj. Gute Option für Aufsteiger, die aus der Lagune rauswollen.
Wind: Maestral (NW) sideshore bis sideonshore, 12-22 Knoten Wasser: Flach bis mitteltief Untergrund: Kies, stellenweise Sand Beste Zeit: Juni-September Level: Mittelstufe
Praktisches
15 km von Trogir, 30 km vom Flughafen Split. Perfekt als Tagesspot, wenn du in Split oder Trogir wohnst.
Ausrüstung: Was du brauchst

Kites
Die Adria ist keine Big-Air-Destination. Mittelgroße Kites (9-12 m²) decken 90% der Tage ab. Pack einen kleinen (7-8 m²) für starke Bura-Tage ein, und einen großen (13-14 m²) für leichte Maestral-Nachmittage.
Empfohlene Größen:
| Körpergewicht | Leichtwind (12-16 kn) | Mittel (16-22 kn) | Starkwind (22+ kn) |
|---|---|---|---|
| 60-70 kg | 12-14 m² | 9-11 m² | 7-9 m² |
| 70-85 kg | 14-16 m² | 10-12 m² | 8-10 m² |
| 85-100 kg | 16+ m² | 12-14 m² | 9-11 m² |
Boards
Twin-Tips sind Standard. Für die flachen Lagunen (Nin, Bibinje) funktioniert alles. Für choppigere Spots (Viganj) helfen größere Boards mit mehr Volumen.
Neo
Im Hochsommer (Juli-August) reicht Lycra oder Shorty. Im Frühjahr und Herbst brauchst du 3/2mm, bei Bura-Sessions 4/3mm. Das Wasser ist wärmer als Nordsee, aber die Bura kühlt brutal.
Schuhe
Für Kieselstrände (Viganj, Kamenjak) sind Neoprenschuhe Pflicht. Für Sandspots optional.
Schulen und Kurse

Die meisten Schulen sind IKO-zertifiziert und bieten standardisierte Kurse:
| Kurs | Dauer | Preis | Inhalt |
|---|---|---|---|
| Schnupperkurs | 2-3 Std | 80-120€ | Kite steuern, Body-Drag |
| Anfängerkurs | 6-9 Std | 250-350€ | Wasserstart, erste Meter fahren |
| Aufbaukurs | 3-6 Std | 150-250€ | Höhe halten, Wenden |
| Privatstunde | 1 Std | 80-120€ | Individuell |
Equipment-Verleih: 50-80€/Tag für komplettes Set (Kite, Board, Trapez).
Die besten Schulen
Nin:
- Kite Adria Nin – www.kiteadria.com
- Kiteboarding Nin – www.kiteboardingnin.com
Viganj:
- Kitesurf Station Pelješac – www.kitesurf-station.com
- Big Blue Sport – www.big-blue-sport.hr
Istrien:
- Kite School Premantura – www.kiteschool-premantura.com
- Windsurf Bar Premantura – www.windsurfbar.com
Die beste Saison
Hochsaison: Juni-August
Maestral-Saison. Der thermische Wind weht fast täglich, die Temperaturen sind hoch (28-35°C), das Wasser warm. Hauptsaison bedeutet auch volle Spots und höhere Preise.
Vorteile: Zuverlässiger Wind, warmes Wasser, lange Tage Nachteile: Crowds, Hitze, höhere Preise
Nebensaison: Mai und September
Weniger konstant, aber immer noch gute Tage. Weniger Touristen, günstigere Unterkünfte, angenehme Temperaturen.
Vorteile: Weniger Betrieb, günstig, angenehmes Klima Nachteile: Unzuverlässigerer Wind
Wintersaison: Oktober-April
Bura-Zeit. Nur für Erfahrene, nur an ausgewählten Spots, nur mit der richtigen Ausrüstung. Aber wenn die Bura weht und du bereit bist, sind die Sessions episch.
Vorteile: Leere Spots, starker Wind, klare Luft Nachteile: Kalt, böig, unberechenbar
Praktisches
Anreise
Flughäfen:
- Zadar (für Nin, Bibinje)
- Split (für Viganj, Bol, Medena)
- Dubrovnik (für Viganj über Pelješac)
- Pula (für Istrien-Spots)
Die meisten Airlines transportieren Kite-Equipment als Sportgepäck. Preise variieren: 30-80€ pro Strecke. Kompaktboards und Reisebags helfen.
Mit dem Auto
Von München nach Zadar: ca. 650 km, 6-7 Stunden. Mautkosten Kroatien: ca. 30€ für die Strecke Zagreb-Zadar.
Wer Equipment mitbringt, fährt besser mit dem Auto – flexibler bei der Spot-Wahl, keine Gepäckprobleme.
Unterkünfte
Die meisten Kiter wohnen in Apartments nahe den Spots. Booking.com und Airbnb haben reichlich Auswahl. In der Hochsaison früh buchen – besonders in Viganj und Nin.
Budget: 30-50€/Nacht (Apartment für 2) Mittelklasse: 50-100€/Nacht Komfort: 100-150€/Nacht
Wind-Vorhersage
Die besten Apps und Websites:
- Windy.com – Detaillierte Karten, verschiedene Modelle
- Windguru.cz – Klassiker unter Kitern, Spotvorhersagen
- Windfinder – Echtzeit-Stationen und Vorhersage
- Yr.no – Norwegischer Dienst, sehr genau
Tipp: Schau dir mehrere Modelle an. Die Adria ist komplex – thermische Effekte und lokale Winde werden nicht von allen Modellen erfasst.
Kombinationen: Kiten + mehr
Wer nicht jeden Tag auf dem Wasser sein will (oder wenn der Wind pausiert), hat Optionen:
Von Nin aus: Zadar ist 15 Minuten entfernt – Meeresorgel, Altstadt, Restaurants. Der Nationalpark Paklenica (Klettern, Wandern) ist eine Stunde nördlich.
Von Viganj aus: Die Pelješac-Halbinsel ist Weinland. Dingač und Postup sind zwei der besten Rotweine Kroatiens. Orebić hat schöne Strände, Korčula ist per Fähre in 15 Minuten erreichbar.
Wer die Gegend zwischen den Sessions erkunden will, findet auf ridescouts eine 33-km-Radtour von Ston nach Orebić – vorbei an Weinbergen, der berühmten Stadtmauer und den Austernfarmen von Mali Ston.
Von Istrien aus: Die Halbinsel ist voller Sehenswürdigkeiten: Pula mit seinem römischen Amphitheater, die Hügeldörfer des Hinterlandes (Motovun, Grožnjan), Rovinj als malerischste Stadt der Küste.
Das Wichtigste
Kroatien ist kein Tarifa. Kein Ägypten. Keine Karibik. Aber es ist eine verdammt gute Option für Kitesurfer, die mehr wollen als nur Wind: mediterrane Kultur, exzellentes Essen, spektakuläre Landschaften, und eine Szene, die wächst, ohne überlaufen zu sein.
Die Spots haben Charakter. Nin ist die sanfte Lagune für Einsteiger und Familien. Viganj ist das Mekka für Fortgeschrittene. Kamenjak ist der wilde Spielplatz für Abenteurer. Dazwischen liegen Dutzende kleinere Spots, die darauf warten, entdeckt zu werden.
Die beste Strategie: Kombiniere zwei oder drei Spots in einem Trip. Starte in Nin, um warm zu werden. Fahre nach Viganj, um dich zu fordern. Beende in Istrien mit ein paar entspannten Sessions und noch entspannteren Trüffel-Abendessen.
Pack den Kite ein. Die Adria wartet.
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