Rovinj Sehenswürdigkeiten: Die 15 Highlights der Perle Istriens (2026)
Inhalt
Rovinj ist die Schönste. Punkt. Während Poreč praktisch ist und Pula historisch, ist Rovinj einfach nur wunderschön. Die Altstadt auf der Halbinsel, der Kirchturm als Wahrzeichen, die bunten Häuser am Wasser – das ist Istrien, wie man es sich erträumt.

Die Altstadt: Labyrinth auf der Halbinsel
Die gesamte Altstadt ist die Hauptsehenswürdigkeit. Keine einzelnen Gebäude, sondern das Gesamtkunstwerk: Enge Gassen, die ans Wasser führen. Wäscheleinen zwischen den Häusern. Fischer, die ihre Netze flicken.
Die Grisia
Die Hauptgasse der Altstadt, die vom Hafen zur Kirche führt. Im August: Kunstfestival, bei dem die gesamte Straße zur Galerie wird. Den Rest des Jahres: Galerien, Cafés, Souvenirs.

Tipp: Früh morgens oder spät abends durch die Grisia – tagsüber ist sie überlaufen.
Sv. Eufemija (Kirche der Heiligen Euphemia)
Die Kirche auf dem Hügel mit dem markanten Kirchturm. Von weitem sieht man ihn, von oben blickt man über die gesamte Stadt und die Inseln.
Eckdaten:
- Höhe Kirchturm: 61 Meter (besteigbar!)
- Eintritt: Ca. 20 Kuna für den Turm
- Beste Zeit: Morgens (Sonne im Osten)
- Tipp: Bei Wind kann der Turm geschlossen sein
Balbi-Bogen
Der barocke Bogen aus dem 17. Jahrhundert markiert den Eingang zur Altstadt und ist eines der meistfotografierten Motive Rovinjs. Über dem Bogen thront der venezianische Löwe, Symbol der 500-jährigen Herrschaft der Serenissima über Istrien. Ursprünglich stand hier ein Stadttor, das zur Verteidigung diente – heute ist es das Tor in eine andere Zeit. Die beste Perspektive für Fotos: Vom Platz aus, mit Blick nach oben auf den Löwen und die alten Wappen.
Die Wasserfront
Die Häuser der Altstadt stehen direkt am Wasser, manche mit Balkonen über dem Meer, andere mit Steintreppen, die ins türkise Wasser führen. Bei Flut oder Sturm schwappt das Adriawasser gegen die jahrhundertealten Mauern – ein Spektakel, das am besten von den Cafés am Hafen beobachtet wird. Die Wasserfront ist kein Strand, sondern Lebensraum: Fischer vertäuen ihre Boote, Kinder springen von den Felsen, Einheimische baden zwischen den Häusern.

Fototipp: Die Westseite der Altstadt für Sonnenuntergang, die Ostseite für Sonnenaufgang.
Zlatni Rt: Der Waldpark
Südlich der Altstadt erstreckt sich der Waldpark Zlatni Rt (Goldenes Kap). Pinien, Zypressen, Steinwege – und Badebuchten zwischen den Felsen.
Lone Bay
Die bekannteste Bucht im Waldpark zieht Sonnenanbeter und Schwimmer gleichermaßen an. Das Design-Hotel Lone prägt die Kulisse, aber der Strand ist öffentlich zugänglich. Kiesstrand, kristallklares Wasser und eine Beach-Bar mit Lounge-Musik schaffen eine entspannte Atmosphäre, die eher an Ibiza erinnert als an traditionelles Kroatien. In der Hochsaison wird es voll – wer Ruhe sucht, kommt früh morgens oder weicht auf die Nachbarbuchten aus.
Monte Mulini Buchten
Unterhalb des gleichnamigen Fünf-Sterne-Hotels verstecken sich mehrere kleine Felsenbuchten, die weniger überlaufen sind als Lone Bay. Der Zugang erfolgt über Waldwege, Betonplattformen führen ins Wasser. Die Buchten sind ideal für Schnorchler – Seeigel und kleine Fische bevölkern die Felsformationen unter Wasser.
Skulpturengarten
Zwischen den alten Pinien und Zypressen des Parks verstecken sich Skulpturen zeitgenössischer Künstler. Die Open-Air-Galerie ist kostenlos zugänglich und wird von den meisten Besuchern übersehen, die zum Strand eilen. Wer langsamer geht, entdeckt abstrakte Formen zwischen den Bäumen, Bronzefiguren am Wegesrand und Installationen, die sich in die Natur einfügen.

Praktisches:
- Anfahrt: Zu Fuß (20 Min vom Zentrum) oder Fahrrad
- Parken: Am Parkeingang (kostenpflichtig)
- Tipp: Per Rad durch den Park bis nach Bale
Rovinj Archipel: Die vorgelagerten Inseln
14 Inseln liegen vor Rovinj. Die meisten sind winzig, einige sind mit Boot erreichbar.
Sveta Katarina
Die nächste Insel, per Taxiboot erreichbar (5 Minuten). Hotel, Restaurant, Strände – aber auch zugänglich für Tagesbesucher.
Crveni Otok (Rote Insel)
Die größere Nachbarinsel. Eigentlich zwei Inseln (Sveti Andrija und Maškin), verbunden durch einen Damm. Resort-Atmosphäre, aber öffentlich zugängliche Buchten.
Taxiboot:
- Ab Hafen Rovinj
- Preis: Ca. 40 Kuna (5 €) retour
- Frequenz: Alle 30-60 Minuten im Sommer
Kulinarik und Märkte
Rovinj ist teuer, aber gut. Die besten Restaurants Istriens sind hier.
Markt am Valdibora-Platz
Jeden Morgen: Fisch, Gemüse, Obst, Käse. Die Einheimischen kaufen hier ein – ein gutes Zeichen.

Restaurants mit Aussicht
- Puntulina: Direkt am Wasser, Fischgerichte, romantisch
- Monte: Im Hafen, modern istrisch, Sterneniveau
- La Puntelina: Felsen-Restaurant, Meeresfrüchte
Weingüter in der Umgebung
Rovinjs Hinterland ist Weinland. Malvasia und Teran wachsen hier.
Die Istrische Weinberge Route verbindet die besten Weingüter per Rad.
Praktische Tipps
Parken
Rovinj hat ein Parkproblem. Im Sommer ist es brutal.
Optionen:
- P1 (Valdibora): Nähe Altstadt, teuer
- P2/P3: Weiter weg, günstiger
- Zlatni Rt: Am Waldpark, für Strandbesucher
Preise: 10-30 Kuna/Stunde je nach Zone und Saison
Tipp: Auto außerhalb parken (z.B. in Bale) und mit Rad kommen.
Beste Reisezeit
Mai-Juni: Perfekt. Warm, nicht überlaufen. Juli-August: Heiß und voll. Preise am höchsten. September: Ideal. Noch warm, weniger Touristen.
Tagesausflüge
Von Rovinj aus erreichbar:
- Pula (40 Min): Arena, römische Geschichte
- Motovun (45 Min): Trüffel, Hügeldorf
- Poreč (30 Min): Euphrasius-Basilika
- Brijuni (Bootstour): Nationalpark, Safari
Mein Fazit
Rovinj ist nicht billig und nicht unentdeckt. Aber es ist schön – und diese Schönheit rechtfertigt den Rummel. Die Altstadt am Morgen, wenn die Fischer zurückkommen. Der Waldpark am Nachmittag, mit Pinienduft und Meeresrauschen. Der Sonnenuntergang von der Westseite der Halbinsel. Das ist Rovinj.
Ein Tag ist zu wenig, eine Woche ist perfekt. Nutze Rovinj als Basis, erkunde das Hinterland, komme abends zurück für Fisch und Wein – so geht Istrien.