Makarska Riviera: Dalmatiens spektakulärste Küste unter dem Biokovo 2026
- Redaktionsteam
- Regionen , Reisetipps , Strände
- 07 Mar, 2026
Inhalt
Die Makarska Riviera ist kein Geheimtipp mehr – aber sie hat etwas, das keine andere kroatische Küste bietet: das Biokovo-Gebirge, das wie eine Wand direkt hinter den Stränden aufragt. 1762 Meter Kalkstein, die morgens golden leuchten und abends in Rosa übergehen. Davor: 60 Kilometer weiße Kiesstrände, türkises Wasser, Pinienwälder.
Von Brela im Norden bis Gradac im Süden reihen sich Küstenorte aneinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Makarska selbst ist lebhaft und urban. Brela ist ruhig und naturbelassen. Tučepi elegant und familienorientiert. Gradac entspannt und authentisch. Alle haben eines gemeinsam: diese unglaubliche Berg-Meer-Kombination.

Makarska – Das Herz der Riviera
Makarska ist mit 15.000 Einwohnern die größte Stadt der Riviera und ihr touristisches Zentrum. Die Promenade ist legendär – fast zwei Kilometer Uferweg mit Palmen, Cafés, Restaurants und dem besten Blick auf die Halbinsel Sveti Petar.
Die Altstadt hinter der Promenade ist überraschend charmant. Der Kačić-Platz mit seiner barocken Kirche und dem Brunnen aus dem 18. Jahrhundert ist das Wohnzimmer der Stadt. Abends füllen sich die Terrassen, Kinder spielen zwischen den Tischen, Einheimische und Touristen mischen sich.
Strände in Makarska
Der Hauptstrand erstreckt sich westlich des Zentrums – feiner Kies, flaches Wasser, volle Infrastruktur. Im Sommer voll, aber trotzdem familienfreundlich.
Nugal ist das Gegenteil: eine wilde Bucht zwischen Felsen, nur zu Fuß erreichbar (15 Minuten vom Stadtstrand). Offiziell FKK, inoffiziell für alle, die Ruhe suchen. Der Weg ist steil, aber das Wasser ist das klarste der gesamten Riviera.
Das Franziskanerkloster
Das Kloster Sveti Marko auf der Halbinsel beherbergt ein erstaunliches Muschelmuseum – eine der größten Sammlungen weltweit, kuratiert von einem Mönch, der sein Leben den Meeresschnecken gewidmet hat. Skurril, aber überraschend faszinierend.
Brela – Der schönste Strand Kroatiens?
Brela liegt 15 km nördlich von Makarska und ist berühmt für Punta Rata – einen Strand, der regelmäßig in “Beste Strände Europas”-Listen auftaucht. Weißer Kies, türkises Wasser, Pinienbäume, die bis ans Ufer reichen, und der ikonische Kamen Brela – ein Felsen im Wasser, der zum Symbol der gesamten Riviera geworden ist.

Brela ist kleiner und ruhiger als Makarska. Keine lauten Clubs, keine Partymeile. Stattdessen: Spaziergänge unter Pinien, Abendessen mit Meerblick, früh schlafen. Der Ort zieht Familien und Paare an, die Entspannung suchen – keine Rucksacktouristen auf Durchreise.
Die gesamte Küste von Brela ist ein einziger Strand – sechs Kilometer Kies und Felsen, unterbrochen von kleinen Buchten. Auch an Hochsommertagen findet man mit etwas Wandern ruhige Plätze.
Radtipp: Wer die Küste aktiv erkunden will, kann die Verstecktes Hinterland Tour starten – 68 km von Brela nach Split durch das Hinterland, mit Ausblicken auf die Riviera von oben. Die Route führt weg vom Küstentourismus in Dörfer, die noch wie vor 50 Jahren aussehen.
Baška Voda – Der ruhige Nachbar
Nur drei Kilometer südlich von Brela liegt Baška Voda, und trotzdem kennt den Ort kaum jemand außerhalb Kroatiens. Das ist sein größter Vorteil. Die Strände stehen Brela in nichts nach – derselbe weiße Kies, dasselbe absurd klare Wasser –, aber die Liegen sind nie so voll wie am berühmten Punta Rata. Baška Voda hat sich in den letzten Jahren still zu einem der besten Familienorte an der gesamten Riviera entwickelt, ohne dabei den Charme eines dalmatinischen Küstendorfs zu verlieren.
Die Uferpromenade verbindet den östlichen Strand Nikolina mit dem westlichen Strand Podluka auf knapp zwei Kilometern – gesäumt von Tamarisken, Eisdielen und kleinen Restaurants, in denen die Kellner noch Zeit für ein Gespräch haben. Abends verwandelt sich die Promenade in das Wohnzimmer des Ortes: Familien schlendern, Kinder fahren Roller, aus den Konobas duftet es nach gegrilltem Fisch. Anders als in Makarska fehlt hier der Trubel der Clubs und Bars – wer um 23 Uhr noch unterwegs ist, hat die Straßen fast für sich.
Für Familien mit kleinen Kindern ist der flache Einstieg am Strand Nikolina ideal. Es gibt Duschen, Umkleiden und einen kleinen Spielplatz direkt an der Promenade. Wer mit dem Auto anreist, findet in Baška Voda deutlich einfacher Parkplätze als in den größeren Nachbarorten – ein nicht zu unterschätzender Vorteil im Juli und August. Die Apartments sind in der Regel günstiger als in Brela, und die Auswahl an Ferienwohnungen mit Meerblick ist überraschend groß.
Tučepi – Eleganz unter Palmen
Tučepi liegt zwischen Makarska und Brela und hat sich als gehobenes Familienziel etabliert. Der Strand ist vier Kilometer lang, durchgehend mit Pinien gesäumt, und wird von mehreren Hotels der Bluesun-Gruppe flankiert.
Der Ort selbst ist zweigeteilt: Kraj ist das historische Dorf am Berghang mit Steinhäusern und alten Kirchen. Seline ist das moderne Strandviertel mit Hotels und Apartments. Beide haben Charme, auf unterschiedliche Weise.
Tučepi für Familien:
- Flacher Einstieg ins Wasser
- Mehrere kindergerechte Strandabschnitte
- Mini-Aquapark am Hauptstrand
- Familiäre Hotelstruktur
Gradac – Authentisches Dalmatien
Am südlichen Ende der Riviera liegt Gradac – und je weiter man von Makarska wegfährt, desto ruhiger wird es. Gradac hat den längsten Strand der Riviera (über 6 km), aber weniger Infrastruktur als die Orte im Norden.

Hier übernachten vor allem kroatische Familien und Rückkehrer, die seit Jahrzehnten kommen. Die Atmosphäre ist authentischer, die Preise günstiger, das Tempo langsamer. Wer Makarska zu hektisch findet, ist in Gradac richtig.
Der Gornja Vala Strand im Süden ist besonders empfehlenswert: naturbelassen, mit Blick auf die Pelješac-Halbinsel.
Die Strände im Detail
Die Makarska Riviera hat Dutzende Strände, aber einige stechen heraus. Hier die wichtigsten – mit allem, was man vor Ort wissen muss.
Punta Rata (Brela)
Der berühmteste Strand der Riviera und einer der meistfotografierten Kroatiens. Weißer Kies, Pinien bis zur Wasserkante, und der ikonische Felsen Kamen Brela, der aus dem türkisen Wasser ragt. Punta Rata hat seinen Ruf verdient, aber genau das ist auch sein Problem: Im Juli und August wird es eng. Wer den Strand in Ruhe genießen will, sollte vor 9 Uhr morgens da sein oder ab 17 Uhr kommen, wenn die Tagesbesucher abreisen. Parkplätze gibt es am Ortseingang von Brela (ca. 8 €/Tag im Sommer), von dort sind es 10 Minuten zu Fuß. Duschen und Umkleiden sind vorhanden, Liegestühle kosten ca. 15 € pro Set. Direkt am Strand gibt es einen kleinen Kiosk für Getränke und Snacks.
Berulija (Brela)
Wer Punta Rata zu voll findet, geht einfach 500 Meter weiter nach Südosten. Der Strand Berulija ist genauso schön, aber weniger bekannt – er taucht seltener auf Instagram auf, und das merkt man. Die Bucht ist etwas schmaler, dafür von alten Pinien beschattet, die natürlichen Sonnenschutz bieten. Besonders für Familien mit kleinen Kindern ist das ein Vorteil: kein Sonnenschirm nötig, zumindest nicht am Vormittag. Infrastruktur gibt es wenig – ein Beach-Café, keine Liegestühle zum Mieten. Dafür hat man Platz. Die Parkplatzsituation ist dieselbe wie bei Punta Rata; von den zentralen Parkplätzen erreicht man Berulija sogar etwas schneller.
Nugal (Makarska)

Nugal ist der wildeste Strand der Riviera – und einer der spektakulärsten an der gesamten Adria. Eingeklemmt zwischen hohen Felsklippen, nur über einen steilen Waldpfad erreichbar, fühlt sich Nugal an wie das Ende der Welt. Der Zugang beginnt östlich des Stadtstrands von Makarska am Hotel Park und dauert etwa 15-20 Minuten bergab durch Pinienwald. Festes Schuhwerk ist empfehlenswert, Flip-Flops auf dem Rückweg bergauf eine schlechte Idee. Nugal ist offiziell ein FKK-Strand, in der Praxis teilen sich Bekleidete und Unbekleidete den schmalen Kiesstreifen ohne Probleme. Es gibt keinerlei Infrastruktur – kein Café, keine Toiletten, kein Schatten außer den Felsen. Wasser und Proviant müssen mitgebracht werden. Genau das macht den Reiz aus: Nugal ist einer der letzten unverbauten Strände Dalmatiens.
Drvenik
Drvenik liegt 25 km südlich von Makarska und ist vor allem als Fährhafen nach Hvar bekannt. Weniger bekannt ist, dass der Ort einen der schönsten Strände der südlichen Riviera hat: Vira Beach, eine langgezogene Kiesbucht mit Blick auf die Inseln Hvar und Šćedro. Der Strand ist selten überfüllt, selbst im August findet man Platz. Parkplätze gibt es direkt am Hafen (kostenlos oder günstig), und die Restaurants an der Hafenpromenade bieten frischen Fisch zu Preisen, die man in Makarska nicht mehr findet. Für Tagesausflügler von der Riviera ist Drvenik ein perfektes Ziel: morgens schwimmen, mittags Fisch essen, nachmittags die Fähre nach Sućuraj auf Hvar nehmen – oder einfach bleiben.
Naturpark Biokovo – Der Berg über dem Meer
Das Biokovo-Gebirge ist mehr als Kulisse. Der Naturpark erstreckt sich über 196 km² und bietet Wanderungen von leicht bis extrem. Der höchste Gipfel, Sveti Jure (1762 m), ist mit dem Auto erreichbar – eine abenteuerliche Serpentinenstraße führt fast bis zur Spitze.

Der Biokovo Skywalk
Seit 2020 gibt es den Skywalk – eine gläserne Aussichtsplattform auf 1228 m Höhe, die 11 Meter über den Abgrund ragt. Bei klarer Sicht reicht der Blick bis Italien. Die Plattform ist spektakulär, aber auch die Fahrt dorthin ist ein Erlebnis: 23 km Serpentinen, Haarnadelkurven, Steinböcke am Straßenrand.
Eintritt: Ca. 15 € (Park + Skywalk) Öffnungszeiten: Im Sommer 6-20 Uhr (früh kommen – Kontingent limitiert)
Wanderungen im Biokovo
- Sveti Jure: Der Gipfel, erreichbar per Auto oder zu Fuß (anspruchsvoll, 6-8 Stunden)
- Vošac: Von Makarska aus (4-5 Stunden hin und zurück), fantastische Aussicht
- Kotišina – Staza: Botanischer Lehrpfad, leicht, 2 Stunden
Wichtig: Im Sommer Wasser mitnehmen – es gibt auf dem Berg keine Quellen. Und Sonnenschutz: Die Sonne auf 1500 m ist intensiver als am Strand.
Aktivitäten
Rafting auf der Cetina
Der Fluss Cetina liegt nur 30 Minuten nördlich bei Omiš und bietet das beste Rafting Dalmatiens. Die 10 km lange Tour führt durch Schluchten, vorbei an Wasserfällen – perfekter Kontrast zum Strandtag.
Anbieter: Mehrere in Omiš, Preise ab 35 €/Person Kombination: Morgens Rafting, nachmittags Strand in Brela
Tauchen
Die Unterwasserwelt vor der Makarska Riviera ist überraschend reichhaltig. Mehrere Tauchbasen bieten Kurse und Ausfahrten an. Highlights: Höhlen bei Brela, das Wrack der Teti, Steilwände unter den Klippen.
Kajak und SUP
Alle größeren Orte haben Kajakverleih. Besonders empfehlenswert: die Küste bei Nugal erkunden, wo Felsen und versteckte Buchten nur vom Wasser aus zugänglich sind.
Essen & Trinken
Die Küche der Makarska Riviera ist klassisch dalmatinisch mit Meeresfrüchte-Fokus. Fisch, Muscheln, Tintenfisch – alles frisch aus dem Wasser. Dazu Olivenöl aus dem Hinterland und Wein von den Hängen.
Restaurant-Empfehlungen
Riva (Makarska) – Direkt an der Promenade, gehobene dalmatinische Küche. Teuer, aber die Qualität stimmt. Reservierung im Sommer Pflicht.
Konoba Stina (Brela) – Versteckt in den Gassen, keine Meerblick-Preise. Gegrillter Fisch, hausgemachte Pasta, lokaler Wein. Familiär.
Konoba Ramona (Tučepi) – Legendär für Peka (Lamm oder Oktopus unter der Glocke). Vorbestellung erforderlich, aber das Warten lohnt sich.
Bakus (Makarska) – Weinbar mit kleiner Speisekarte. Perfekt für Käse, Schinken und einen guten Tropfen zum Sonnenuntergang.
Jeny (Makarska) – Etwas abseits der Promenade in einer Seitengasse versteckt, serviert Jeny einige der besten Pizzen an der Riviera. Dünn, knusprig, mit lokalen Zutaten belegt. Die Preise sind fair, die Portionen großzügig, und im Gegensatz zu den Promenade-Restaurants bekommt man auch im August ohne Reservierung einen Tisch – zumindest vor 20 Uhr.
Konoba Kalalarga (Baška Voda) – Ein Familienbetrieb in dritter Generation, der genau das kocht, was die Großmutter schon gemacht hat. Das Lamm vom Spieß kommt mit handgemachtem Brot und Gemüse aus dem eigenen Garten. Keine Speisekarte mit 40 Gerichten, sondern vier oder fünf Optionen, die dafür alle stimmen. Im Sommer sitzt man unter einem Weinlauben-Dach im Innenhof.
Konoba Didov Podrum (Gradac) – Wer bis nach Gradac fährt, wird mit Preisen belohnt, die 30-40 % unter dem Makarska-Niveau liegen. Das Didov Podrum ist eine klassische dalmatinische Konoba mit Steinwänden, Holztischen und einer Speisekarte, die sich nach dem richtet, was Fischer und Bauern am Morgen gebracht haben.
Konoba-Kultur an der Riviera
Wer nur in den Restaurants an der Promenade isst, verpasst die Seele der dalmatinischen Küche. Die Konobas – traditionelle Gasthäuser – liegen oft abseits der Küste, in den Dörfern am Berghang oder an Nebenstraßen, die kein Tourist zufällig findet. Sie kochen langsamer, verwenden Zutaten aus der Nachbarschaft, und die Rechnung fällt regelmäßig niedriger aus als erwartet. Das Wort “Konoba” bedeutet ursprünglich Keller – viele dieser Lokale befinden sich tatsächlich in alten Steinkellern, die im Sommer angenehm kühl bleiben. Ein guter Indikator für Qualität: Wenn die Speisekarte handgeschrieben ist und maximal eine Seite lang, bist du wahrscheinlich richtig.
Was probieren?
- Brudet – Fischeintopf mit Polenta
- Pašticada – Geschmortes Rindfleisch, dalmatinischer Klassiker
- Peka – Im Topf unter Glut gegart (Lamm, Kalb oder Oktopus)
- Rožata – Dalmatinischer Flan, der Crème Brûlée Konkurrenz macht
Tagesausflüge von der Makarska Riviera
Die Riviera ist ein hervorragender Ausgangspunkt für Ausflüge, die über Strand und Biokovo hinausgehen. Vier Ziele lohnen sich besonders.
Hvar mit dem Katamaran
Von Makarska und Drvenik fahren im Sommer täglich Katamarane nach Hvar Stadt und Stari Grad. Die Überfahrt dauert je nach Verbindung 45 bis 90 Minuten. Hvar Stadt ist glamourös, teuer und im Juli vollgestopft – trotzdem sehenswert, zumindest für einen Tag. Die Festung Fortica überblickt den Hafen und die Pakleni-Inseln, der Hauptplatz ist einer der größten und schönsten in ganz Dalmatien. Wer es ruhiger will, nimmt die Fähre nach Stari Grad und erkundet die UNESCO-geschützte Stari Grad Plain – ein Mosaik aus Weinbergen und Lavendelfeldern, das seit 2400 Jahren bewirtschaftet wird. Tickets für den Katamaran kosten ca. 12-18 € pro Strecke und sollten im Sommer unbedingt vorab online bei Jadrolinija oder Krilo gebucht werden.
Brač und Bol
Die Insel Brač ist von Makarska aus am schnellsten über Sumartin erreichbar – die Fähre von Makarska nach Sumartin fährt mehrmals täglich (30 Minuten). Von dort sind es 40 Minuten mit dem Auto nach Bol, wo der berühmte Strand Zlatni Rat wartet. Die Landzunge aus weißem Kies, die je nach Wind und Strömung ihre Form verändert, gehört zu den meistfotografierten Stränden Europas. Bol selbst ist ein angenehmer kleiner Ort mit guten Restaurants und der Möglichkeit, den Gipfel Vidova Gora (778 m) zu besteigen – der höchste Punkt aller kroatischen Inseln, mit einem Blick hinunter auf Zlatni Rat, der das Wandern wert ist.
Omiš und Cetina-Rafting
Omiš liegt nur 30 km nördlich und verbindet mittelalterliche Geschichte mit Abenteuer. Die Stadt klebt an der Mündung der Cetina-Schlucht, überragt von der Piratenfestung Mirabella, die man in 15 Minuten erklimmt. Das eigentliche Highlight ist die Cetina selbst: Rafting durch die Schlucht (ab 35 €, 3-4 Stunden inkl. Transfer), Zip-Line über den Canyon (150 m Höhe, 8 Seilrutschen) oder eine ruhigere Kajaktour flussaufwärts. Man kann morgens von der Riviera aufbrechen, vormittags die Schlucht erleben und nachmittags zurück am Strand liegen – die perfekte Kombination für Tage, an denen nur Baden zu wenig ist.
Mostar (Bosnien und Herzegowina)
Der Ausflug nach Mostar ist von Gradac oder dem südlichen Teil der Riviera aus überraschend kurz – etwa 2 Stunden über Ploče und die Grenze bei Metković. Die osmanische Altstadt mit der wiederaufgebauten Stari Most (Alten Brücke) ist ein UNESCO-Weltkulturerbe und fühlt sich an wie eine andere Welt: Minarette statt Glockentürme, türkischer Kaffee statt Espresso, Kupferschmiede statt Souvenirshops. Man braucht einen Reisepass (Bosnien ist nicht in der EU), und der Grenzübertritt kann im Sommer 20-30 Minuten dauern. Trotzdem: Mostar ist einer der eindrucksvollsten Tagesausflüge, die man von der dalmatinischen Küste aus machen kann. Organisierte Touren ab Makarska gibt es für ca. 45-55 € pro Person.
Praktische Infos
Anreise
Mit dem Auto:
- Von Split: 65 km (ca. 1 Stunde über die Küstenstraße)
- Von Dubrovnik: 160 km (ca. 2,5 Stunden)
- Von Zagreb: 450 km (ca. 4,5 Stunden über A1)
Die Autobahn A1 endet bei Ploče, südlich der Riviera. Die Anfahrt führt über die legendäre Küstenstraße (Jadranska Magistrala) – spektakulär, aber kurvig.
Fähre: Von Split-Strandterminal fahren im Sommer Katamarane nach Makarska.
Flughafen: Split (75 km). Transfer ca. 45 €.
Parken
Im Sommer das größte Problem. In Makarska gibt es mehrere öffentliche Parkplätze (kostenpflichtig), aber sie füllen sich früh. Hotels haben oft eigene Plätze. In Brela ist es einfacher – das Dorf ist kleiner.
Unterkunft
Hotels:
- Bluesun Hotel Berulia (Brela) – Direkt am Strand, Pools, renoviert
- Hotel Meteor (Makarska) – Großes Haus, gute Lage an der Promenade
- TUI Blue Makarska – All-Inclusive für Familien
Apartments: Die Mehrheit der Gäste bucht über Booking.com. Preise ab 60 €/Nacht für Zwei, im August deutlich höher.
Beste Reisezeit
- Juni + September: Perfekt. Warm, sonnig, weniger voll.
- Juli + August: Hochsaison. 30°C+, alle Strände voll, aber das Meer ist am wärmsten.
- Mai + Oktober: Ruhig, aber Wassertemperatur kann kühl sein (18-22°C).
- Winter: Die meisten Hotels und Restaurants schließen November bis März.
Makarska vs. andere Rivieren
Makarska vs. Omiš: Omiš hat den Cetina-Fluss und mehr Abenteuer (Rafting, Zip-Line), aber kleinere Strände. Makarska hat die besseren Strände, Omiš die besseren Aktivitäten.
Makarska vs. Split: Split ist Stadt, Makarska ist Strand. Für Strandurlaub: Makarska. Für Kultur + Strand: Split als Basis, Tagesausflüge zur Riviera.
Makarska vs. Dubrovnik-Riviera: Makarska hat spektakulärere Landschaft (Biokovo!), die Dubrovnik-Gegend hat mehr Geschichte und Insel-Hopping.
Was bleibt
Die Makarska Riviera verdient ihren Ruf – die Kombination aus weißen Stränden und dem Biokovo-Massiv ist in Europa einzigartig. Der Tourismus ist präsent, aber nicht erdrückend. Zwischen Brela (für Ruhe), Makarska (für Lebhaftigkeit) und Gradac (für Authentizität) findet jeder seinen Ort.
Eine Woche ist ideal: zwei Tage Strand, ein Tag Biokovo, ein Tag Rafting, ein Tag Insel-Ausflug, Rest nach Gefühl. Wer nur durchfährt auf dem Weg nach Dubrovnik, verpasst einen der schönsten Küstenabschnitte des Mittelmeers.
Mehr Dalmatien: Split Sehenswürdigkeiten | Beste Strände Kroatien | Omiš Rafting