10 beste Tagesausflüge ab Split: Inseln, Parks und versteckte Orte (2026)
- Redaktionsteam
- Reisetipps , Dalmatien
- 08 Mar, 2026
Inhalt
Split ist der perfekte Ausgangspunkt. Nicht weil die Stadt selbst nicht genug bietet — das tut sie, und wie — sondern weil innerhalb von anderthalb Stunden ein halbes Dutzend Welten erreichbar sind. Türkise Inseln, tosende Wasserfälle, mittelalterliche Festungen, römische Ruinen im Feld, ein Berg mit Panorama über die gesamte dalmatinische Küste. Wer eine Woche in Split bleibt, hat jeden Tag eine andere Richtung.
Das Gute: Fast alles funktioniert ohne Mietwagen. Katamarane, Busse, sogar organisierte Touren sind günstig und zuverlässig. Das Schlechte: Im Juli und August will jeder dasselbe. Fähren sind ausgebucht, Parkplätze voll, Nationalparks überlaufen. Wer flexibel ist, weicht auf Juni oder September aus — oder startet einfach früher als alle anderen.
Hvar: Glamour und Lavendel in einem Tag

Hvar ist die Insel, die jeder kennt — und trotzdem unterschätzt. Die meisten Tagesausflügler sehen nur die Promenade, die Cocktailbars und die Yachten im Hafen. Was sie verpassen: die venezianische Festung hoch über der Stadt, die leeren Gassen hinter der Kathedrale, den Blick von der Spanjola-Festung auf die Pakleni-Inseln bei Sonnenuntergang. Ein halber Tag reicht für einen Eindruck. Für das ganze Bild nicht.
So kommst du hin: Der schnellste Weg ist der Krilo-Katamaran von Splits Hafenterminal direkt nach Hvar Stadt — etwa eine Stunde Fahrzeit. Im Sommer 2026 fahren vier bis fünf Verbindungen täglich, die früheste gegen 7:30 Uhr. Tickets kosten zwischen 10 und 15 Euro pro Person, je nach Betreiber (Krilo, Jadrolinija, TP Line). Buchung vorab ist im Juli und August Pflicht, sonst stehst du am Hafen und schaust dem Boot hinterher. Alles Wichtige zur Buchung steht in unserem Fähre Split-Hvar Guide.
Halbtages-Programm: Vom Hafen die Stufen hoch zur Fortica (Spanjola-Festung) — 20 Minuten Aufstieg, schweißtreibend, aber der Blick auf die vorgelagerten Inseln und die Stadt zu Füßen entschädigt für alles. Danach durch die Gassen der Altstadt schlendern, in der Kathedrale Sveti Stjepan die Stille genießen und auf dem Hauptplatz — dem größten in ganz Dalmatien — einen Kaffee trinken. Wer noch Zeit hat, nimmt ein Taxiboot zu den Pakleni-Inseln (ab 10 Euro retour, 15 Minuten) und springt in eine der klarsten Buchten der Adria.
Letzte Fähre zurück: Die letzte Verbindung nach Split fährt je nach Saison zwischen 17:30 und 19:30 Uhr. Verpassen ist keine Option — es gibt keine Notlösung. Wer den Katamaran verpasst, übernachtet auf Hvar, und spontane Unterkünfte kosten im Sommer schnell 150 Euro aufwärts. Die genauen Abfahrtszeiten ändern sich saisonabhängig, also am Morgen am Hafen die aktuelle Tafel checken oder auf jadrolinija.hr nachschauen.
Mehr über die Insel, ihre Lavendelfelder und die versteckten Buchten der Südseite steht in unserem Hvar-Guide.
Brač und Zlatni Rat: Der perfekte Strandtag

Zlatni Rat ist das Postkartensujet Kroatiens: eine dreieckige Kieselzunge, die sich je nach Wind und Strömung in eine andere Richtung biegt. Kitschig? Vielleicht. Aber wenn du auf dem weißen Kiesel stehst und das transparente Wasser siehst, verstehst du den Hype. Der Strand liegt bei Bol, an der Südküste der Insel Brač, und ist als Tagesausflug ab Split perfekt machbar.
Anreise: Die Autofähre von Split nach Supetar braucht 50 Minuten und fährt im Sommer stündlich. Von Supetar sind es dann 40 Minuten mit dem Bus oder Mietwagen nach Bol an der Südküste. Alternativ gibt es im Sommer einen Katamaran von Split direkt nach Bol — schneller, aber teurer und schnell ausgebucht. Wer mit dem eigenen Auto kommt, sollte in der Hochsaison die Fähre mindestens einen Tag vorher buchen. Alle Details zur Überfahrt haben wir im Fähre Split-Brač Artikel zusammengefasst.
Vor Ort: Zlatni Rat ist kein einsamer Strand. Im August teilst du dir den Kiesel mit Tausenden. Aber der Strand ist lang genug, dass es nie wirklich eng wird, und das Wasser bleibt selbst in der Hochsaison kristallklar. Liegestühle und Sonnenschirme gibt es am westlichen Ende zum Mieten (ab 15 Euro/Set), das östliche Ende ist wilder und freier. Hinter dem Strand beginnt ein Pinienwald, der natürlichen Schatten spendet — ideal für Familien mit Kindern, die nicht den ganzen Tag in der prallen Sonne braten wollen.
Bol selbst lohnt einen Spaziergang: dominikanisches Kloster, Olivenölverkostung, kleine Konobas mit gegrilltem Fisch. Wer ambitionierter ist, wandert auf die Vidova Gora — mit 778 Metern der höchste Punkt aller kroatischen Inseln. Von dort siehst du Zlatni Rat aus der Vogelperspektive und bei klarer Sicht bis nach Hvar und die Makarska-Riviera.
Trogir: UNESCO-Altstadt in einer halben Stunde

Trogir ist der einfachste Tagesausflug ab Split — und einer der lohnendsten. Die gesamte Altstadt liegt auf einer winzigen Insel zwischen Festland und der Insel Čiovo, verbunden durch zwei Brücken. UNESCO-Welterbe seit 1997, und anders als Dubrovnik ohne Eintrittsgebühr und ohne das Gefühl, durch einen Themenpark zu laufen.
Anreise: Bus Nummer 37 fährt vom Busbahnhof Split alle 20 Minuten nach Trogir, Fahrzeit ca. 30 Minuten, Preis unter 3 Euro. Alternativ: Wasserbus vom Hafen Split (saisonabhängig). Mit dem Auto ist Trogir ebenfalls schnell erreichbar, Parkplätze am Festlandsufer kosten ca. 1-2 Euro pro Stunde. Der Flughafen Split liegt direkt dazwischen — wer am Anreisetag Zeit hat, kann Trogir als ersten Stopp einbauen.
Die Kathedrale Sveti Lovro ist das Highlight: ein romanisch-gotisches Meisterwerk mit einem Portal von Meister Radovan aus dem 13. Jahrhundert, das zu den bedeutendsten Steinmetzarbeiten in ganz Südosteuropa zählt. Die Szenen zeigen Adam und Eva auf Löwen stehend, Monatsdarstellungen, Jagdszenen — jedes Detail erzählt eine Geschichte. Der Glockenturm bietet nach dem Aufstieg einen Rundumblick über die Dächer, den Kanal und die vorgelagerten Inseln.
Was Trogir von anderen dalmatinischen Altstädten unterscheidet: die Dichte. Auf engem Raum drängen sich romanische Kirchen, venezianische Paläste, eine Festung (Kamerlengo, abends manchmal Konzertbühne) und ein Labyrinth aus Gassen, in dem du dich zwangsläufig verläufst — was Teil des Reizes ist. Ein paar Stunden reichen, um alles zu sehen. Wer länger bleibt, setzt sich auf die Riva und beobachtet die Fischer, die ihre Netze flicken, während nebenan Kreuzfahrtpassagiere mit Selfie-Sticks kollidieren.
Krka Nationalpark: Wasserfälle ohne Baden

Der beliebteste Tagesausflug ab Split, und das aus gutem Grund. Die Krka-Wasserfälle gehören zu den spektakulärsten Naturschauspielen Kroatiens. Aber die Frage, die seit 2021 alles verändert hat: Kann man dort noch baden? Nein. Das Schwimmen am Skradinski Buk ist seit 2021 verboten, um das empfindliche Travertin-Ökosystem zu schützen. Sonnencreme, Schweiß und Tausende Füße hatten dem Kalkstein zugesetzt. Wer mit der Erwartung hinkommt, im türkisen Pool unter dem Wasserfall zu schwimmen, wird enttäuscht. Wer kommt, um eine der beeindruckendsten Wasserfalllandschaften Europas zu sehen, wird begeistert sein.
Anreise: Mit dem Auto in ca. 1,5 Stunden über die Autobahn A1, Abfahrt Šibenik, dann weiter nach Lozovac oder Skradin. Mit dem Bus ab Split Busbahnhof fahren mehrere Verbindungen täglich (Fahrzeit ca. 1,5-2 Stunden). Im Sommer bieten zahlreiche Veranstalter organisierte Tagestouren an, Preis zwischen 40 und 60 Euro inklusive Eintritt und Transport.
Welcher Eingang? Der Park hat mehrere Eingänge, aber für Tagesausflügler sind zwei relevant: Lozovac (Shuttlebus zum Skradinski Buk, 10 Minuten, am bequemsten) und Skradin (Bootsfahrt durch die Schlucht zum Wasserfall, 25 Minuten, deutlich schöner). Wer die Wahl hat, nimmt Skradin — die Fahrt durch den Canyon ist ein Erlebnis für sich, und Skradin selbst ist ein hübsches Küstenstädtchen, in dem man vorher oder nachher gut essen kann. Unseren ausführlichen Vergleich der beiden Eingänge gibt es im Krka: Skradin oder Lozovac Artikel.
Eintritt 2026: Zwischen 10 und 40 Euro je nach Saison und Alter. Kinder unter 7 Jahre frei. Tickets gibt es online auf np-krka.hr — in der Hochsaison mit Zeitfenster, also vorher buchen. Ohne Online-Ticket riskierst du im Juli/August, abgewiesen zu werden.
Der gesamte Krka-Nationalpark verdient eigentlich mehr als einen Tag. Neben dem Skradinski Buk gibt es die Klosterinsel Visovac, den weniger besuchten Roški Slap und Wanderwege durch mediterrane Karstlandschaft. Alles Weitere steht in unserem Krka Nationalpark Guide.
Salona: Römische Ruinen ohne Absperrung

Nur 20 Minuten mit dem Bus, und die meisten Touristen haben noch nie davon gehört. Salona — heute Solin — war einst die Hauptstadt der römischen Provinz Dalmatien und mit 60.000 Einwohnern größer als das heutige Split-Zentrum. Kaiser Diokletian wurde hier geboren, bevor er sich seinen Palast direkt nebenan baute. Was übrig blieb: ein Amphitheater für 18.000 Zuschauer, frühchristliche Basiliken, Stadtmauern, Thermen und Nekropolen — alles verstreut über Felder und Olivenhaine, ohne Absperrungen, ohne Eintritt, ohne Menschenmassen.
Das ist der Reiz und gleichzeitig das Problem. Salona sieht nicht aus wie Pompeji mit seinen rekonstruierten Straßen. Es sieht aus wie eine Baustelle, die jemand vergessen hat. Mauerstümpfe ragen aus dem Gras, Sarkophage stehen zwischen Zypressen, Eidechsen sonnen sich auf Mosaikresten. Wer keine Ahnung hat, was er sieht, geht achselzuckend weiter. Wer sich vorbereitet — oder eine der wenigen Infotafeln liest — erkennt die Dimensionen einer Stadt, die jahrhundertelang das Zentrum dieser Küste war.
Tipp: Bus 1 vom Stadtzentrum Split nach Solin, Haltestelle “Salona”. Der Eintritt zum Amphitheater und dem Hauptgelände kostet ca. 4 Euro, weite Teile der Ruinen sind frei zugänglich. Eine Stunde reicht für einen Überblick, wer archäologisch interessiert ist, kann sich hier einen ganzen Vormittag lang verlieren. Kombiniere Salona mit Klis — beides liegt im Hinterland von Split und lässt sich an einem halben Tag verbinden.
Festung Klis: Meereen ohne Drachen

Game-of-Thrones-Fans erkennen die Silhouette sofort: Klis war das Filmset für Meereen, die Stadt der Sklavenmeister. Aber die Festung ist weit mehr als eine Filmkulisse. Seit über 2.000 Jahren thront sie auf einem Felsrücken über dem Pass zwischen dem Mosor-Gebirge und dem Kozjak, und ihre Geschichte liest sich wie ein Actionfilm: Römer, Kroaten, Osmanen, Venezianer — jeder wollte diesen Punkt kontrollieren, weil wer Klis hielt, kontrollierte den Zugang zur Küste.
Anreise: Bus 22 vom Stadtzentrum Split, Fahrzeit etwa 30 Minuten. Mit dem Auto noch schneller — Klis liegt direkt an der Straße Richtung Sinj. Der Eintritt kostet ca. 8 Euro, Kinder ermäßigt. Audioguides sind verfügbar und lohnen sich, weil die Festung selbst wenig beschildert ist. Rechne mit ein bis zwei Stunden für den Besuch, je nachdem wie lange du den Ausblick genießt.
Die Festung erstreckt sich über drei Ebenen den Felsrücken entlang. Von der höchsten Stelle reicht der Blick über das gesamte Splitsko-Dalmatinska Ebene bis zur Küste und den Inseln. An klaren Tagen siehst du Brač, Šolta und die schimmernde Linie, wo das Meer den Himmel berührt. Im Inneren gibt es ein kleines Museum über die osmanischen Belagerungen — die Osmanen hielten Klis über 100 Jahre, bevor die Venezianer es 1648 zurückeroberten.
Das eigentliche Highlight kommt danach: Am Fuß der Festung, direkt an der Straße, reihen sich Restaurants aneinander, die Lamm am Spieß servieren — janjetina s ražnja. Das Fleisch dreht sich stundenlang über offener Glut, außen knusprig, innen saftig. Die Preise sind fair (ein Kilogramm ab ca. 25 Euro), die Qualität besser als in den meisten Restaurants an der Küste. Wer nach Klis fährt und nicht hier isst, verpasst die halbe Erfahrung.
Omiš: Piraten, Schluchten und Adrenalin

Omiš liegt dort, wo die Cetina-Schlucht auf das Meer trifft — eine dramatische Kulisse, die jahrhundertelang Piraten als Versteck diente. Die Omiš-Piraten waren im 13. Jahrhundert so gefürchtet, dass selbst Venedig mehrere Feldzüge brauchte, um sie zu besiegen. Heute ist die Piraterie durch Tourismus ersetzt, aber die Schlucht ist geblieben, und mit ihr einige der besten Outdoor-Aktivitäten an der gesamten dalmatinischen Küste.
Anreise: Bus oder Auto, ca. 30 Minuten ab Split über die Küstenstraße. Parken im Zentrum ist im Sommer schwierig, besser die Parkplätze am Ortsrand nutzen.
Rafting auf der Cetina ist die beliebteste Aktivität: drei Stunden durch die Schlucht, vorbei an Höhlen, unter Klippen, durch Stromschnellen, die aufregend genug sind, um Spaß zu machen, aber harmlos genug für Anfänger. Preis ab ca. 35-45 Euro pro Person, inklusive Transport und Ausrüstung. Mehrere Anbieter organisieren Touren direkt ab Omiš.
Zipline über die Schlucht ist das Neuere und Spektakulärere: acht Seilrutschen über die Cetina-Schlucht, die längste 700 Meter, Geschwindigkeit bis 65 km/h. Der Blick nach unten zeigt den smaragdgrünen Fluss 150 Meter tiefer. Preis ab ca. 40 Euro, Dauer etwa 2,5 Stunden inklusive Wanderung zwischen den Stationen. Nicht für Menschen mit Höhenangst.
Wer es ruhiger mag: Die Altstadt von Omiš hat eine überschaubare, aber charmante Fußgängerzone, zwei kleine Festungsruinen mit Ausblick (Mirabela und Fortica, letztere erfordert eine anständige Wanderung) und die Mündung der Cetina, wo Süßwasser auf Salzwasser trifft und die Badestellen überraschend gut sind. Familien zieht es an den Kieselstrand direkt östlich des Zentrums.
Šibenik: Kathedrale und Festungen

Šibenik steht im Schatten von Split und Dubrovnik — zu Unrecht. Die Kathedrale des Heiligen Jakob ist ein UNESCO-Welterbe und ein architektonisches Wunder: komplett aus Stein gebaut, ohne Holz oder Ziegel, mit einer Kuppel, die einem Ingenieursrätsel gleicht. Über 100 Jahre dauerte der Bau (1431-1535), und 71 Porträtköpfe an der Außenwand zeigen echte Gesichter von Bürgern der damaligen Zeit — vielleicht die früheste Form von Crowdfunding, denn wer zahlte, wurde verewigt.
Anreise: Mit dem Auto oder Bus ca. 1,5 Stunden ab Split. Die Autobahn A1 macht die Fahrt bequem. Wer mit dem Bus fährt, landet direkt am Rand der Altstadt.
Die Stadt hat in den letzten Jahren ihre vier Festungen restauriert und zugänglich gemacht. Die Festung Barone bietet den besten Blick über die Altstadt und den Kanal von Sveti Ante, Festung Sveti Nikola (ebenfalls UNESCO-geschützt) bewacht die Einfahrt vom Meer her. Zusammen mit der Kathedrale ergibt das einen vollen Tag — oder einen halben, wenn man sich aufs Wesentliche konzentriert.
Šibenik + Krka kombinieren: Die klügste Variante für einen Tagesausflug. Morgens Krka Nationalpark (Eingang Skradin oder Lozovac, beides 30-40 Minuten von Šibenik), nachmittags Šibenik Altstadt. Die Kombination ist mit dem Auto problemlos machbar, mit dem Bus etwas umständlicher, aber möglich. Mehr zu Šibenik in unserem Šibenik Sehenswürdigkeiten Artikel.
Mosor: Berg mit Panorama über Split

Während die meisten Touristen auf Fähren und in Busse steigen, liegt Splits Hausberg direkt vor der Tür. Der Mosor (1.339 m) trennt die Küste vom Hinterland und bietet Wanderungen von der gemütlichen Halbtages-Runde bis zur anspruchsvollen Gipfeltour. Wer morgens um sechs startet, steht vor der Mittagshitze oben und hat einen Blick, der von den Inseln bis weit ins Landesinnere reicht.
Anreise zum Ausgangspunkt: Mit dem Auto in 20 Minuten nach Gornje Sitno oder Dugopolje. Bus 28 fährt nach Klis, von dort startet ein markierter Weg zum Gipfel. Die beliebteste Route führt von Gornje Sitno über die Berghütte Umberto Girometta (auf 1.060 m, Getränke und einfache Mahlzeiten) zum Gipfel Vickov Stup — ca. 3-4 Stunden Aufstieg, Trittsicherheit erforderlich.
Der Mosor ist kein sanfter Hügel. Die Wege sind teilweise steil und steinig, festes Schuhwerk ist Pflicht. Aber die Belohnung ist ein Panorama, das Split, die Inseln und das gesamte dalmatinische Hinterland umfasst. An klaren Wintertagen reicht der Blick bis nach Italien. Im Sommer solltest du früh starten — ab Mittag wird es auf den schattenlosen Passagen unerträglich heiß. Mindestens zwei Liter Wasser pro Person einpacken, es gibt unterwegs keine Quellen.
Wer den Mosor mit dem Rad erkunden will, findet in unserem Radtouren ab Split Artikel eine Route, die durch das Mosor-Vorland führt.
Blue Lagoon: Türkises Wasser vor Čiovo

Die Blue Lagoon ist kein offizieller Ort mit Adresse und Postleitzahl. Es ist der Name, den Touranbieter einer Bucht auf der kleinen Insel Drvenik Veli (oder manchmal Krknjaš bei Čiovo) gegeben haben. Das Wasser ist seicht, türkis und so klar, dass du den Sandboden in drei Metern Tiefe siehst. Klingt nach Karibik-Klischee, sieht aber tatsächlich so aus.
Wie funktioniert das? Die Blue Lagoon ist fast ausschließlich über organisierte Bootstouren erreichbar. Halbtagestouren ab Splits Riva oder Trogir kosten zwischen 30 und 50 Euro pro Person, inklusive Getränke und Schnorchelausrüstung. Die meisten Touren starten gegen 9 oder 10 Uhr, fahren zur Lagune, machen einen Badestopp von 2-3 Stunden und kehren am frühen Nachmittag zurück. Manche Touren kombinieren die Blue Lagoon mit einem Stopp in Trogir oder auf der Insel Šolta.
Die Realität im Hochsommer: Du bist nicht allein. Dutzende Boote ankern in der Bucht, die Musik konkurriert, und die “unberührte Natur” fühlt sich eher an wie ein schwimmendes Volksfest. In der Vor- und Nachsaison (Mai, Juni, September) ist es deutlich ruhiger und das Erlebnis entspricht eher dem, was die Werbefotos versprechen. Wer ein eigenes Boot oder Kajak hat, kann die umliegenden Buchten erkunden, die genauso schön, aber nicht auf der Standardroute sind.
Organisiert oder selbst planen?
Die Frage kommt bei jedem Tagesausflug: Soll ich buchen oder mach ich das selbst? Beides hat Berechtigung, je nach Ziel und Persönlichkeit.
Organisierte Touren
Vorteile: Kein Stress mit Fahrplänen, Eintrittstickets und Parkplätzen. Ein Guide, der dir Dinge erzählt, die du allein nie erfahren würdest. Und oft der einzige Weg zu Orten wie der Blue Lagoon, die ohne Boot nicht erreichbar sind.
Nachteile: Du bist an den Zeitplan gebunden. Wenn die Gruppe um 15 Uhr zum Bus muss und du gerade erst angefangen hast, die Kathedrale in Šibenik zu genießen — Pech gehabt. Außerdem zahlst du einen Aufschlag für die Bequemlichkeit.
Preisvergleich Krka-Tagesausflug:
- Organisierte Tour ab Split: 45-65 Euro (Transport + Eintritt + Guide)
- Selbst organisiert (Bus + Eintritt): ca. 25-35 Euro
- Selbst organisiert (Mietwagen, geteilte Kosten): ca. 15-20 Euro pro Person
Für Gruppen und Familien, die nicht stundenlang Busfahrpläne studieren wollen, sind organisierte Ausflüge Gold wert. Anbieter wie Topena organisieren Gruppenexkursionen zu den beliebtesten Zielen ab Split — Krka, Hvar, Trogir, Blue Lagoon — und nehmen dir die gesamte Logistik ab. Gerade bei Kombinationstouren (z.B. Krka + Šibenik an einem Tag) spart das enorm Zeit und Nerven.
Auf eigene Faust
Wer Flexibilität will, organisiert selbst. Split hat hervorragende Busverbindungen zu fast allen Zielen in diesem Artikel, und die Fähren zu den Inseln sind online buchbar. Der entscheidende Vorteil: Du bestimmst das Tempo. Wenn du drei Stunden in den Ruinen von Salona verbringen willst, tut das niemand. Wenn du in Klis spontan noch ein zweites Lamm-Gericht bestellen willst, steht kein Bus und wartet.
Mietwagen-Tipp: Wer mehrere Tagesausflüge plant, spart mit einem Mietwagen für ein paar Tage. Pop Car bietet flexible Mietoptionen — praktisch, wenn du morgens Klis und Salona kombinieren und nachmittags nach Omiš zum Rafting willst. Parkplätze in Split selbst sind teuer und knapp, aber an den Ausflugszielen (Klis, Krka Lozovac, Omiš) gibt es meist ausreichend Stellfläche. Alle Infos zum Parken in Split haben wir im Split Parken Guide zusammengefasst.
Was sich an welchem Tag lohnt
Nicht jeder Tagesausflug passt zu jedem Tag. Ein paar Faustregeln:
Bei Hitze und wolkenlosem Himmel: Strandtag auf Brač oder Blue Lagoon. Oder Krka, wo das Wasser die Luft kühlt und die Holzstege beschattet sind.
Bei Wolken oder leichtem Regen: Trogir und Šibenik, wo du in Kathedralen und Museen Schutz findest. Oder Salona, wo die Ruinen bei diffusem Licht besonders stimmungsvoll wirken — und weniger Besucher kommen.
Bei Bora (Nordwind): Fähren können ausfallen. Bleib auf dem Festland: Klis, Salona, Omiš-Altstadt (Rafting fällt bei starkem Wind auch aus).
Mit Kindern: Brač (flacher Kieselstrand), Blue Lagoon (Schnorcheln), oder Krka (die Holzstege sind kinderwagentauglich). Klis ist spannend für ältere Kinder, die Game of Thrones kennen.
Für Paare: Hvar am späten Nachmittag, wenn die Tagesausflügler zurückfahren und die Stadt ruhiger wird. Oder Trogir am Abend, wenn die Altstadt golden leuchtet.
Wer sportlich unterwegs ist: Omiš für Rafting oder Zipline, Mosor für die Gipfelwanderung. Und wer das Hinterland mit dem Rad erkunden will: Eine 68 km Gravel-Tour führt von Split durch die Cetina-Schlucht bis nach Brela — mit Stopps an Aussichtspunkten, die man vom Auto aus verpasst.
Praktische Infos auf einen Blick
| Ziel | Entfernung | Anreise | Dauer vor Ort | Kosten (ca.) |
|---|---|---|---|---|
| Hvar | Katamaran 1h | Fähre/Katamaran | 4-8h | 10-15 € Fähre |
| Brač/Zlatni Rat | Fähre 50 min | Fähre + Bus | 5-8h | 8-12 € Fähre |
| Trogir | 30 min | Bus 37 | 2-4h | 3 € Bus |
| Krka | 1,5h | Bus/Auto | 4-6h | 25-35 € gesamt |
| Salona | 20 min | Bus 1 | 1-3h | 4 € Eintritt |
| Klis | 30 min | Bus 22 | 1-2h | 8 € Eintritt |
| Omiš | 30 min | Bus/Auto | 3-6h | Rafting ab 35 € |
| Šibenik | 1,5h | Bus/Auto | 3-5h | 5 € Kathedrale |
| Mosor | 20 min (Auto) | Auto/Bus | 4-7h | Kostenlos |
| Blue Lagoon | Bootstour | Organisiert | 4-5h | 30-50 € Tour |
Wichtige Links:
- Fährpläne: jadrolinija.hr
- Krka Tickets: np-krka.hr
- Busfahrpläne: getbybus.com oder am Busbahnhof Split
Alle Tagesausflüge starten am bequemsten von Splits Riva oder dem nahegelegenen Busbahnhof und Fährterminal. Die drei liegen nur wenige Gehminuten auseinander. Wer zentral übernachtet, hat morgens alle Optionen vor der Tür. Und wer nach einem langen Tag zurückkommt, findet an der Riva die Cafés noch offen — zum Abendessen mit Blick auf die Inseln, die man tagsüber besucht hat.
Mehr über Split selbst — Diokletianpalast, Marjan, die besten Konobas — steht in unserem Split Sehenswürdigkeiten Guide.