Die 15 besten Beach Bars in Kroatien: Sundowner mit Meerblick (2026)
- Redaktionsteam
- Reisetipps , Straende
- 08 Mar, 2026
Inhalt
Ein kalter Cocktail, warme Felsen unter den Füßen, und vor dir nichts als das Adriatische Meer, das langsam von Türkis in Gold wechselt. Kroatiens Beach Bars sind nicht einfach Orte, an denen man Getränke bestellt. Sie sind der Grund, warum du um 17 Uhr plötzlich vergisst, dass du eigentlich noch die Altstadt besichtigen wolltest. Warum du dich an eine Klippe setzt und zwei Stunden lang nichts tust außer zuschauen, wie die Sonne ins Meer fällt.
Ich habe in den letzten Jahren mehr kroatische Beach Bars getestet, als gesund sein kann. Manche sind weltberühmt und jeden Cent wert, andere überteuerte Touristenfallen. Hier sind die, die wirklich lohnen – von der Felsklippe in Dubrovnik bis zur versteckten Bar auf einer Insel, die nur per Boot erreichbar ist.
Buža Bar, Dubrovnik – Die Klippe, die alles verändert hat

Eigentlich ist “Bar” schon übertrieben. Die Buža ist ein Loch in der Stadtmauer – buchstäblich. Du gehst durch die engen Gassen der Dubrovniker Altstadt, vorbei an der Jesuitenkirche, folgst den handgemalten Schildern “Cold Drinks with the Most Beautiful View”, und plötzlich stehst du vor einer unscheinbaren Öffnung in der Mauer. Dahinter: mehrstöckige Felsplattformen, die direkt über dem offenen Meer hängen, ein paar Plastikstühle, Sonnenschirme, und einer der atemberaubendsten Ausblicke, die du je bei einem Bier haben wirst.
Es gibt eigentlich zwei Bužas. Buža I (die obere, auch “Buža Bar” genannt) liegt etwas versteckter und hat die spektakulärere Aussicht auf die Insel Lokrum und das offene Meer. Buža II (manchmal “Café Buža” genannt) liegt tiefer, direkt an den Felsen, und hat eine kleine Badeplatform – nach dem dritten Cocktail springen dort Mutige ins kristallklare Wasser, fünf Meter tiefer. Ich empfehle Buža I für den Sonnenuntergang und Buža II, wenn du schwimmen willst.
Was du wissen musst: Nur Barzahlung, keine Karten. Die Preise sind Dubrovnik-Niveau: Ein großes Bier kostet um die 8 Euro, Cocktails zwischen 12 und 16 Euro. Wein gibt es glasweise ab 7 Euro. Kein Essen, nur Getränke und ein paar Snacks. Die Bedienung ist manchmal langsam – du sitzt auf einer Klippe über dem Meer, niemand hat es hier eilig, und das ist auch gut so.
Wie du hinkommst: Von der Stradun aus die Gasse hinter der Kathedrale nehmen, an der Jesuitentreppe vorbei, Richtung Süden zur Stadtmauer. Die Schilder “Cold Drinks” an den Hauswänden sind dein Kompass. Google Maps kennt den Ort, aber die Gassen sind so verwinkelt, dass du dich trotzdem verlaufen wirst. Macht nichts – in Dubrovniks Altstadt findest du immer irgendwohin, und die Umwege sind Teil des Charmes.
Bester Zeitpunkt: Ab 17 Uhr für den Sonnenuntergang, aber dann ist es voll. Komm um 16 Uhr, wenn du einen guten Platz auf der unteren Plattform willst. An Tagen, an denen drei oder mehr Kreuzfahrtschiffe im Hafen liegen, wird es ab Mittag eng. Im Mai und Oktober hast du die Klippe manchmal fast für dich allein – mein persönlicher Favorit.
Hula Hula Beach Bar, Hvar – Wo der Sonnenuntergang zum Event wird

Wenn es in Kroatien einen Ort gibt, der “Sundowner” zur Kunstform erhoben hat, dann ist es das Hula Hula in Hvar Stadt. Die Bar liegt direkt am Wasser, etwa zehn Gehminuten westlich des Stadtzentrums, auf den Felsen unterhalb des Franziskanerklosters. Nachmittags legt ein DJ auf, die Bässe mischen sich mit dem Rauschen der Wellen, und gegen 19 Uhr, wenn die Sonne zwischen den Pakleni-Inseln versinkt, klatscht die gesamte Bar. Das ist kein Kitsch – es passiert einfach. Jemand fängt an, und dann machen alle mit.
Die Getränke sind nicht billig. Ein Mojito kostet 14-16 Euro, ein Aperol Spritz um die 12 Euro, Bier ab 7 Euro. Dafür bekommst du erstklassige Cocktails, nicht den wässrigen Rum-Cola, den du in manchen Touristenbars serviert bekommst. Die Barkeeper wissen, was sie tun, und das Eis schmilzt langsamer als anderswo, weil die Würfel größer sind – ein Detail, das professionelle Bars von Amateuren unterscheidet.
Wann kommen: Spätestens um 17 Uhr, wenn du einen Platz auf den vorderen Felsplattformen willst. Ab 18 Uhr stehst du hinten oder gar nicht. An Wochenenden im Juli und August bilden sich Schlangen vor dem Eingang – ja, wirklich, Schlangen vor einer Beach Bar. So weit ist es gekommen. Reservierungen gibt es nicht, first come, first served. Wer eine Sonnenliege auf der Plattform will, sollte mittags kommen und den halben Tag dort verbringen. Viele tun genau das, und es gibt Schlimmeres.
Das Hula Hula hat keinen Sandstrand – du sitzt auf Felsen, Kissen und Liegestühlen direkt über dem Wasser. Badesachen sind die Norm, Schuhe optional, und nach dem Sonnenuntergang wechselt die Stimmung von entspanntem Nachmittag zu dezenter Party. Richtig laut wird es nie, dafür sorgen die Stadtverordnungen, aber die Atmosphäre ist elektrisierend. Ein Abend hier gehört zu einem Hvar-Besuch wie der Lavendel und die Festung.
Mulini Beach Bar, Rovinj – Eleganz an der istrischen Küste

Rovinj ist generell etwas gediegener als die dalmatinische Küste, und die Mulini Beach Bar passt perfekt dazu. Sie gehört zum Hotel Monte Mulini, einem der besten Hotels Kroatiens, aber du musst dort nicht übernachten, um die Bar zu nutzen. Sie liegt auf einer felsigen Landzunge südlich der Altstadt, eingebettet in den Waldpark Zlatni Rt (Goldenes Kap), und verbindet Strandbar-Atmosphäre mit dem Anspruch eines gehobenen Restaurants.
Die Cocktailkarte liest sich wie in einer Metropolen-Bar: Signature Drinks mit lokalen Zutaten – istrischer Salbei, Rosmarin aus dem Hotelgarten, Maraschino-Likör aus Zadar. Ein Cocktail kostet zwischen 14 und 18 Euro, aber die Qualität stimmt. Dazu gibt es leichte Gerichte: Bruschetta mit istrischem Olivenöl, gegrillter Oktopus, Thunfisch-Tatar. Keine reine Trinkerbar, sondern ein Ort, an dem du auch gut essen kannst, während die Sonne über der Altstadt von Rovinj untergeht.
Was die Mulini Beach Bar von den meisten anderen unterscheidet: der Service. Hier kommt niemand mit einem genervten Gesichtsausdruck an deinen Tisch. Die Kellner kennen die Karte, empfehlen Weine zum Essen, und das Timing stimmt – der nächste Drink kommt, bevor du merken, dass der aktuelle leer ist. Sonnenliegen am Wasser sind für Hotelgäste reserviert, aber an der Bar und auf der Terrasse findet sich fast immer ein Platz.
Tipp für den perfekten Abend: Komm gegen 18 Uhr, bestell einen Aperitif, und bleib zum Abendessen. Der Weg zurück in die Altstadt führt durch den Waldpark – zehn Minuten zu Fuß auf beleuchteten Wegen, mit dem Duft von Pinien und Meer. Einer der schönsten Spaziergänge Kroatiens, besonders im Juni, wenn die Luft nach Jasmin riecht.
Banje Beach, Dubrovnik – Glamour mit Altstadtblick

Banje liegt direkt vor den östlichen Stadtmauern, etwa zwei Minuten vom Ploče-Tor entfernt, und bietet den ikonischsten aller Dubrovnik-Blicke: die komplette Altstadt mit Stadtmauer, Hafen und Fort Revelin, direkt von deiner Sonnenliege aus. Das weiß die Bar natürlich, und die Preise spiegeln das wider. Eine Liege mit Sonnenschirm kostet im Hochsommer ab 40 Euro pro Person (Getränke nicht inbegriffen), ein Cocktail liegt bei 15-18 Euro, und ein Mittagessen mit Meeresfrüchten kann schnell 60 Euro kosten.
Ist es das wert? Ehrlich gesagt: für einen Tag, ja. Die Strandbar hat Klasse – weißes Mobiliar, aufmerksamer Service, gute Musik (tagsüber Lounge, abends wird es lebhafter). Das Wasser vor Banje ist erstaunlich sauber und klar, trotz der Nähe zur Altstadt. Wer nicht für die Liegen zahlen will: Der öffentliche Teil des Strandes ist kostenlos zugänglich, und du kannst dein eigenes Handtuch auf den Kieselsteinen ausbreiten. Die Cocktails der Bar bekommst du dann allerdings nicht serviert.
Abends verwandelt sich Banje in eine Art Open-Air-Lounge. Die Beleuchtung der Stadtmauer spiegelt sich im Wasser, die Musik wird einen Tick lauter, und die Stimmung wechselt von Strandtag zu Abendprogramm. Kein harter Club-Vibe, sondern eher die Art von Atmosphäre, in der man lange mit einem Glas Wein sitzen bleibt und über das Meer redet. Oder einfach still ist und zuschaut. Beides funktioniert.
Carpe Diem Beach, Pakleni-Inseln – Party auf der eigenen Insel

Das Konzept klingt absurd: Ein Taxiboot bringt dich von Hvar Stadt zu einer kleinen Insel (Stipanska, Teil der Pakleni-Inseln), auf der nichts existiert außer einer Beach Bar mit Pool, DJ-Pult und einer Bucht mit türkisem Wasser. Genau das ist Carpe Diem Beach, und genau deshalb funktioniert es.
Die Überfahrt dauert fünfzehn Minuten, die Boote legen stündlich ab (in der Hochsaison häufiger), und das Return-Ticket kostet etwa 10-12 Euro. Auf der Insel angekommen, hast du die Wahl: Liegen am Strand, Schwimmen in der Bucht, oder Drinks am Pool. Die Bar ist stilvoll gestaltet – weniger Plastik-Partyzone, mehr Boutique-Beach-Club. Tagsüber ist die Atmosphäre entspannt, mit Lounge-Musik und dem Geräusch von Wasser. Ab dem späten Nachmittag dreht der DJ auf, und die Stimmung wird festlicher.
Die Saison läuft nur von Ende Mai bis Mitte September, wobei die Wochenenden im Juli und August die einzigen Termine sind, an denen es wirklich voll wird. Unter der Woche, besonders im Juni oder September, fühlst du dich wie auf einer Privatinsel mit Barservice. Cocktails kosten 14-18 Euro, es gibt auch Champagner und Weinflaschen, und das Essen – leichte Mittelmeerküche, Salate, gegrillter Fisch – ist überraschend gut für eine Inselbar. Gegrillte Garnelen mit Knoblauch und Zitrone für 22 Euro, und sie schmecken, als kämen sie direkt aus dem Meer, weil sie es tun.
Wichtig: Das letzte Boot zurück nach Hvar fährt gegen 1 Uhr nachts in der Hochsaison. Verpassen bedeutet, auf der Insel zu schlafen – was ohne Unterkunft dort keine Option ist. Behalte die Abfahrtszeiten im Auge, besonders nach dem dritten Cocktail.
Noa Beach Club, Zrće, Pag – Kroatiens Antwort auf Ibiza

Noa ist keine gemütliche Sundowner-Bar. Noa ist ein Statement. Der Beach Club liegt am berüchtigten Zrće Beach auf der Insel Pag und sieht aus, als hätte jemand einen Pool-Club aus Miami an die kroatische Küste verpflanzt. Mehrere Pools, die direkt am Meer liegen. VIP-Bereiche mit Bottle Service. Internationale DJs, die Bass durch die Nacht pumpen. LED-Wände, Pyrotechnik, Konfetti. Wenn du eine ruhige Beach Bar suchst, bist du hier falsch. Wenn du eine Party suchst, an die du dich (vielleicht) erinnerst, bist du genau richtig.
Die Saison auf Zrće läuft von Juni bis September, mit den großen Festivals (Hideout, Sonus, Fresh Island) im Juli und August. An Festivaltagen steigen die Preise spürbar: Eintritt ab 30-50 Euro je nach Event, Cocktails bei 15-20 Euro, und VIP-Tische mit Mindestbestellwert ab 300 Euro. Außerhalb der Festivals ist der Eintritt oft frei oder kostet einen symbolischen Betrag, und die Preise sind moderater.
Noa hat auch eine ruhigere Seite – tagsüber, vor allem unter der Woche, kannst du den Pool und die Liegen nutzen, ohne dass die Bässe dein Trommelfell testen. Das Restaurant serviert überraschend gutes Essen: Pizzen aus dem Steinofen, frische Salate, gegrilltes Fleisch. Nicht günstig (rechne mit 20-30 Euro für ein Hauptgericht), aber für eine Club-Location bemerkenswert. Die meisten kommen allerdings nicht wegen des Essens.
Anreise: Zrće liegt etwa 2 km außerhalb von Novalja. Shuttlebusse fahren den ganzen Abend, ein Taxi kostet 10-15 Euro. Wer mit dem Auto kommt, findet kostenpflichtige Parkplätze am Strand (ab 10 Euro/Tag im Sommer). Die Insel Pag erreichst du über die Brücke bei Počitelj oder per Fähre von Prizna.
Bokamorra, Split – Jung, laut, Riva-Feeling

Split hat eine Beach-Bar-Szene, die in den letzten Jahren explodiert ist, und das Bokamorra am östlichen Ende der Riva-Promenade ist der Platzhirsch. Die Location könnte nicht besser sein: direkt am Wasser, mit Blick auf den Hafen und die Fähren, die nach Hvar, Brač und Vis ablegen, während du deinen Aperol Spritz trinkst. Die Ästhetik ist urban-mediterran – geometrische Formen, viel Beton und Holz, ein Hauch von Brutalismus trifft auf Strandbar.
Das Publikum ist jung, modebewusst und laut – im besten Sinne. Bokamorra zieht die Spliter Szene an, gemischt mit Touristen, die wissen, wo die Locals hingehen. Die Cocktailkarte ist ambitioniert: Eigenkreationen mit dalmatinischen Kräutern, hausgemachte Sirups, lokaler Rakija als Basis statt Standard-Spirituosen. Ein Drink kostet 10-14 Euro, Bier gibt es ab 5 Euro. Das Essen tendiert Richtung Sharing Plates – Hummus, Bruschetta, Calamari, alles in der Preisklasse von 8-15 Euro.
Abends wird Bokamorra zum Treffpunkt vor dem Ausgehen – viele starten hier den Abend und ziehen dann weiter in die Clubs der Altstadt oder nach Bačvice. Am Wochenende legen DJs auf, aber die Lautstärke bleibt stadttauglich. Wer hier einen Platz am Wasser will, sollte vor 19 Uhr kommen. Reservierungen werden empfohlen und sind über die Website möglich.
Alternative in Split: Wer es ruhiger mag, geht zum Žnjan Beach weiter östlich. Dort reihen sich mehrere kleinere Strandbars aneinander, mit günstigeren Preisen, mehr Platz und einer entspannteren Atmosphäre. Weniger Instagram, mehr echtes Strandleben.
Bowa Beach Bar, Šipan – Das bestgehütete Geheimnis der Elafiti-Inseln

Šipan ist die größte und am wenigsten besuchte der drei bewohnten Elafiti-Inseln – und genau das macht Bowa so besonders. Die Beach Bar liegt in einer kleinen Bucht, die nur per Boot oder über einen 20-minütigen Fußweg von Suđurađ aus erreichbar ist. Kein Autolärm, kein Mobilfunkempfang (meistens), kein Gedränge. Nur Felsen, Pinien, kristallklares Wasser und eine Bar, die wirkt, als hätte sie jemand für sich selbst gebaut und dann vergessen, sie geheim zu halten.
Das Angebot ist bewusst reduziert: frisch gepresste Säfte, Cocktails mit lokalen Zutaten, kroatischer Wein aus kleinen Weingütern, die du anderswo nicht findest. Dazu gibt es leichte Gerichte – gegrillter Fisch, Salate, Bruschetta mit Olivenöl von der Insel. Die Preise sind für die Exklusivität erstaunlich fair: Cocktails um 12 Euro, ein Mittagessen mit Getränk unter 30 Euro. Die Besitzer kennen viele Gäste beim Namen, und nach dem zweiten Besuch gehörst du dazu.
Anreise: Fähre von Dubrovnik nach Šipan (Jadrolinija, ca. 50 Minuten, ab 5 Euro), dann zu Fuß oder mit dem Inseltaxi. Alternativ chartern manche ein kleines Boot ab Dubrovnik – teurer, aber du kannst auf dem Weg in den Buchten der anderen Elafiti-Inseln stoppen. Ein perfekter Tagesausflug, besonders wenn dir Dubrovnik im Hochsommer zu voll wird.
Aurora Club, Primošten – Wo Felsen zur Tanzfläche werden

Primošten ist tagsüber ein verschlafenes dalmatinisches Städtchen auf einer Halbinsel. Nachts verwandelt sich die Südseite der Halbinsel in einen der größten Open-Air-Clubs der Adria. Aurora erstreckt sich über mehrere natürliche Felsplattformen direkt am Meer, mit einer Kapazität von angeblich 4.000 Leuten – und an Sommerabenden fühlt es sich auch so an.
Die Bar ist weniger Beach Bar im klassischen Sinn und mehr Open-Air-Megaclub, der zufällig am Strand liegt. Internationale und kroatische DJs, Lasershows, die über das Meer flackern, und eine Tanzfläche aus Stein und Beton, die sich tagsüber von der Sonne aufheizt und abends langsam die gespeicherte Wärme abgibt. Der Eintritt variiert stark – an ruhigen Abenden frei, bei größeren Events 20-40 Euro. Getränke bewegen sich im typischen Club-Bereich: Bier ab 6 Euro, Cocktails ab 12 Euro, Flaschenservice für die VIP-Bereiche.
Aurora ist nichts für den entspannten Sundowner. Aber wenn du eine Nacht suchst, an der du barfuß auf Felsen tanzt, während das Meer unter dir rauscht und die Bässe durch den Boden vibrieren – dann ist das hier dein Ort. Die Saison läuft von Mitte Juni bis Mitte September, Höhepunkt sind die Wochenenden im Juli und August.
Tipp: Komm trotzdem vor Sonnenuntergang. Die Felsen vor dem Club bieten einen spektakulären Blick auf die Küste, und du kannst noch in Ruhe schwimmen, bevor der Abend losgeht. Danach riechst du nach Meer und Sonnencreme statt nach Rauch und verschüttetem Bier – ein guter Start in die Nacht.
Versteckte Beach Bars auf den Inseln

Die bekanntesten Beach Bars haben es auf diese Liste geschafft, weil sie es verdienen. Aber Kroatiens wahre Magie liegt in den Bars, die du nicht auf Instagram findest. Auf fast jeder bewohnten Insel gibt es mindestens eine versteckte Strandbar, die von Einheimischen betrieben wird, kein Marketingbudget hat, und Drinks serviert, die besser schmecken als alles im Hochglanz-Beach-Club.
Konoba Stončica auf Vis: Auf der Nordostseite der Insel, in einer Bucht, die man nur über eine unbefestigte Straße oder per Boot erreicht. Eher Konoba als Bar, aber der Terrassenbereich direkt am Kieselstrand ist pures Beach-Bar-Feeling. Fangfrischer Fisch vom Grill, Weißwein aus der Karaffe, und ein Sonnenuntergang, der dich vergessen lässt, dass es TripAdvisor gibt.
Laganini Lounge Bar auf Palmižana (Pakleni-Inseln): Weniger versteckt als die anderen, aber trotzdem ein Erlebnis. Die Bar liegt in einer Bucht mit Pinienwald, erreichbar per Taxiboot von Hvar. Die Atmosphäre ist Bohemian-Chic: Vintage-Möbel, Kunstinstallationen zwischen den Bäumen, und ein Kochteam, das aus einer Strandbar ein Gourmet-Restaurant macht. Teurer als die meisten (Cocktails ab 16 Euro, Hauptgerichte ab 25 Euro), aber die Qualität stimmt.
Kod Marka auf Šolta: Die Nachbarinsel von Split, per Fähre in 30 Minuten erreichbar, und trotzdem von den meisten Touristen ignoriert. In der Bucht Stomorska gibt es eine Handvoll Bars direkt am Wasser, von denen Kod Marka die authentischste ist. Plastikstühle, eine Speisekarte auf Kroatisch, und der Besitzer, der dir erklärt, welcher Fisch heute Morgen gefangen wurde. Ein Bier kostet 4 Euro. Das ist der Preis, den Beach Bars eigentlich haben sollten.
Zala Beach Bar auf Dugi Otok: Unweit des legendären Strandes Sakarun, aber abseits der Hauptmenge. Einfach, sauber, ehrlich. Smoothies aus lokalen Früchten, kaltes Bier, und ein Blick auf Wasser, das so klar ist, dass du vom Ufer aus die Fische zählen kannst.
Beach Bars mit Küche: Wo du mehr als nur Cocktails bekommst
Nicht jede Beach Bar beschränkt sich auf Drinks und Nüsschen. Einige der besten Adressen servieren vollwertige Mahlzeiten, die mit den Restaurants in der Stadt mithalten können – nur eben mit Sand zwischen den Zehen.
| Beach Bar | Ort | Küche | Preislevel |
|---|---|---|---|
| Mulini Beach Bar | Rovinj | Gehobene Mittelmeerküche, Seafood | €€€ |
| Carpe Diem Beach | Pakleni-Inseln | Gegrillter Fisch, Salate, Tapas | €€€ |
| Laganini | Palmižana, Hvar | Gourmet-Strandküche, Fusion | €€€€ |
| Bowa | Šipan | Fisch vom Grill, lokale Spezialitäten | €€ |
| Konoba Stončica | Vis | Fangfrischer Fisch, dalmatinisch | €€ |
| Bokamorra | Split | Sharing Plates, Mediterran | €€ |
| Banje Beach | Dubrovnik | Meeresfrüchte, internationale Küche | €€€€ |
Die meisten reinen Trinker-Bars bieten zumindest Snacks an – Oliven, Chips, manchmal eine Käseplatte. Die Buža Bar in Dubrovnik ist die Ausnahme: Hier gibt es wirklich nur Getränke. Plan dein Abendessen also vorher oder nachher ein.
Preise, Dresscode und Sonnenuntergangszeiten
Was kostet der Sundowner?
Die Preise variieren erheblich, je nachdem ob du in einem Dubrovniker Premiumclub oder einer Inselbar im Nirgendwo sitzt. Als grobe Orientierung für die Saison 2026:
- Bier (0,5l): 5-9 Euro (Touristenzentren oben, Inseln unten)
- Aperol Spritz: 10-14 Euro
- Mojito/Cocktails: 12-18 Euro
- Wein (Glas): 6-12 Euro
- Wasser (0,5l): 3-5 Euro (ja, wirklich)
- Sonnenliege: 0-50 Euro/Tag (öffentliche Strände gratis, Premium-Clubs bis 50 Euro)
Kroatien hat den Euro seit 2023 – Umrechnen entfällt, was die Schmerzen beim Bezahlen leider unmittelbarer macht. Kreditkarten werden in den meisten Beach Bars akzeptiert, aber nicht in allen. Die Buža Bar in Dubrovnik und viele kleinere Inselbars akzeptieren nur Bargeld. Nimm immer mindestens 50 Euro in bar mit, wenn du Beach-Bar-Hopping planst.
Dresscode: Weniger ist meistens okay
In den meisten kroatischen Beach Bars ist “Dresscode” ein großes Wort für “zieh dir etwas über die Badehose”. Bikini und Boardshorts sind tagsüber überall akzeptiert. Abends, besonders in gehobeneren Locations wie Mulini oder Banje, ist ein Wechsel zu leichter Sommerkleidung angemessen – nicht weil jemand dich rauswerfen würde, sondern weil du dich in nassen Badesachen zwischen schick gekleideten Leuten unwohl fühlst. Flip-Flops gehen immer. Absätze auf Felsplattformen sind eine Lebensgefahr und sehen außerdem lächerlich aus.
Noa Beach Club auf Pag hat für manche Events einen Dresscode – check vorher online, was gilt. Aurora in Primošten auch, vor allem bei den größeren Partynächten.
Wann geht die Sonne unter?
Die Sonnenuntergangszeiten entscheiden, wann der “Golden Hour”-Moment kommt – und damit den perfekten Zeitpunkt für dein Ankommen in der Bar.
| Monat | Sonnenuntergang (ca.) | Empfehlung |
|---|---|---|
| Mai | 20:00-20:20 | Ab 18:30 da sein |
| Juni | 20:30-20:40 | Ab 19:00 da sein |
| Juli | 20:15-20:35 | Ab 18:45 da sein |
| August | 19:45-20:15 | Ab 18:15 da sein |
| September | 19:00-19:30 | Ab 17:30 da sein |
| Oktober | 17:45-18:15 | Ab 16:30 da sein |
Die Zeiten gelten für die dalmatinische Küste. An der istrischen Westküste (Rovinj, Poreč, Umag) geht die Sonne 5-10 Minuten später unter, weil du weiter westlich bist. Der Unterschied ist gering, aber bemerkbar – und Istrien hat den Vorteil, dass die Sonne wirklich ins offene Meer sinkt, während sie in Dalmatien manchmal hinter Inseln verschwindet.
Tipps für den perfekten Beach-Bar-Abend
Reservieren, wo möglich: Bokamorra, Mulini und Banje nehmen Reservierungen an. Nutz das, besonders am Wochenende und im Juli/August. Die anderen Bars funktionieren nach dem Prinzip “wer zuerst kommt” – und das heißt: früh kommen.
Bargeld mitnehmen: Nicht nur für die Buža Bar. Taxiboote zu den Inselbars akzeptieren oft nur Bargeld, und der Kiosk am Strand, der die besten Crepes macht, hat definitiv kein Kartenlesegerät.
Mückenschutz: Ab Sonnenuntergang kommen die Mücken. Besonders in Buchten mit stehendem Wasser (Palmižana, manche Elafiti-Buchten) können sie aggressiv sein. Ein kleines Spray in der Tasche rettet den Abend. Die meisten Beach Bars verkaufen keins.
Transport planen: Die Insel-Beach-Bars (Carpe Diem, Bowa, Laganini) hängen von Booten ab, und die letzten Boote fahren irgendwann. Informiere dich vor dem ersten Cocktail, wann das letzte Boot geht. Auf Hvar gibt es Wassertaxis, die auch spät noch fahren, aber rechne mit 30-50 Euro für die Rückfahrt.
Handtuch mitnehmen: Klingt banal, aber auf den Felsplattformen der meisten Bars (Buža, Hula Hula, Aurora) sitzt du auf Stein. Ein leichtes Mikrofaserhandtuch als Unterlage macht den Unterschied zwischen zwei Stunden Genuss und einem blauen Hintern.
Mehr als nur trinken: Die Küste auf zwei Rädern
Wer nach dem Beach-Bar-Abend am nächsten Morgen aktiv werden will, statt verkatert am Pool zu liegen: Kroatiens Küste eignet sich hervorragend für Radtouren. Gerade in Dalmatien führen einige Strecken an genau den Buchten und Stränden vorbei, an denen abends die Beach Bars aufmachen. Die 68 km Route von Split nach Brela zum Beispiel führt entlang der Makarska-Riviera, vorbei an ein paar der verstecktesten Badebuchten Dalmatiens. Oder du nimmst nach einer Nacht auf den Pakleni-Inseln die Fähre zurück aufs Festland und fährst mit dem Rad die Küste entlang – eine andere Perspektive auf die gleichen Orte, die du am Abend zuvor mit einem Cocktail in der Hand bewundert hast.
Wer es gemütlicher mag: Rund um Dubrovnik gibt es eine 33 km Tour über die Halbinsel Pelješac, die an den Salinen von Ston vorbeiführt und sich perfekt mit einem Abend in der Buža Bar verbinden lässt. Morgens radeln, nachmittags Klippe.
Kroatiens Beach Bars sind so vielfältig wie die Küste selbst. Von der Felsklippe in Dubrovnik, auf der du mit einem Plastikbecher Wein in der Hand dem Sonnenuntergang zusehst, bis zum durchgestylten Beach Club auf Pag, in dem der DJ um drei Uhr morgens erst richtig aufdreht. Dazwischen liegen versteckte Buchten, auf denen ein Einheimischer kaltes Bier für vier Euro aus einer Kühlbox verkauft – und das sind manchmal die besten Abende. Nicht die teuersten. Nicht die lautesten. Sondern die, an denen das Wasser so still ist, dass du die Fische springen hörst, und der einzige Soundtrack die Grillen und das Klirren von Eiswürfeln sind.