Parken in Zadar 2026: Zonen, Preise & kostenlose Alternativen
- Redaktionsteam
- Reisetipps , Staedte , Dalmatien
- 16 Dec, 2025
Inhalt
Zadar hat einen entscheidenden Vorteil gegenüber Dubrovnik und Split: Die Stadt ist kompakter, die Touristenmassen bleiben überschaubar, und das Parken ist deutlich entspannter. Die Altstadt liegt auf einer schmalen Halbinsel, die größtenteils autofrei ist – aber drumherum gibt es genügend Optionen. Wer früh kommt oder die richtigen Stellen kennt, findet fast immer einen Platz. Trotzdem lohnt es sich, die Parkzonen zu verstehen, die richtige App installiert zu haben und einen Plan B in der Tasche zu tragen. Denn im Hochsommer kann selbst Zadar zur Geduldsprobe werden, besonders wenn Kreuzfahrtschiffe im Hafen liegen und gleichzeitig ein Festival steigt.

Die 4 Parkzonen in Zadar – und was Zone 0 bedeutet
Zadar teilt seine Parkplätze in vier Zonen ein, die farblich markiert sind. Jede Zone hat eigene Preise, Höchstparkzeiten und saisonale Regelungen. Die Farben findest du auf den Bordsteinen, an den Parkautomaten und auf den Zonenschildern wieder. Dazu kommt eine Zone 0 auf der Halbinsel selbst, die ausschließlich Bewohnern vorbehalten ist – als Tourist kannst du dort theoretisch maximal eine Stunde parken, was sich angesichts der engen Gassen und der Preise kaum lohnt.
Die Logik hinter dem Zonensystem ist einfach: Je näher du an der Halbinsel parkst, desto teurer wird es und desto kürzer darfst du bleiben. Zone 1 liegt direkt am Hafen und an der Liburnska Obala, Zone 2 erstreckt sich rund um den Busbahnhof, Zone 3 beginnt am Rand der Neustadt, und Zone 4 liegt noch etwas weiter südlich. Die Preisunterschiede sind beträchtlich – zwischen Zone 1 und Zone 4 liegt fast der Faktor sechs.
Preisübersicht nach Zone
| Zone | Farbe | Sommerpreis (15.6.–31.8.) | Nebensaison | Max. Parkzeit |
|---|---|---|---|---|
| Zone 0 | Rot | nur Anwohner | nur Anwohner | 1 Std. (Besucher) |
| Zone 1 | Blau | 1,59 €/Std | 0,80 €/Std | 3 Stunden |
| Zone 2 | Gelb | 1,33 €/Std | 0,53 €/Std | 2 Stunden |
| Zone 3 | Lila | 0,40 €/Std | 0,40 €/Std | unbegrenzt |
| Zone 4 | Grün | 0,27 €/Std | 0,27 €/Std | unbegrenzt |
Sommer vs. Winter: Wann gilt was?
Die Gebührenzeiten unterscheiden sich je nach Jahreszeit erheblich. Im Hochsommer (15. Juni bis 31. August) gilt die Gebührenpflicht täglich von 8:00 bis 22:00 Uhr – auch sonntags. Das ist ein Unterschied zu vielen anderen kroatischen Städten, in denen der Sonntag gebührenfrei bleibt. In der Vor- und Nachsaison (Mai bis Mitte Juni, September bis Oktober) entfällt die Sonntagspflicht, und die Uhrzeiten verkürzen sich auf 8:00 bis 20:00 Uhr.
Außerhalb der Saison – also von November bis April – zahlst du nur Montag bis Freitag von 8:00 bis 16:00 und samstags von 8:00 bis 14:00 Uhr. Das macht Zadar im Winter zu einem Parkparadies: Du findest überall Plätze, die Preise sind niedrig, und am Wochenende ist ohnehin alles frei. Selbst Zone 1 ist dann völlig entspannt.
Was Zadar deutlich günstiger macht als Split oder Dubrovnik: Die Zonen 3 und 4 haben keine saisonale Preisanpassung. Du zahlst das ganze Jahr über denselben Betrag – 40 bzw. 27 Cent pro Stunde. Ein kompletter Sommertag in Zone 4 kostet dich unter 4 Euro. In Dubrovnik wärst du dafür nicht mal eine halbe Stunde in der Nähe der Altstadt losgekommen.

Das Parkhaus im Zentrum: Garage 112. Brigade
Wenn du dein Auto sicher und überdacht abstellen willst, ist das öffentliche Parkhaus an der Straße 112. brigade die beste Wahl. Es liegt etwa 500 Meter von der Halbinsel entfernt – ein angenehmer 10-Minuten-Spaziergang zur Meeresorgel. Die Garage ist das einzige echte Parkhaus im Stadtzentrum und für viele Besucher die stressfreieste Option, weil du nicht um Straßenparkplätze kämpfen musst.
Adresse: 112. brigade, 23000 Zadar Kapazität: 630 Stellplätze auf mehreren Ebenen Überwachung: 24 Stunden, 7 Tage die Woche Preise: 1,33 €/Std (Sommer), 0,53 €/Std (Nebensaison)
Das Parkhaus ist ein halboffenes Gebäude – dein Auto steht also im Schatten, aber es gibt natürliche Belüftung. Im kroatischen Sommer, wenn sich Autos in der prallen Sonne auf 60°C aufheizen, ist das Gold wert. Armaturenbretter verformen sich, Sonnenbrillen schmelzen, und der erste Atemzug im aufgeheizten Auto fühlt sich an wie ein Besuch in der Sauna. In der Garage bleibt dein Innenraum auf erträglichen 35-40°C. Die Einfahrt ist gut beschildert: Folge der Beschilderung “Centar” und dann “Garaža”.
Ein Detail, das wenige kennen: Auf der Ebene -1 befindet sich das Büro, wo du Dauerkarten kaufen kannst. Falls du länger in Zadar bleibst – etwa für einen Sprachkurs, einen längeren Arbeitsaufenthalt oder eine ausgedehnte Erkundung der dalmatinischen Küste – lohnt sich das finanziell. Neue Abonnements gibt es allerdings nur von Januar bis März und Oktober bis Dezember. Die Monatskarte kostet deutlich weniger als tägliches Einzelparken und ist für Langzeitbesucher die klügste Option.
Neben der Garage 112. Brigade gibt es keine weiteren öffentlichen Parkhäuser im Zentrum. Einige Hotels wie das Bastion oder das Art Hotel Kalelarga haben eigene Tiefgaragen, die aber Hotelgästen vorbehalten sind. Wer dort übernachtet, sollte den Hotelparkplatz unbedingt vorher reservieren – im Sommer sind die Plätze schnell vergeben.

Straßenparkplätze nahe der Altstadt
Wer lieber draußen parkt und etwas Geld sparen will, hat mehrere Optionen. Die Straßenparkplätze in Zadar sind klar markiert und in gutem Zustand. Achte auf die Farbmarkierung am Bordstein – sie zeigt dir sofort, in welcher Zone du dich befindest und was du zahlen musst.
Zone 1 – Liburnska Obala und Umgebung
Lage: Direkt an der Hafenpromenade, neben dem Fährhafen Preis: 1,59 €/Std (Sommer) Entfernung: 2–5 Gehminuten zur Altstadt
Der teuerste und bequemste Bereich in Zadar. Du parkst praktisch vor den Stadtmauern und siehst die Altstadt bereits. Im Sommer ist hier ab 10 Uhr alles voll, und die 3-Stunden-Begrenzung macht es für Tagesbesucher unpraktisch. Gut geeignet ist die Zone für einen kurzen Abendbesuch der Meeresorgel, wenn die Gebühren kurz vor 22 Uhr kaum noch ins Gewicht fallen. Auch die Straße Obala kneza Branimira auf der Südseite der Halbinsel gehört zu Zone 1 und hat einige Dutzend Plätze, die morgens oft noch frei sind, weil die meisten Besucher zuerst die Nordseite ansteuern.
Zone 2 – Rund um den Busbahnhof
Lage: Zwischen Busbahnhof und Hafen Preis: 1,33 €/Std (Sommer) Entfernung: 5–8 Gehminuten zur Altstadt
Ein guter Kompromiss zwischen Preis und Nähe. Die Straßen rund um den Busbahnhof (Autobusni kolodvor) haben gelb markierte Plätze. Von hier läufst du an der Fosa-Bucht vorbei zur Altstadt – ein schöner Einstieg, bei dem du die mächtigen Stadtmauern von außen siehst, bevor du durch das Landtor die Halbinsel betrittst. Die 2-Stunden-Begrenzung ist immer noch knapp für eine ausführliche Stadtbesichtigung, aber ausreichend für Meeresorgel, Sonnengruß und einen Kaffee am Forum. Auch die Plätze entlang der Ulica Ante Starčevića fallen in Zone 2 und werden gerne übersehen.
Zone 3 – RAVNICE 1
Lage: Ul. Marka Marulića, etwa 400 Meter von der Altstadt Preis: 0,40 €/Std (ganzjährig!) Entfernung: 8–10 Gehminuten
Mein persönlicher Favorit für Tagesbesuche. Der Preis ist unschlagbar, es gibt keine Zeitbegrenzung, und der Spaziergang zur Altstadt führt durch ein normales Wohnviertel – du siehst, wie Zadar abseits der Touristen aussieht. Bäcker, kleine Lebensmittelläden, Einheimische auf einen Espresso in der Nachbarschaftsbar. Der Parkplatz ist allerdings beliebt und im Sommer vormittags oft voll. Wer vor 9:30 Uhr kommt, hat gute Karten. Der Belag ist Schotter, also keine Angst vor Beschädigungen – es ist ein offizieller, gepflegter Parkplatz.
Zone 4 – RAVNICE 2
Lage: Weiter südlich, nahe der Hauptstraße Preis: 0,27 €/Std (ganzjährig!) Entfernung: 12–15 Gehminuten
Der günstigste offizielle Parkplatz in Zadar. Hier zahlst du für einen ganzen Tag im Sommer etwa 3,50 Euro – weniger als eine Stunde in Zone 1. Der Nachteil ist offensichtlich: Du läufst eine Viertelstunde, und bei 35°C im August kann das anstrengend sein. Nimm Wasser mit und plane den Rückweg ein. Dafür findest du hier selbst am Hochsommer-Wochenende fast immer einen Platz. Die Zone eignet sich besonders für Besucher, die ohnehin den ganzen Tag in Zadar verbringen und morgens früh starten.

Parken am Hafen Gaženica – für Fähren und Inselausflüge
Wer mit der Fähre auf die vorgelagerten Inseln will – Ugljan, Pašman, Dugi Otok, Iž oder die Kornaten – fährt nicht mehr vom alten Stadthafen ab. Seit 2015 laufen die meisten Jadrolinija-Fähren und Katamarane über den neuen Hafen Gaženica (Luka Gaženica), etwa 3,5 Kilometer südöstlich der Altstadt. Das hat Auswirkungen aufs Parken.
Am Hafen Gaženica gibt es einen großen, asphaltierten Parkplatz mit mehreren hundert Plätzen. Die Preise liegen bei etwa 0,80 €/Std bzw. rund 8 €/Tag – deutlich mehr als in Zone 3 oder 4, aber für einen Mehrtagesausflug auf die Inseln ist es die praktischste Option. Du parkst direkt neben dem Terminal, lädst dein Gepäck aus und gehst 50 Meter zum Schalter. Für Kurztrips (Tagesausflug nach Ugljan) lohnt es sich aber, in Zone 4 zu parken und mit dem Taxi oder Bus zum Hafen zu fahren – das spart über eine Woche gerechnet schnell 30-40 Euro.
Wichtig zu wissen: Am Gaženica-Parkplatz gibt es keine Überdachung. Dein Auto steht in der prallen Sonne. Wer eine Woche auf Dugi Otok verbringt und das Auto am Hafen lässt, sollte einen Sonnenschutz für die Windschutzscheibe mitbringen und keine Wertgegenstände im Fahrzeug lassen. Aufbrüche sind selten, aber warum das Risiko eingehen? Eine Alternative ist, das Auto in der Garage 112. Brigade abzustellen und ein Taxi zum Hafen zu nehmen – kostet etwa 8–10 Euro, aber dein Auto steht im Schatten und überwacht.
Einige Katamaranlinien – vor allem die schnellen Verbindungen nach Sali (Dugi Otok) und zu den Kornaten – starten weiterhin vom alten Stadthafen. Prüfe vorher auf jadrolinija.hr, von welchem Hafen deine Fähre abfährt. Es wäre nicht das erste Mal, dass jemand am falschen Terminal steht und die Fähre davonfahren sieht.
Die Altstadt auf der Halbinsel: Zufahrt und Einschränkungen
Die Halbinsel von Zadar ist seit den 2000er-Jahren schrittweise zur autofreien Zone umgebaut worden. Heute gilt: Die Altstadt innerhalb der Stadtmauern ist für den normalen Autoverkehr komplett gesperrt. Nur Anwohner mit Zone-0-Genehmigung, Lieferfahrzeuge (morgens bis 10 Uhr) und Hotelgäste mit Vorabbuchung dürfen einfahren. Am Landtor (Kopnena vrata) steht eine versenkbare Poller-Anlage, die per Chipkarte gesteuert wird.
Was bedeutet das für dich? Fahr nicht in die Altstadt. Auch wenn dein Navi dich dorthin leitet, auch wenn die Gasse breit genug aussieht, auch wenn gerade niemand da ist – die Kameras filmen rund um die Uhr, und der Bußgeldbescheid kommt per Post nach Deutschland. Vereinzelt berichten Touristen in Foren von Strafen über 100 Euro für das Einfahren in die Zone ohne Berechtigung. Das Navi auf “Fußgänger” oder “Parken” umstellen hilft: Google Maps und Waze kennen die Sperrungen inzwischen.
Für Hotelgäste in der Altstadt gilt: Dein Hotel organisiert in der Regel eine temporäre Einfahrtsgenehmigung zum Ausladen des Gepäcks. Du fährst rein, lädst ab und parkst dann außerhalb – meistens in der Garage 112. Brigade oder auf einem reservierten Hotelparkplatz. Das Boutique Hotel Bastion hat eine eigene Tiefgarage, das Art Hotel Kalelarga kooperiert mit einem nahegelegenen Parkplatz. Kläre das vor der Anreise, um böse Überraschungen zu vermeiden.

Bezahlen: SMS, Apps oder Automat
In Zadar hast du drei Möglichkeiten zu bezahlen, und als deutscher Tourist solltest du die Fallen kennen. Die falsche Wahl kann nerven – die richtige spart Zeit und Geld.
Parkautomaten
Die klassische Methode funktioniert in Zadar zuverlässig. Die Automaten stehen an jeder Ecke und akzeptieren Euro-Münzen sowie kontaktlose Kartenzahlung (Visa, Mastercard). Du wirfst ein oder hältst die Karte dran, drückst den Knopf, und legst den Beleg hinter die Windschutzscheibe. Achte darauf, dass der Beleg nicht in der Sonne liegt – manche Thermodrucke verblassen so stark, dass die Kontrolleure sie nicht mehr lesen können. Ein Tipp: Leg den Beleg unter die Sonnenblende auf der Fahrerseite, nicht aufs Armaturenbrett.
SMS-Zahlung
Auf den Parkautomaten und Schildern findest du SMS-Nummern für jede Zone. Du schickst dein Kennzeichen (ohne Leerzeichen) an diese Nummer, und die Gebühr wird vom Guthaben abgezogen. Die SMS kostet zusätzlich 0,13 Euro Servicegebühr. Vor Ablauf bekommst du eine Erinnerungs-SMS, auf die du einfach antworten kannst, um zu verlängern.
Achtung: Wie in ganz Kroatien funktionieren deutsche, österreichische und Schweizer SIM-Karten für die SMS-Zahlung meistens nicht. Die Premium-SMS werden von den Mobilfunkanbietern aus regulatorischen Gründen blockiert. Nur mit einer kroatischen Prepaid-Karte (z.B. von A1, Telemach oder HT) klappt es zuverlässig. Eine kroatische SIM bekommst du am Flughafen oder in jedem Tisak-Kiosk für etwa 5 Euro – lohnt sich auch für mobile Daten im Urlaub.
Parking-Apps: Bmove und EasyPark
Für Touristen sind Apps die beste Lösung. Bmove (früher PayDo) ist die beliebteste kroatische Parking-App mit über 200.000 Nutzern und funktioniert in über 100 kroatischen Städten, darunter Zadar. Du registrierst dich, hinterlegst eine Kreditkarte, und kannst sofort parken – ohne SMS-Gebühren. Die App zeigt dir die aktuelle Zone an, erinnert dich rechtzeitig vor Ablauf und verlängert auf Wunsch automatisch.
Eine zweite Option ist EasyPark, die viele Deutsche bereits aus dem Heimatland kennen. EasyPark funktioniert in Zadar und hat den Vorteil, dass du dich nicht neu registrieren musst, wenn du die App schon nutzt. Die Abdeckung in kleineren kroatischen Städten ist allerdings geringer als bei Bmove, weshalb ich für eine längere Kroatien-Reise beide Apps empfehle.
Egal welche App du nutzt: Stelle sicher, dass du dein Kennzeichen korrekt hinterlegt hast. Die Kontrolleure prüfen per Handscanner, ob ein digitales Ticket für dein Nummernschild existiert. Tippfehler im Kennzeichen bedeuten Strafzettel – und “Ich habe die App bezahlt” zählt dann nicht als Argument.
Kostenlos parken in Zadar – die Geheimtipps
Ja, es gibt kostenloses Parken – du musst nur wissen, wo. Diese Plätze sind nicht offiziell beworben, aber legal und von Einheimischen regelmäßig genutzt.
Parkplatz an der Polizeistation
Adresse: Ecke Bana Josipa Jelačića / Domovinskog rata Entfernung: 1,2 km zur Altstadt (15 Gehminuten)
Ein großer Gratis-Parkplatz, auf dem fast immer etwas frei ist. Er liegt neben der Polizeistation, was zusätzliche Sicherheit gibt – Autoaufbrüche neben der Polizei? Unwahrscheinlich. Von hier gehst du durch die Neustadt zur Halbinsel und kommst unterwegs am Markt (Tržnica) vorbei, wo du frisches Obst, Fisch aus der Adria und lokalen Pager Käse kaufen kannst. Der Weg ist eben und schattig, wenn du die Seitenstraßen nimmst.
Višnjik Sportzentrum
Adresse: Splitska ulica 3 Entfernung: 1,5–2 km zur Altstadt
Rund um das Višnjik-Sportzentrum (benannt nach der Basketball-Legende Krešimir Ćosić) gibt es mehrere kostenlose Parkflächen: V1, V2 und V3. Auch die Straße vor dem Kaufland-Supermarkt ist gratis – und du kannst gleich Proviant für den Tag einkaufen, bevor du losläufst. Von hier nimmst du entweder den Stadtbus oder läufst 20 Minuten. Der Weg führt durch Wohngebiete und ist dank der Platanen und Pinien im Sommer größtenteils schattig. Die Buslinie 2 fährt alle 15 Minuten Richtung Zentrum.
Strand Borik
Entfernung: 4 km vom Zentrum (Bus 5A)
Strand und Stadtbesichtigung lassen sich hier perfekt kombinieren. Der Strand Borik hat einen großen kostenlosen Parkplatz mit Platz für über 200 Autos. Die Busverbindung ins Zentrum ist gut (Linie 5A, Haltestelle “Borik Hotels”, Fahrtzeit 12 Minuten). Du parkst morgens, gehst baden, und fährst nachmittags klimatisiert in die Altstadt. Am Abend zurück zum Auto, vielleicht noch ein Sonnenuntergang am Strand – perfekter Zadar-Tag. Der Parkplatz ist unbefestigt, aber gut gepflegt.
Strand Kolovare
Adresse: Ul. kneza Trpimira 1 Entfernung: 1 km zur Altstadt
Der Stadtstrand Kolovare hat ebenfalls einige kostenlose Parkplätze, allerdings sind die im Sommer schnell belegt. Vor 9 Uhr hast du gute Chancen. Der Strand selbst ist ein Blue-Flag-Strand mit viel natürlichem Schatten unter Pinien – perfekt für eine Abkühlung nach der Stadtbesichtigung. Von hier läufst du in 15 Minuten zur Meeresorgel, vorbei an der Stadtmauer und dem Fünf-Brunnen-Platz. Der Weg ist eben und auch mit Kinderwagen machbar. Ein Vorteil von Kolovare: Du bist nah genug, um mittags zum Auto zurückzulaufen, im Kofferraum nach dem Picknick-Korb zu greifen und am Strand zu essen, statt 15 Euro für ein Restaurant auszugeben.

Park-and-Ride: Mit dem Bus ins Zentrum
Zadar baut sein öffentliches Nahverkehrsnetz kontinuierlich aus. Für Tagesbesucher, die den Parkstress komplett vermeiden wollen, gibt es inzwischen eine praktikable Park-and-Ride-Strategie. Die Grundidee: Du parkst kostenlos am Stadtrand und fährst mit dem Liburnija-Stadtbus ins Zentrum.
Die besten Park-and-Ride-Punkte sind das Einkaufszentrum Supernova (Ulica Bleiburških žrtava, kostenloser Kundenparkplatz, Buslinie 4 ins Zentrum) und der bereits erwähnte Višnjik-Parkplatz. Eine Einzelfahrt mit dem Stadtbus kostet 1,50 Euro, eine Tageskarte 4,50 Euro. Für eine Familie mit zwei Erwachsenen und Kindern unter 7 (die gratis fahren) ist das deutlich günstiger als Zone 1 oder Zone 2 – und stressfreier.
Die Busse fahren im Sommer im 10-15-Minuten-Takt und sind klimatisiert. Die Fahrt vom Supernova-Einkaufszentrum zum Busbahnhof dauert etwa 12 Minuten. Am Busbahnhof bist du in 5 Gehminuten an der Altstadt. Fahrpläne findest du auf liburnija-zadar.hr oder in Google Maps, das die lokalen Buslinien gut abdeckt.
Mietwagen in Zadar: Abholen, Parken, Zurückgeben
Viele Besucher landen am Flughafen Zadar (ZAD) und holen dort einen Mietwagen ab. Der Flughafen liegt 8 km östlich der Stadt, und alle großen Vermieter – Sixt, Europcar, Enterprise – haben Schalter im Terminal. Daneben gibt es lokale Anbieter wie Pop Car, die oft günstiger sind und flexiblere Abhol- und Rückgabebedingungen bieten. Gerade für Einwegmieten (Zadar abholen, Dubrovnik abgeben) lohnt sich ein Preisvergleich mit den lokalen Anbietern.
Wenn du den Mietwagen in Zadar hast und die Stadt besichtigen willst: Park in der Garage 112. Brigade oder in Zone 3. Die Garage ist für Mietwagenfahrer ideal, weil du dir keine Sorgen um Kratzer von engen Straßenparkplätzen machen musst. Bedenke auch, dass viele Mietverträge keine Schäden an Felgen und Unterboden abdecken – und die Bordsteine in Zadars Seitenstraßen sind hoch und unberechenbar.
Wer Zadar nur als Ausgangspunkt für die Inseln nutzt und das Auto am Festland lassen will, sollte den Mietwagen eventuell erst bei der Rückkehr buchen. Einige Tage Standgebühr in der Garage plus die Mietkosten können teurer sein als zwei separate Kurzzeitmieten.
Wann du besser nicht mit dem Auto kommst
Zadar ist entspannter als Split oder Dubrovnik, aber es gibt Tage, an denen auch hier Chaos herrscht:
Kreuzfahrtschiff-Tage: Zadar ist ein wachsender Kreuzfahrthafen. Wenn zwei oder drei Schiffe gleichzeitig anlegen, wird es voll. Die Passagiere werden zwar meist mit Bussen zu Ausflügen gefahren, aber das Verkehrsaufkommen steigt spürbar, und die Parkplätze in Zone 1 und 2 füllen sich schneller. Check den Kreuzfahrtkalender vor deinem Besuch – die Termine stehen ein Jahr im Voraus fest.
Festival-Wochenenden: Zadar und Umgebung haben eine lebendige Festivalszene. Das Garden Festival, Outlook und Dimensions ziehen tausende Besucher an, die meisten mit Auto. In diesen Wochen solltest du entweder sehr früh kommen oder ganz auf das Auto verzichten. Auch lokale Veranstaltungen wie der Zadar Marathon (Oktober) oder das St. Donatus Festival (Juli) können die Parksituation verschärfen.
Ferragosto (15. August): Der italienische Feiertag bringt Wellen von Tagesausflüglern aus Istrien und dem benachbarten Italien. Gleichzeitig ist es der Höhepunkt der kroatischen Urlaubssaison, da auch Mariä Himmelfahrt gefeiert wird. Meide Zadar an diesem Tag, wenn du flexibel bist.
Markttage: Der große Markt (Tržnica) auf der Halbinsel zieht dienstags und freitags besonders viele Einheimische an, die mit dem Auto kommen. Die Zone-1-Plätze nahe dem Markt sind dann ab 7:30 Uhr belegt.
Strafzettel und Abschleppen
Die Parkwächter in Zadar sind effizient und erscheinen verlässlich 5 Minuten nach Ablauf deines Tickets. Ein einfacher Strafzettel kostet 30–50 Euro, je nach Zone und Verstoß. Wenn du innerhalb von 8 Tagen zahlst, reduziert sich die Strafe um die Hälfte – aber das ist noch das geringste Problem.
Wer im absoluten Halteverbot oder auf Behindertenparkplätzen steht, wird abgeschleppt. Die Kosten summieren sich schnell:
- Abschleppgebühr: 39,82 €
- Anfahrtspauschale: 19,91 €
- Aufbewahrung: 6,64 €/Tag
- Hotline (24/7): +385 23 302 100
Das Abschlepplager befindet sich in Gaženica, außerhalb des Zentrums. Du brauchst ein Taxi dorthin (ca. 8 Euro), musst bar oder mit Karte zahlen und Fahrzeugpapiere sowie Ausweis vorzeigen. Rechne mit mindestens 80–100 Euro Gesamtkosten plus verlorener Urlaubszeit. Die Regel ist einfach: Wenn ein Schild “Zabranjeno parkiranje” (Parken verboten) zeigt, nimm es ernst. Auch gelbe Bordsteinmarkierungen bedeuten absolutes Halteverbot.
Zadar mit dem Rad statt mit dem Auto
Eine Alternative, die immer mehr Besucher entdecken: Zadar und sein Umland lassen sich hervorragend mit dem Fahrrad erkunden. Die Altstadt auf der Halbinsel ist ohnehin autofrei, und die Strecken entlang der Küste und ins Hinterland sind flach genug für gemütliche Radtouren. Mehrere Verleiher in der Innenstadt bieten City-Bikes und E-Bikes ab etwa 15 Euro pro Tag an.
Wer die Gegend rund um Zadar aktiv erkunden will, findet im Hinterland der Ravni Kotari überraschend reizvolle Strecken. Die Karstlandschaft zwischen Zadar und dem Vrana-See ist dünn besiedelt, die Straßen sind ruhig, und die Dörfer wirken, als wäre die Zeit stehengeblieben. Eine 70-km-Route durch das Zadar-Hinterland verbindet abgelegene Steinkirchen, Olivenhaine und Aussichtspunkte über die Kornaten – weit weg von jeder Parkplatznot.
Mein Zadar-Parkplan
Nach Jahren in Zadar habe ich meine Routine, die je nach Anlass variiert:
Für kurze Besuche (2–3 Stunden): Parkhaus an der 112. brigade. Überdacht, sicher, und der Spaziergang zur Altstadt stimmt auf den Besuch ein. Rein, parken, loslaufen – kein Suchen, kein Stress.
Für Tagesausflüge: Zone 3 (RAVNICE 1) am Vormittag anfahren, am besten vor 9:30 Uhr. Den ganzen Tag für unter 4 Euro parken und alles zu Fuß erkunden. Bei Bedarf zwischendurch zum Auto zurücklaufen und Sachen holen – die 8 Minuten Fußweg sind kein Drama.
Für Sonntage außerhalb der Hochsaison: Direkt in Zone 1 an der Liburnska Obala. Kostenlos, bequem, und du stehst direkt am Wasser. Aber früh kommen – die Einheimischen wissen das auch.
Mit Kindern: Strand Borik mit Gratisparken, vormittags baden, nachmittags mit dem Bus in die Altstadt. Die Kleinen sind müde vom Strand und schlafen im Bus. Abends Pizza an der Riva, danach zurück zum Borik und noch eine Runde im warmen Abendmeer.
Für Inseltrips: Auto in Zone 4 abstellen, Taxi zum Hafen Gaženica (8–10 Euro). Bei einer Woche auf Dugi Otok spart das gegenüber dem Hafenparkplatz locker 40 Euro.
Zadar ist eine der am einfachsten zu navigierenden Städte an der kroatischen Küste. Die Halbinsel ist kompakt, die Wege kurz, und selbst wenn du 15 Minuten läufst, ist es nie anstrengend – die Aussicht auf Meer, Stadtmauern und vorgelagerte Inseln macht jeden Fußweg zum Erlebnis. Spar dir den Stress der Zone 1, park etwas weiter weg und genieße die Stadt zu Fuß. Dafür wurde sie gebaut.
Zuletzt aktualisiert: Januar 2026. Preise können sich ändern – aktuelle Tarife findest du auf der offiziellen Seite von Obala i Lučice.