Krka Nationalpark: Skradin oder Lozovac? Der beste Eingang für dich (2026)
- Redaktionsteam
- Reisetipps , Aktivitaeten , Dalmatien
- 19 Dec, 2025
Inhalt
Der Krka Nationalpark hat mehrere Eingänge, aber zwei dominieren: Skradin und Lozovac. Beide führen dich zum spektakulären Skradinski Buk, dem berühmtesten Wasserfall des Parks — aber der Weg dorthin ist völlig unterschiedlich. Und einer der Eingänge hat kostenloses Parken, der andere nicht.
Das klingt nach einer einfachen Entscheidung. Ist es aber nicht. Denn hinter der Frage “Skradin oder Lozovac?” steckt mehr als nur die Parkgebühr. Es geht darum, wie du den Park erlebst, wie voll es an den Wasserfällen wird, ob du eine Bootsfahrt durch eine Flussschlucht genießt oder lieber in einem klimatisierten Bus sitzt, und was du vor und nach dem Parkbesuch mit deiner Zeit anfängst. Wir haben beide Eingänge dutzende Male benutzt — in der brütenden Augusthitze und an stillen Novembertagen — und erklären dir hier alles, was du wissen musst, um die richtige Wahl zu treffen.

Skradin vs Lozovac: Der schnelle Vergleich
| Kriterium | Skradin | Lozovac |
|---|---|---|
| Anfahrt zum Wasserfall | 25-min Bootsfahrt | 15-min Shuttlebus |
| Parken | 1,20 €/Stunde (kostenpflichtig) | Kostenlos |
| Erlebnis | Romantisch, landschaftlich | Schnell, praktisch |
| Wartezeit | Abhängig vom Boot | Busse fahren häufig |
| Beste für | Genießer, Fotografen | Familien, eilige Besucher |
| Bei Seekrankheit | Nicht ideal | Perfekt |
| Restaurant-Angebot | Hervorragend (Skradin Altstadt) | Minimal (Kiosk am Parkplatz) |
| Frühester Zugang | Je nach Bootsfahrplan | Mit erstem Shuttlebus um 8:00 |
Wenn du wenig Zeit hast: Lozovac ist effizienter. Wenn du den Tag genießen willst: Skradin lohnt sich. Aber lies weiter — die Details machen den Unterschied.
Skradin: Die schöne Variante
Skradin ist ein charmantes Städtchen am Unterlauf der Krka, etwa 15 Kilometer von Šibenik entfernt. Von hier startet eine 25-minütige Bootsfahrt den Fluss hinauf zum Skradinski Buk. Die Fahrt selbst ist bereits ein Erlebnis: Du gleitest durch eine Schlucht, vorbei an Steilwänden und mediterraner Vegetation. Das Wasser schimmert in wechselnden Grüntönen, und wenn du Glück hast, siehst du Reiher am Ufer oder eine Ringelnatter, die durchs Schilf gleitet.
Der Ort Skradin hat gerade einmal 3.500 Einwohner, aber eine Geschichte, die bis in die Römerzeit reicht. Die kleine Marina am Hafen zieht Segler an, die hier auf dem Weg zu den Kornaten Halt machen. Die kopfsteingepflasterte Altstadt mit ihren steinernen Häusern und blühenden Bougainvillea-Fassaden wirkt wie ein eigenes Ausflugsziel — und genau das ist sie auch. Viele Besucher unterschätzen Skradin als bloßen Durchgangsort zum Nationalpark. Das ist ein Fehler.

Was die Bootsfahrt besonders macht: Die Krka-Schlucht zwischen Skradin und dem Skradinski Buk ist eine eigene Landschaft. Bis zu 200 Meter hohe Felswände erheben sich zu beiden Seiten, bedeckt mit Steineichen und wildem Rosmarin. Das Boot fährt langsam — kein Speedboot, kein Stress. Du hörst das Wasser gegen den Rumpf klatschen und das Echo deiner eigenen Stimme von den Felswänden zurückkommen. An manchen Stellen ist die Schlucht so eng, dass die Sonne nur mittags hineinscheint. Fotografen schätzen das weiche, indirekte Licht am Morgen, wenn die Schlucht noch im Schatten liegt und die Wasseroberfläche spiegelglatt ist.
Die Boote fassen etwa 60 bis 100 Passagiere und fahren in der Hochsaison (Juni bis September) ungefähr alle 30 Minuten, manchmal häufiger. In der Nebensaison reduziert sich der Takt auf stündlich oder sogar zweistündlich — es lohnt sich, den aktuellen Fahrplan auf der offiziellen Website des Nationalparks zu prüfen. Das letzte Boot zurück fährt je nach Saison zwischen 16:00 und 18:30 Uhr. Verpasse es nicht, sonst sitzt du am Wasserfall fest und musst den Fußweg über Lozovac nehmen.
Die Vorteile von Skradin:
Die Bootsfahrt stimmt dich perfekt auf den Park ein. Du kommst entspannt an, hast bereits Natur gesehen, und der Wasserfall erscheint als Höhepunkt einer Reise. Fotografen lieben das Licht am Morgen, wenn das Boot durch die Schlucht gleitet. Außerdem kannst du vor oder nach dem Parkbesuch im Städtchen Skradin essen — die Konobas hier servieren exzellenten frischen Fisch. Der ganze Besuch fühlt sich weniger nach “Sehenswürdigkeit abhaken” an und mehr nach einem Tag am Fluss.
Die Nachteile von Skradin:
Parken kostet 1,20 € pro Stunde, und die Plätze sind begrenzt. Im Sommer kann es voll werden — wer nach 10 Uhr ankommt, kreist oft 15 bis 20 Minuten auf der Suche nach einem Platz. Die Bootsfahrt ist abhängig vom Fahrplan — du musst auf das nächste Boot warten, wenn du gerade eines verpasst hast. An einem heißen Julitag kann die Wartezeit am Anleger unangenehm sein, denn es gibt dort nur wenig Schatten. Und wer seekrank wird (ja, auch auf Flüssen), sollte lieber Lozovac wählen.
Parken in Skradin: Was du wissen musst
Das Parken in Skradin ist der größte Nachteil dieses Eingangs — und gleichzeitig das Thema, über das sich Besucher am meisten aufregen. Es gibt drei Bereiche, die du kennen solltest.
Der Hauptparkplatz liegt direkt am Hafen, etwa 200 Meter vom Bootsanleger entfernt. Hier stehen rund 200 Stellplätze zur Verfügung, alle kostenpflichtig mit Parkscheinautomat. Die Gebühr beträgt 1,20 € pro Stunde, was sich bei einem ganztägigen Besuch auf 8 bis 10 Euro summiert. Im Hochsommer ist dieser Parkplatz ab spätestens 9:30 Uhr voll — ohne Ausnahme. Wer mit dem Wohnmobil unterwegs ist, findet hier keinen Platz; die Durchfahrtshöhe ist begrenzt.
Der Überlaufparkplatz am Ortseingang von Skradin bietet weitere Plätze, ist aber 10 Gehminuten vom Anleger entfernt. Auch hier gilt die gleiche Gebühr. Im Sommer wird zusätzlich ein Feld am Straßenrand als provisorischer Parkplatz geöffnet — inoffiziell, aber toleriert. Der Untergrund ist staubig und uneben.
Kostenlos parken in Skradin ist theoretisch möglich, wenn du einen Platz in den Wohnstraßen findest. In der Praxis funktioniert das nur in der Nebensaison. Ab Mai kontrollieren Ordnungshüter und verteilen Strafzettel an falsch abgestellte Fahrzeuge. Unser Rat: Kalkuliere die Parkgebühr ein. Wer das nicht will, fährt nach Lozovac.
Lozovac: Die praktische Variante
Lozovac ist ein kleines Dorf oberhalb des Skradinski Buk, direkt an der Hauptstraße D33 zwischen Šibenik und Drniš. Hier gibt es einen großen kostenlosen Parkplatz und Shuttlebusse, die im Takt ins Tal zum Wasserfall fahren. Die Busfahrt dauert etwa 10 bis 15 Minuten und ist im Ticketpreis enthalten.
Der Parkplatz fasst rund 700 Fahrzeuge — PKW, Wohnmobile, Busse. Selbst an den vollsten Augusttagen war er in den letzten Jahren nie komplett belegt. Es gibt Toiletten, einen kleinen Kiosk mit Getränken und Snacks, und einen überdachten Ticketschalter. Die Shuttlebusse sind moderne, klimatisierte Reisebusse, die je nach Auslastung alle 10 bis 20 Minuten abfahren. In der Hochsaison eher alle 10 Minuten, in der Nebensaison seltener. Am Eingangsbereich unten am Wasserfall gibt es eine weitere Bushaltestelle für die Rückfahrt.

Die Vorteile von Lozovac:
Parken ist kostenlos — ein echter Vorteil, wenn du den ganzen Tag bleiben willst. Die Shuttlebusse fahren häufig, du musst nicht lange warten. Für Familien mit Kindern ist der klimatisierte Bus angenehmer als das offene Boot, besonders bei 35 Grad im Juli. Der Kinderwagen passt problemlos in den Gepäckraum. Und wenn du seekrank wirst oder Boote einfach nicht magst: Lozovac umgeht das Problem komplett. Die gesamte Logistik — parken, Ticket kaufen, einsteigen, losfahren — funktioniert reibungslos und ist gut ausgeschildert, auch für Besucher, die kein Kroatisch sprechen.
Die Nachteile von Lozovac:
Die Busfahrt ist funktional, nicht romantisch. Du siehst Straße statt Fluss, und der Wow-Effekt beim Wasserfall ist weniger aufgebaut. Es fehlt die langsame Annäherung, das Gleiten durch die Schlucht, das Staunen über die Felswände. Stattdessen: Asphalt, Kurven, Ankunft. Außerdem ist Lozovac der Haupteingang für organisierte Gruppen, weshalb hier die meisten Besucher ankommen. Zwischen 10 und 14 Uhr schieben sich im Sommer regelrechte Menschenmassen über die Holzstege am Wasserfall. Das kulinarische Angebot am Parkplatz beschränkt sich auf einen Kiosk mit Sandwiches und Wasser — weit entfernt von den Konobas in Skradin.
Die Menschenmassen: Wann es wo voll wird
Das Besucheraufkommen ist der eigentliche Grund, warum die Wahl des Eingangs so wichtig ist. Über 1,2 Millionen Menschen besuchen den Krka Nationalpark jährlich, und die überwältigende Mehrheit kommt zwischen Juni und August. Fast alle wollen zum Skradinski Buk — und fast alle kommen zwischen 10 und 14 Uhr an.
Hochsaison (Juli/August): Rechne mit vollen Holzstegen, Gedränge an den Aussichtspunkten und Wartezeiten an den Engstellen. Die Busse aus Lozovac spucken im 10-Minuten-Takt Besucher aus, Reisegruppen aus Split und Zadar treffen ab 10:30 Uhr ein. Wer um 8 Uhr am Eingang steht, hat zwei Stunden relative Ruhe. Ab Mittag wird es unangenehm voll.
Vorsaison (Mai/Juni) und Nachsaison (September/Oktober): Deutlich entspannter. Die Stege sind auch am Vormittag angenehm leer, und das Licht ist oft besser als im gleißenden Hochsommer. Die Wasserführung ist im Mai und Juni am stärksten, weil die Schneeschmelze die Flüsse speist — der Wasserfall ist dann am beeindruckendsten. September bietet warmes Wetter bei weniger Besuchern. Für uns persönlich die beste Zeit.
Winter (November bis März): Der Park ist geöffnet, aber Teile der Infrastruktur sind eingeschränkt. Die Boote von Skradin fahren seltener oder gar nicht, Lozovac bleibt in der Regel zugänglich. Die Wasserfälle sind im Winter oft wasserreicher als im Sommer, und du hast den Park manchmal fast für dich allein. Der Eintrittspreis sinkt auf 10 € — ein Bruchteil des Sommerpreises.
Die Faustregel: Wer über Skradin kommt, erlebt etwas weniger Gedränge am Wasserfall, weil die Bootskapazität begrenzt ist und die Besucher gestaffelt ankommen. Wer über Lozovac kommt, trifft auf die volle Wucht des Massentourismus — aber eben auch auf die effizientere Infrastruktur.

Die anderen Eingänge (für Insider)
Was viele nicht wissen: Der Krka Nationalpark hat fünf Eingänge. Neben Skradin und Lozovac gibt es drei weitere, die den meisten Besuchern völlig unbekannt sind — und genau das macht ihren Reiz aus.
Roški Slap: Der zweitgrößte Wasserfall des Parks, deutlich weniger besucht als der Skradinski Buk. Kostenloses Parken, ruhige Atmosphäre, ein Gefühl von Entdeckung statt Massentourismus. Das Wasser gleitet hier über eine 450 Meter breite Travertinterrasse, flacher und breiter als am Skradinski Buk, dafür mit einer ganz eigenen, fast meditativen Qualität. Am Roški Slap starten Bootstouren zur Klosterinsel Visovac — Abfahrten meist um 10:00, 12:00 und 14:00 Uhr in der Saison, Tickets am Eingang. Der Aufstieg über 754 Stufen zu den Oziđana-Höhlen oberhalb des Flusses belohnt mit einem der besten Panoramablicke Dalmatiens. Von hier oben siehst du das gesamte Tal, an klaren Tagen bis zum Meer. Plane mindestens drei Stunden ein, wenn du den Aufstieg wagst.
Burnum: Römische Ruinen eines Militärlagers aus dem 1. Jahrhundert, etwa 17 Kilometer nördlich von Roški Slap. Hier stationierte das Römische Reich bis zu 6.000 Legionäre. Die erhaltenen Bögen des Prätoriums sind beeindruckend, und ein kleines Museum erklärt die Geschichte. Wer sich für Archäologie begeistert und Wasserfälle schon gesehen hat, findet hier einen faszinierenden Kontrast zum restlichen Park. Die Zufahrt führt über eine schmale Straße durch Karstlandschaft — fast keine Besucher, viel Stille.
Kistanje: Zugang zum serbisch-orthodoxen Kloster Krka (Manastir Krka), das seit dem 14. Jahrhundert am Flussufer steht. Spirituell und ruhig, architektonisch bemerkenswert, und ein Ort, an dem die vielschichtige Religionsgeschichte Dalmatiens greifbar wird. Von den Hauptattraktionen weit entfernt, aber für Besucher mit mehr als einem Tag am Park eine Empfehlung.
Tickets und Eintrittspreise 2026
Im Sommer sind die Schlangen an den Kassen lang — manchmal 30 bis 60 Minuten. Kauf dein Ticket online auf np-krka.hr und spar dir die Wartezeit. Die Preise variieren je nach Saison erheblich:
| Zeitraum | Erwachsene | Kinder (7-18) | Kinder unter 7 |
|---|---|---|---|
| Juni - September | 40 € | 30 € | Kostenlos |
| April, Mai, Oktober | 30 € | 20 € | Kostenlos |
| November - März | 10 € | 8 € | Kostenlos |
Im Ticketpreis sind Shuttlebus (Lozovac) und Boot (Skradin) enthalten — du zahlst nicht extra für den Transport. Die Bootstour zur Klosterinsel Visovac kostet allerdings zusätzlich (etwa 20-25 € pro Person, buchbar vor Ort oder online).
Online-Tickets haben ein Zeitfenster. Du wählst beim Kauf einen Eingang und eine Eintrittszeit — das soll die Besucherströme lenken. In der Praxis bedeutet es: Wähle das früheste verfügbare Zeitfenster. Wer erst für 12 Uhr bucht, kommt in der Hochsaison in die schlimmste Menschenmenge. Die Online-Buchung öffnet in der Regel 30 Tage im Voraus. Für Juli und August empfehlen wir, mindestens eine Woche vorher zu buchen, da beliebte Zeitfenster schnell ausverkauft sind.
Parken: Der entscheidende Unterschied
| Eingang | Parkkosten | Kapazität | Situation im Sommer |
|---|---|---|---|
| Skradin | 1,20 €/Std (~10 €/Tag) | ~200 Plätze | Oft voll ab 10 Uhr |
| Lozovac | Kostenlos | ~700 Plätze | Meist Plätze frei |
| Roški Slap | Kostenlos | ~50 Plätze | Selten voll |
Unser Tipp: Wenn du nur den Skradinski Buk sehen willst und sparen möchtest, nimm Lozovac. Wenn du Zeit hast und das Gesamterlebnis suchst, nimm Skradin und plane die Parkgebühren ein. Und wenn du beide Wasserfälle an einem Tag sehen willst, ist ein eigenes Auto fast Pflicht — die öffentliche Verbindung zwischen Lozovac und Roški Slap existiert nicht.
Essen und Trinken: Skradin gewinnt haushoch
Hier zeigt sich der eigentliche Unterschied zwischen den beiden Eingängen — und es ist kein knapper. Skradin ist ein lebendiger Ort mit einer halben Dutzend Konobas und Restaurants, die frischen Fisch aus dem Fluss und Meeresfrüchte von der nahen Adriaküste servieren. Lozovac hat einen Kiosk.
In Skradin ist die Konoba Cantinetta eine Institution. Die Terrasse am Hafen, der Blick aufs Wasser, der langsam gegrillte Fisch — das ist genau die Art von Mittagessen, die einen Nationalparkbesuch abrundet. Das Preissegment liegt bei 15 bis 25 Euro pro Hauptgericht, fair für die Qualität. Wer es einfacher mag, findet am Hafen auch eine Pizzeria und eine Bar mit Snacks. Das Restaurant Skala, etwas versteckt in einer Seitengasse der Altstadt, serviert dalmatinische Klassiker wie Peka (Fleisch oder Tintenfisch unter einem Eisendeckel langsam gegart) — aber nur auf Vorbestellung, mindestens zwei Stunden vorher.
Was Skradin besonders macht: Die Fischzucht an der Krka liefert Forellen, die direkt am Fluss aufwachsen. Frischer geht es nicht. Ein Teller gegrillte Forelle mit Mangold und Kartoffeln, dazu ein Glas des lokalen Debit-Weißweins — das ist Dalmatien, wie es sein sollte.
In Lozovac beschränkt sich das Angebot auf den Kiosk am Parkplatz: abgepackte Sandwiches, Wasser, Eis, Cola. Kein Sitzplatz mit Aussicht, kein frischer Fisch. Wer über Lozovac kommt und gut essen will, fährt danach die 15 Minuten nach Šibenik oder macht einen Abstecher nach Skradin.
Der beste Besuchsplan
Wie du deinen Tag im Krka Nationalpark organisierst, hängt davon ab, wie viel Zeit du mitbringst und was du sehen willst. Hier sind drei erprobte Varianten — von der entspannten Halbtagesversion bis zum ambitionierten Ganztagesausflug, der beide Wasserfälle und die Klosterinsel abdeckt. Jede Variante funktioniert, aber unsere Empfehlung für den ersten Besuch ist klar: Nimm dir mindestens einen halben Tag, idealerweise mehr.
Variante 1: Skradin für Genießer (halber Tag)
- Ankunft um 8:30 Uhr, Parken am Hafen
- Kaffee in der Altstadt von Skradin, durch die Gassen schlendern
- Boot zum Skradinski Buk (9:00 oder 9:30 Uhr)
- 2-3 Stunden am Wasserfall, Rundweg über die Holzstege, Mühlen besichtigen
- Boot zurück nach Skradin
- Mittagessen in einer Konoba am Hafen
- Weiterfahrt nach Šibenik oder an den Strand
Variante 2: Lozovac für Effizienz (3-4 Stunden)
- Ankunft um 8:00 Uhr, Parken am großen kostenlosen Parkplatz
- Shuttlebus zum Wasserfall (erste Abfahrt um 8:00)
- 2-3 Stunden am Skradinski Buk, Rundweg und Aussichtspunkte
- Bus zurück zum Auto
- Weiterfahrt nach Split oder Šibenik, dort essen
Variante 3: Beide Highlights (ganzer Tag)
- Start in Skradin mit Boot zum Skradinski Buk (früh morgens)
- Skradinski Buk erkunden (2-3 Stunden)
- Shuttlebus nach Lozovac, von dort mit dem Auto zum Roški Slap (30 Minuten Fahrt)
- Roški Slap besichtigen, optional Aufstieg zu den Höhlen
- Bootsfahrt zur Klosterinsel Visovac (ab Roški Slap oder Skradin)
- Rückfahrt nach Skradin, Abendessen am Hafen

Baden im Krka: Ist das noch erlaubt?
Eine wichtige Info, die viele nicht wissen: Baden am Skradinski Buk ist seit 2021 verboten. Die Wasserqualität und das Ökosystem litten unter den Massen. Jahrzehntelang war der türkise Pool unter dem großen Wasserfall DER Bade-Spot in Kroatien — Tausende standen gleichzeitig im Wasser, Sonnencreme löste sich, Sediment wurde aufgewirbelt, und der empfindliche Travertinbildungsprozess geriet ins Stocken. Die Entscheidung war überfällig.
Wer trotzdem im Krka schwimmen will, hat Alternativen. Am Roški Slap gibt es in der Saison ausgewiesene Badezonen, die weniger besucht und ökologisch weniger empfindlich sind. Frag am Eingang nach aktuellen Informationen, denn die Regeln ändern sich gelegentlich. Grundsätzlich gilt: Jeder Bereich, der nicht ausdrücklich zum Baden freigegeben ist, ist tabu. Die Strafen sind empfindlich — bis zu 500 Euro.
Wer nach dem Parkbesuch schwimmen will, fährt am besten 20 Minuten nach Šibenik. Der Strand Banj direkt gegenüber der Altstadt ist eine gute Option, oder die Buchten am Kanal Sv. Ante südlich der Stadt. Kristallklares Meerwasser statt Flusswasser, und deutlich weniger Regeln.
Anreise: Wie du hinkommst
Von Split (85 km, ca. 1 Stunde): Über die Autobahn A1 Richtung Zagreb, Abfahrt Šibenik. Von dort der Beschilderung nach Lozovac oder Skradin folgen. Die Autobahn ist mautpflichtig (etwa 7 Euro einfach), aber spart gegenüber der Küstenstraße mindestens 30 Minuten.
Von Zadar (75 km, ca. 1 Stunde): Autobahn A1 Richtung Split, Abfahrt Šibenik. Alternativ die alte Küstenstraße über Vodice — landschaftlich schöner, aber 20 Minuten länger. Wer von den Inseln (Murter, Ugljan) kommt, nimmt diese Route automatisch.
Von Šibenik (15 km, ca. 15 Minuten): Kürzeste Anfahrt. Über die D33 Richtung Drniš bis Lozovac, oder die D56 nach Skradin. Beide Eingänge sind von Šibenik aus in einer Viertelstunde erreichbar — ein Argument dafür, in Šibenik zu übernachten und morgens früh aufzubrechen.
Ohne Auto: Im Sommer fahren Busse von Šibenik nach Skradin und Lozovac, allerdings mit eingeschränktem Fahrplan. Organisierte Touren ab Split, Zadar oder Šibenik sind die bequemste Alternative — sie kosten zwischen 45 und 80 Euro inklusive Eintritt und Führung, aber du bist an die Zeitpläne der Gruppe gebunden. Für maximale Flexibilität empfehlen wir ein eigenes Fahrzeug.
Unsere Empfehlung
Nimm Skradin, wenn:
- Du Zeit hast und das Erlebnis genießen willst
- Du gerne Boot fährst und die Flussschlucht erleben möchtest
- Du Skradin als Ort erkunden und dort essen willst
- Du nicht aufs Geld schaust (Parkgebühren einkalkuliert)
- Du Fotograf bist und das Morgenlicht in der Schlucht einfangen willst
Nimm Lozovac, wenn:
- Du mit Kindern oder einem Kinderwagen unterwegs bist
- Du seekrank wirst oder Boote nicht magst
- Du kostenlos parken willst
- Du den Park effizient besuchen und danach weiterfahren willst
- Du mit einem Wohnmobil oder großem Fahrzeug kommst
Ehrlich? Beide Wege führen zum selben spektakulären Wasserfall. Die Bootsfahrt von Skradin ist romantischer, das Parken in Lozovac praktischer. Wofür du dich entscheidest, hängt von deinem Reisestil ab — und davon, ob dir Essen am Fluss oder zehn Euro Ersparnis wichtiger sind. Falsch machen kannst du nichts.
Was wir aber definitiv falsch finden: den Krka-Besuch auf zwei Stunden zu kürzen und nur den Skradinski Buk abzuhaken. Der Park hat so viel mehr — Roški Slap, die Klosterinsel Visovac, die Höhlen, die Mühlen. Wer kann, sollte einen ganzen Tag einplanen. Und wer nach dem Parkbesuch noch Energie hat: Die Altstadt von Šibenik liegt nur 15 Autominuten entfernt und gehört mit ihrer UNESCO-geschützten Kathedrale zu den unterschätztesten Städten der dalmatinischen Küste.
Wer die Gegend mit dem Rad erkunden will, findet bei ridescouts eine 37-km-Tour rund um den Park, die durch Karstlandschaften und Olivenhaine führt — mit Zwischenstopps an Aussichtspunkten, die man von der Straße aus nie sehen würde. GPX-Datei inklusive.