Parken in Split 2026: Zonen, Preise & Geheimtipps der Locals
- Redaktionsteam
- Reisetipps , Staedte , Dalmatien
- 08 Mar, 2026
Inhalt
Split hat ein chronisches Parkplatzproblem. Die Altstadt mit dem Diokletianpalast ist komplett autofrei, die Straßen drumherum sind eng, und im Sommer kreisen hunderte Autos auf der Suche nach einem Platz. Wer schon einmal im Juli die Obala Lazareta entlanggeschlichen ist, während hinter ihm ein Einheimischer ungeduldig hupt, kennt das Gefühl. Die gute Nachricht: Wenn du weißt, wo du suchen musst, findest du immer etwas – manchmal sogar kostenlos. Und mit ein paar Tricks umgehst du die schlimmsten Fallen, die Split für ahnungslose Autofahrer bereithält.

Die 4 Parkzonen: So funktioniert das System
Split teilt seine Straßenparkplätze in vier farblich markierte Zonen ein. Die Farben erkennst du an den Schildern auf den Parkautomaten und an der Bodenmarkierung neben den Stellplätzen. Je näher am Hafen und an der Altstadt, desto höher die Zone und desto teurer wird es. Die Grenzen verlaufen grob konzentrisch um den Diokletianpalast: Zone 1 umfasst die Riva, den Hafenbereich und die unmittelbaren Straßen rund um die Altstadt. Zone 2 erstreckt sich über die angrenzenden Viertel wie Manuš, Dobri und Teile von Varoš. Zone 3 reicht bis in die Wohngebiete Firule, Bačvice und Split 3. Zone 4 deckt die Außenbezirke ab – Spinut, Trstenik, Mertojak und alles jenseits der großen Ringstraße.
Preisübersicht nach Zone
| Zone | Farbe | Sommerpreis (Mai–Okt) | Winterpreis (Nov–Apr) | Max. Parkzeit | Gebührenpflichtig |
|---|---|---|---|---|---|
| Zone 1 | Rot | 1,20 €/Std | 0,80 €/Std | 2 Stunden | Mo–Fr 6:30–21:30, Sa 6:30–14:00 |
| Zone 2 | Blau | 1,00 €/Std | 0,70 €/Std | unbegrenzt | Mo–Fr 7:00–19:00, Sa 7:00–14:00 |
| Zone 3 | Grün | 0,80 €/Std | 0,60 €/Std | unbegrenzt | Mo–Fr 7:00–19:00, Sa 7:00–14:00 |
| Zone 4 | Gelb | 0,50 €/Std | – | unbegrenzt | Mo–Fr 7:00–19:00, Sa 7:00–14:00 |
Achtung bei Zone 1: Hier gilt eine Maximalparkzeit von 2 Stunden. Das wird streng kontrolliert, und ein Strafzettel kostet zwischen 30 und 90 Euro. Du darfst nach Ablauf nicht einfach nachzahlen – du musst den Platz wechseln. Die Kontrolleure markieren Reifen mit Kreide und kommen regelmäßig vorbei.
Sonntags und an Feiertagen ist das Parken in allen Straßenzonen kostenlos. Das ist kein Geheimnis mehr, aber es funktioniert: Wer seinen Tagesbesuch auf den Sonntag legt, spart locker 10–20 Euro. Die Parkhäuser und privaten Garagen gelten davon allerdings nicht – dort zahlst du auch sonntags.
Sommer vs. Winter: Wann lohnt sich Split besonders?
Der Preisunterschied zwischen Sommer- und Wintersaison ist spürbar. In Zone 1 zahlst du im Winter nur 0,80 Euro statt 1,20 Euro pro Stunde. Noch wichtiger: Im Winter findest du fast überall einen Platz, selbst in Zone 1 direkt an der Riva. Wer Split zwischen November und März besucht, hat beim Parken keine Probleme – die Stadt ist dann angenehm leer, die Altstadt gehört dir fast allein, und du parkst entspannt in der ersten Reihe.

Bezahlen: SMS, App oder Münzen?
Es gibt drei Wege, dein Parkticket in Split zu lösen. Jeder hat seine Eigenheiten, und als Urlauber aus dem deutschsprachigen Raum solltest du einen wichtigen Haken kennen, bevor du dich auf die SMS-Methode verlässt.
SMS-Zahlung: Nur mit kroatischer SIM
Die SMS-Zahlung ist die beliebteste Methode der Einheimischen. Du schickst dein Kennzeichen (ohne Leerzeichen und Bindestriche) als SMS an die Nummer der jeweiligen Zone. Die Gebühr wird von deinem Prepaid-Guthaben abgezogen, und kurz vor Ablauf der bezahlten Zeit bekommst du eine Erinnerungs-SMS, damit du verlängern oder zurückkommen kannst.
SMS-Nummern nach Zone:
- Zone 1 (rot): 708211
- Zone 2 (blau): 708212
- Zone 3 (grün): 708213
- Zone 4 (gelb): 708214
Schritt für Schritt: Du parkst dein Auto, schaust auf dem nächsten Automaten nach der Zonennummer, und sendest eine SMS mit deinem Kennzeichen (z. B. „ZG1234AB”) an die passende Nummer. Innerhalb von Sekunden bekommst du eine Bestätigungs-SMS zurück. Fertig. Zum Verlängern sendest du einfach noch eine SMS. In Zone 1 geht das nur einmal – nach 2 Stunden ist Schluss.
Der Haken für Touristen: Deutsche, österreichische und Schweizer Mobilfunknummern funktionieren meistens nicht. Die Premium-SMS wird vom ausländischen Netzbetreiber blockiert. Nur mit einer kroatischen Prepaid-SIM (z. B. von A1 oder Telemach, erhältlich an jedem Kiosk für ca. 5 Euro) klappt es zuverlässig. Falls du ohnehin eine lokale SIM für mobiles Internet kaufst – was in Kroatien günstiger ist als Roaming – löst sich das Problem von selbst.
Parking-Apps: Bmove und PayDo
Für Touristen sind Parking-Apps die bequemste Lösung. Zwei funktionieren in Split zuverlässig:
Bmove ist der Platzhirsch unter den kroatischen Parking-Apps. Du registrierst dich einmal, hinterlegst eine Kreditkarte, und kannst dann in ganz Kroatien parken – Split, Dubrovnik, Zadar, Zagreb, alles über eine App. Bmove zeigt dir die nächsten verfügbaren Parkplätze auf der Karte, erinnert dich vor Ablauf der Zeit und lässt dich mit einem Tipp verlängern. Die App funktioniert stabil und wird regelmäßig aktualisiert – anders als die offizielle Split Parking App, die laut Google-Bewertungen regelmäßig abstürzt und Zahlungen verschluckt.
PayDo ist eine neuere Alternative, die ebenfalls landesweit funktioniert und in Split akzeptiert wird. Die Registrierung geht schnell, und die Benutzeroberfläche ist etwas moderner als bei Bmove. Beide Apps sind kostenlos – du zahlst nur die regulären Parkgebühren.
Parkautomaten: Die klassische Methode
Die Automaten stehen in regelmäßigen Abständen entlang der Straßen und zeigen die jeweilige Zone deutlich an. Du wirfst Euro-Münzen ein (die meisten Automaten geben Wechselgeld), drückst auf den grünen Knopf und legst den Beleg sichtbar hinter die Windschutzscheibe. Funktioniert immer, hat aber den Nachteil, dass du rechtzeitig zurück sein musst – eine Verlängerung ist nur durch erneutes Bezahlen am Automaten möglich, nicht aus der Ferne. Neuere Automaten akzeptieren auch kontaktlose Kartenzahlung, aber darauf würde ich mich nicht verlassen – nimm sicherheitshalber Münzen mit.

Die wichtigsten Parkplätze nahe der Altstadt
Nicht alle Parkplätze in Split sind gleich. Manche liegen perfekt, sind aber astronomisch teuer. Andere kosten wenig, dafür läufst du 20 Minuten. Hier die wichtigsten Optionen, sortiert nach Preis-Leistung.
Stari Plac: Der Klassiker mit gutem Preis
Adresse: Zrinsko-Frankopanska ulica 6, zwischen Stadion Stari Plac und Altstadt Preis: 1,50 €/Stunde (Sommer), 1,00 €/Stunde (Winter). Ab Mai 2026 möglicherweise höher – die Stadt hat Preiserhöhungen angekündigt, bei denen die erste Stunde auf 4 € und jede weitere auf 5 € steigen könnte. Entfernung: 5 Gehminuten zum Goldenen Tor (Zlatna Vrata)
Stari Plac liegt zwischen dem alten Stadion und der Nordseite der Altstadt. Von hier gehst du durch die Fußgängerzone Richtung Goldenes Tor – einer der schönsten Zugänge zum Diokletianpalast, weil du direkt im historischen Kern landest. Der Platz ist oft weniger voll als die Stellplätze am Wasser, und unter der Woche findest du hier morgens fast immer etwas. Bezahlung per Münzen, SMS und App.
Bahnhof (Zeljeznička stanica): Nah am Fährhafen
Adresse: Obala kneza Domagoja 12, direkt gegenüber dem Fährterminal Preis: 3 €/erste Stunde, 2 €/weitere Stunden, 35 €/Tag Entfernung: 200 Meter zum Fährhafen, 5 Gehminuten zur Altstadt
Der Parkplatz am Bahnhof ist die erste Wahl für alle, die eine Fähre nach Hvar, Brač oder zu den anderen Inseln nehmen. Er ist 24 Stunden geöffnet, bewacht und videoüberwacht. Der Tagestarif von 35 Euro klingt hoch, rechnet sich aber, wenn du drei oder vier Tage auf den Inseln verbringst und dein Auto sicher abstellen willst. Von hier erreichst du den Fährterminal in drei Minuten zu Fuß, ohne eine Straße überqueren zu müssen.
Riva-Promenade: Teuer, aber direkt an der Altstadt
Adresse: Obala Hrvatskog narodnog preporoda, entlang der gesamten Uferpromenade Preis: Bis zu 5 €/Stunde im Sommer Entfernung: 1 Minute zum Diokletianpalast
Das ist der teuerste Straßenparkplatz in Split, aber auch der bequemste. Du parkst mit Blick auf den Hafen, die Palmen und die Südfassade des Diokletianpalasts. Für einen schnellen Kaffee in einer der Riva-Bars kann es sich lohnen. Aber Vorsicht: Im Sommer ist hier ab 9 Uhr morgens alles voll. Du kreist dann zehn, fünfzehn Minuten und blockierst den Verkehr – das nervt dich und alle anderen. Mein Rat: Vergiss die Riva im Juli und August.
Vukovarska / Livanjska: Der große Rundparkplatz
Adresse: Livanjska ulica 18, Kreuzung Vukovarska/Livanjska Preis: Zone-1-Tarife (1,20 €/Stunde Sommer) Entfernung: 5–7 Gehminuten zum Goldenen Tor
Dieser Parkplatz bietet relativ viele Stellplätze auf einer großen asphaltierten Fläche. Von hier siehst du den Diokletianpalast bereits in der Ferne, und der Fußweg führt durch das Viertel Dobri, das selbst einen Spaziergang wert ist – enge Gassen, Wäsche an Leinen, Katzen auf warmen Steinen. Ein guter Kompromiss zwischen Preis und Nähe, besonders unter der Woche.

Parkhäuser und Garagen: Schutz vor Sonne und Strafzetteln
Wer sein Auto lieber im Schatten und unter Aufsicht abstellt, hat in Split mehrere Optionen. Gerade im Hochsommer, wenn das Lenkrad nach zwei Stunden in der Sonne so heiß ist, dass man es kaum anfassen kann, ist eine Garage Gold wert.
Split City Parking: Der Preis-Leistungs-Sieger
Adresse: Spinčićeva ulica 2B, Stadtteil Spinut Preis: 2 €/Stunde, 25 €/Tag (24h), ca. 100 €/Woche Kapazität: 63 XXL-Parkplätze (3,4 m breit) Entfernung: 10 Gehminuten zum Zentrum
Diese private Garage ist der Geheimtipp für alle mit größerem Auto, SUV oder Mietwagen. Die Stellplätze sind 3,4 Meter breit – das ist fast ein Meter mehr als in öffentlichen Parkhäusern, wo du dich durch die Tür quetschen musst, um auszusteigen. Über 100 Überwachungskameras sorgen für Sicherheit, und du kannst online auf splitcityparking.com reservieren. Der Wochentarif von rund 100 Euro ist fair, wenn man bedenkt, dass du dafür sieben Tage lang kein einziges Mal über Parkplatzsuche nachdenken musst. Die Garage bietet auch einen Shuttleservice in die Altstadt an – einfach beim Einchecken fragen.
Acorus Parking: Für Sparfüchse und Camper
Adresse: Stadtteil Kopilica, südwestlich des Zentrums Preis: 10 €/Tag Entfernung: 20 Gehminuten zur Altstadt oder Buslinien 1, 11
Das ist der günstigste überwachte Parkplatz in Split. Hier stehen auch Wohnmobile und Kleinbusse, die in den innerstädtischen Garagen keinen Platz finden. Der Nachteil ist die Entfernung: 20 Minuten zu Fuß oder eine kurze Busfahrt. Aber wenn du mehrere Tage in Split bleibst und dein Auto ohnehin nur zum An- und Abreisen brauchst, sparst du gegenüber den zentralen Garagen locker 15 Euro pro Tag.
Garage Firule: Strand und Altstadt kombinieren
Adresse: Stadtteil Firule, Nähe Strand Bačvice Preis: 25 €/Tag Entfernung: 10 Gehminuten zur Altstadt
Ein modernes Parkhaus in der Nähe des Stadtstrands Bačvice, wo die Einheimischen Picigin spielen – das ist eine Art Wasserball ohne Tore, das es nur in Split gibt. Von hier kannst du morgens zum Strand, nachmittags in die Altstadt und abends zurück zum Auto, ohne einmal umparken zu müssen. Die Garage liegt im gehobenen Viertel Firule mit Krankenhaus und Sportanlagen, weshalb sie auch nachts gut frequentiert und sicher ist.

Wo du auf keinen Fall parken solltest
Split hat einige Parkfallen, die besonders Erstbesucher erwischen. Spare dir den Ärger und meide diese Stellen:
Gehwege und enge Gassen in Varoš: Das alte Viertel Varoš westlich der Altstadt sieht aus, als könnte man überall parken – die Einheimischen stellen ihre Autos schließlich auch auf den Gehweg. Aber als Tourist mit ausländischem Kennzeichen wirst du sofort einen Strafzettel bekommen. Die Parkwächter kennen die Nummernschilder der Anwohner. Außerdem blockierst du möglicherweise Rettungswege, und Abschleppen ist in Split weder selten noch billig.
Gelbe Bordsteinmarkierungen: Gelbe Linien am Bordstein bedeuten absolutes Halteverbot. Das ist kein Vorschlag, das ist ein Versprechen: Dein Auto wird abgeschleppt. Die Abholgebühr beim Abschleppdienst liegt bei 150 Euro aufwärts, plus der Strafzettel. Und du verlierst einen halben Urlaubstag, weil du erst herausfinden musst, wo dein Auto gelandet ist.
Direkt am Fährterminal auf der Straße: Die Versuchung ist groß, kurz vor der Fähre noch schnell am Straßenrand zu parken und das Auto „nur für eine Woche” stehenzulassen. Das endet fast immer mit einem Abschleppwagen. Der Bereich um den Fährhafen wird intensiv überwacht, weil dort Busse, Taxis und Lieferverkehr durchmüssen.
Bewohnerparkplätze ohne Genehmigung: In den Vierteln Manuš, Dobri und Lučac gibt es Stellplätze, die mit einem „R” oder „Stanari” (Anwohner) markiert sind. Dort darfst du nur mit Anwohnerparkausweis stehen. Der Strafzettel kommt schnell und kostet 50 Euro.
Park-and-Ride: Die entspannte Alternative
Split hat zwar kein offizielles Park-and-Ride-System wie München oder Wien, aber es gibt gute improvisierte Lösungen, die im Ergebnis dasselbe bewirken.

Strand Žnjan: Der größte Gratisparkplatz
Entfernung: 4 km östlich vom Zentrum Buslinien: 7, 8, 14 (alle 10–15 Minuten) Parkgebühr: Kostenlos
Der Strand Žnjan hat einen riesigen kostenlosen Parkplatz, der selbst an Augustwochenenden nicht komplett voll wird. Von hier nimmst du den Bus ins Zentrum (Einzelticket ca. 2 Euro, beim Fahrer kaufen oder per App) – die Fahrt dauert 15 Minuten. Oder du rufst ein Uber, das kostet von Žnjan in die Altstadt selten mehr als 5 Euro. Der Bonus: Nach der Stadtbesichtigung kannst du noch im Meer schwimmen gehen. Žnjan hat flaches Wasser, Kiesstrand, Duschen, Umkleiden und mehrere Strandbars. Das ist mein Tipp Nummer eins für Tagesbesucher im Sommer.
Mall of Split: Kostenlos mit Shuttlebus
Adresse: 6. domobranske pukovnije, Stadtteil Dračevac Entfernung: 6 km vom Zentrum Parkgebühr: Kostenlos, ohne Zeitlimit
Die Mall of Split bietet komplett kostenloses Parken auf einem riesigen Gelände – und dazu einen kostenlosen Shuttlebus, der zwischen der Mall und dem Fährhafen (Obala Lazareta) pendelt. Von der Haltestelle am Hafen sind es dann nur noch 5 Minuten zu Fuß in die Altstadt. Der Shuttle fährt mehrmals täglich, die Frequenz variiert saisonal. Dieser Trick funktioniert an Werktagen zuverlässig (sonntags ist die Mall geschlossen). Wenn du nach der Stadtbesichtigung noch einkaufen oder essen willst, passt das perfekt zusammen – die Mall hat einen großen Konzum-Supermarkt, wo du kroatische Lebensmittel für deutlich weniger Geld als in der Altstadt bekommst.
City Center One: 2.500 Gratisplätze
Adresse: Vukovarska ulica 207 Entfernung: 5 km vom Zentrum Buslinien: 3, 6, 18
Das zweitgrößte Einkaufszentrum in Split hat 2.500 kostenlose Parkplätze und gute Busanbindung ins Zentrum. Es gibt keinen eigenen Shuttle wie bei der Mall of Split, aber die Buslinien fahren häufig. Praktisch, wenn du nach der Stadtbesichtigung noch ins Kino oder zum Shopping willst.
Marjan-Hügel: Strand Kasjuni und Bene
Entfernung: 3 km westlich vom Zentrum
Am Fuß des Marjan-Hügels gibt es an den Stränden Kasjuni und Obojena Svjetlost kostenlose Parkplätze. Im Sommer füllen die sich allerdings früh – wer vor 9 Uhr kommt, hat die besten Chancen. Der Strand Bene hat ebenfalls Gratisparken, aber Autos dürfen nicht in den Marjan-Park hineinfahren, weshalb du 1,5 km zu Fuß gehst. Dafür wanderst du durch einen wunderschönen Pinienwald mit Meerblick – das ist fast schon eine Sehenswürdigkeit für sich.

Kreuzfahrtschiffe: Wann du Split besser meidest
Split ist ein wachsender Kreuzfahrthafen, und an Tagen mit mehreren großen Schiffen verwandelt sich die Stadt. Nicht nur die Altstadt wird voller – auch die Parkplätze rund um den Hafen sind dann schneller belegt, weil Taxibusse und Ausflugsfahrzeuge zusätzlichen Platz beanspruchen. Kleine Kreuzfahrtschiffe legen direkt an den „Split Cruise Pirs” an, große Schiffe ankern in der Bucht und bringen ihre Passagiere mit Tenderbooten an Land.
An einem Tag mit drei Schiffen und insgesamt 6.000+ Passagieren merkst du den Unterschied deutlich. Die Riva ist überfüllt, die Restaurants haben Wartezeiten, und die Zone-1-Parkplätze sind ab 8 Uhr morgens vergeben.
So planst du drum herum: Auf cruisetimetables.com siehst du den aktuellen Fahrplan für Splits Kreuzfahrthafen. Prüfe vor deinem Besuch, ob Schiffe angekündigt sind. An schiffsfreien Tagen ist Split eine völlig andere Stadt – ruhiger, entspannter, mit deutlich weniger Parkdruck. Falls du an einem Kreuzfahrttag kommst, plane deinen Besuch auf den frühen Morgen (vor 9 Uhr) oder den späten Nachmittag (nach 16 Uhr). Die meisten Passagiere sind zwischen 10 und 16 Uhr in der Stadt.
Mietwagen und Alternativen: Brauchst du überhaupt ein Auto?
Split selbst ist kompakt genug, um alles zu Fuß zu erkunden. Die Altstadt, die Riva, der Marjan-Hügel, der Strand Bačvice – alles liegt in Gehweite. Ein Auto brauchst du eigentlich nur für Ausflüge ins Umland: Trogir, die Cetina-Schlucht, den Nationalpark Krka oder die Küstenstraße Richtung Makarska.
Falls du nur für ein oder zwei Tage ein Auto brauchst, lohnt sich ein Blick auf Pop Car, einen kroatischen Mietwagenservice mit Stationen am Flughafen Split und im Stadtzentrum. Pop Car ist seit 2010 am Markt und bietet faire Konditionen: unbegrenzte Kilometer, Vollkaskoversicherung und Straßensteuer sind im Preis enthalten. Die Kaution liegt bei 200–300 Euro auf Kreditkarte. Der Vorteil gegenüber den internationalen Anbietern: Pop Car liefert den Wagen auch direkt zu deinem Hotel oder an den Hafen, was dir den Weg zur Vermietstation spart. Gerade wenn du nur einen Tagesausflug zum Krka-Nationalpark oder nach Trogir planst, ist ein Mietwagen für einen Tag oft günstiger und stressfreier, als das eigene Auto durch Splits Verkehr zu quälen.
Innerhalb der Stadt kommst du mit einer Kombination aus Uber, Bus und Füßen überall hin. Die Buslinie 37 fährt zum Flughafen, die Linien 7, 8 und 14 zum Strand Žnjan, und die Linie 3 zum City Center One. Einzeltickets kosten ca. 2 Euro beim Fahrer.
Strafzettel vermeiden: Die wichtigsten Regeln
Die Parkwächter in Split sind effizient und kennen kein Pardon. Ausländische Kennzeichen werden genauso kontrolliert wie einheimische – manchmal sogar genauer, weil die Stadt weiß, dass Touristen seltener Einspruch einlegen.
- Zone 1 hat ein 2-Stunden-Limit – nach Ablauf musst du den Platz wechseln, nicht nur nachzahlen. Die Kontrolleure markieren deine Reifen und kommen zurück.
- Sonntags und feiertags ist Straßenparken kostenlos – aber nicht in Parkhäusern und privaten Garagen.
- Strafzettel kosten 30–90 Euro – je nach Vergehen. Falschparken in der Feuerwehrzufahrt oder auf Behindertenparkplätzen kann deutlich teurer werden.
- Abschleppen ist in Split Alltag – besonders rund um den Hafen und in der Zone 1. Das kostet dich 150+ Euro Abholgebühr plus den Strafzettel plus einen verlorenen halben Urlaubstag, weil du erst herausfinden musst, wo der Abschleppplatz ist (meistens in Kopilica, am Stadtrand).
- Keine ausländische Ausrede – „Ich habe das Schild nicht verstanden” funktioniert in Split nicht. Die Parkzonen sind mehrsprachig ausgeschildert, und die Kontrolleure sprechen oft genug Deutsch, um die Situation zu klären.
Ein letzter Hinweis: Manche Blogs empfehlen, den Strafzettel einfach zu ignorieren, weil kroatische Bußgelder angeblich nicht nach Deutschland vollstreckt werden. Das stimmt seit dem EU-Rahmenbeschluss zur gegenseitigen Anerkennung von Geldstrafen nur noch bedingt. Ab 70 Euro können kroatische Bußgelder auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz eingetrieben werden. Das Risiko lohnt sich nicht – bezahle lieber ordentlich dein Parkticket.

Der ideale Parkplan je nach Situation
Nach vielen Besuchen und noch mehr Strafzetteln (ja, auch Einheimische sind nicht immun) hat sich für verschiedene Szenarien die beste Strategie herauskristallisiert.
Tagesbesuch im Sommer: Fahr direkt zum Žnjan-Parkplatz (kostenlos, immer Platz), nimm den Bus oder Uber ins Zentrum, besichtige die Altstadt, und geh danach am Žnjan baden. Das ist die stressfreiste Variante, und du sparst 15–25 Euro gegenüber dem Parken in Zone 1.
Kurzbesuch 2–3 Stunden: Stari Plac oder Vukovarska, je nachdem, was frei ist. Mit der Bmove-App bezahlen, dann musst du keine Münzen suchen und bekommst eine Erinnerung vor Ablauf.
Fähre zu den Inseln: Parkplatz am Bahnhof oder Split City Parking. Beide sind bewacht und nah am Fährterminal. Bei Split City Parking kannst du online reservieren, was an Sommerwochenenden ein echter Vorteil ist.
Übernachtungsgäste: Frag dein Hotel oder Apartment nach Parkmöglichkeiten. Viele Unterkünfte in Split haben Deals mit nahegelegenen Garagen oder reservierte Stellplätze. Falls nicht, ist Acorus Parking mit 10 Euro pro Tag die günstigste bewachte Option für mehrere Nächte.
An Sonntagen: Direkt in Zone 1 parken – ist kostenlos und du stehst fünf Gehminuten von der Altstadt entfernt. Früh kommen lohnt sich, weil auch die Einheimischen das wissen.
An Kreuzfahrttagen: Entweder sehr früh kommen (vor 8 Uhr) oder auf die Park-and-Ride-Optionen ausweichen. Die Parkplätze am Hafen sind an diesen Tagen ab dem Vormittag komplett belegt.
Split ist keine autofreundliche Stadt, aber mit der richtigen Strategie findest du immer einen Platz. Wer flexibel ist und nicht darauf besteht, direkt vor dem Diokletianpalast zu parken, spart Geld, Nerven und Zeit. Und wer das Parken komplett vermeiden will: Die Fähren nach Hvar und Brač legen direkt am Hafen ab, den du von den meisten Hotels in Split zu Fuß erreichst – ganz ohne Auto.
Zuletzt aktualisiert: März 2026. Preise können sich saisonbedingt ändern – aktuelle Tarife findest du auf der offiziellen Seite von Split Parking.