Camping in Dalmatien: Die 10 besten Campingplätze von Zadar bis Dubrovnik (2026)
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Dalmatien ist nicht Istrien. Wer das beim Camping begreift, hat schon halb gewonnen. In Istrien campst du bequem, organisiert, mit ADAC-Superplatz-Siegel und deutschsprachiger Animation. In Dalmatien campst du wilder, dramatischer, mit Bergkulissen, die dir den Atem rauben, und Buchten, die du dir manchmal ganz allein teilst. Die Campingplätze hier sind weniger poliert – aber die Landschaft macht das mehr als wett.
Von Zadar im Norden bis Dubrovnik im Süden erstreckt sich eine Küste, die zu den spektakulärsten Europas gehört. Hinter den Campingplätzen ragen Berge auf, vor dir liegt die Adria in einem Blau, das kein Instagram-Filter verbessern kann. Die Inseln Hvar, Brač und Korčula liegen zum Greifen nah. Nationalparks wie Krka und Paklenica sind Tagesausflüge. Und das Essen – frischer Fisch, gegrilltes Lamm, Pašticada, dazu ein Glas Plavac Mali – gehört zum Besten, was das Mittelmeer zu bieten hat.
Aber wo genau stellst du dein Zelt auf oder parkst dein Wohnmobil? Dalmatien hat Dutzende Campingplätze, und die Qualitätsunterschiede sind enorm. Manche sind perfekt ausgestattete Resorts, andere eher improvisierte Wiesen mit Steckdose. Wir haben zehn Plätze ausgewählt, die wir aus eigener Erfahrung empfehlen können – sortiert von Nord nach Süd, damit du den passenden Stopp für deine Route findest.

Warum Dalmatien statt Istrien?
Die Frage kommt immer. Und die ehrliche Antwort ist: Es kommt darauf an, was du willst. Istrien hat die bessere Camping-Infrastruktur, kürzere Anreise und mehr Auswahl bei den Mega-Resorts. Darüber schreiben wir ausführlich im Camping-Istrien-Guide. Aber Dalmatien hat etwas, das Istrien nicht liefern kann.
Die Landschaft ist dramatischer. In Istrien campst du an einer hügeligen Küste mit sanften Buchten. In Dalmatien hast du das Biokovo-Gebirge im Rücken, das über 1.700 Meter aufragt, während du im Meer schwimmst. Du siehst Inseln am Horizont, Fähren, die zwischen den Eilanden pendeln, und Sonnenuntergänge, die kitschiger sind als jede Postkarte. Die Makarska Riviera, die Küste bei Omiš, die Halbinsel Pelješac – das ist Mittelmeer in seiner intensivsten Form.
Die Strände sind besser. Dalmatien hat die berühmtesten Strände Kroatiens: Zlatni Rat auf Brač, Punta Rata in Brela, die versteckten Buchten auf Vis. Viele Campingplätze in Dalmatien haben eigene Kiesstrände mit türkisem Wasser, das flacher und wärmer ist als an Istriens Felsküste. Für Familien mit kleinen Kindern kann das den entscheidenden Unterschied machen. Einen kompletten Überblick bietet unser Guide zu den schönsten Stränden Dalmatiens.
Die Saison ist länger. Während istrische Campingplätze oft Mitte Oktober schließen, kannst du in Süddalmatien bis Anfang November campen. Die Wassertemperaturen liegen im Oktober noch bei 20 bis 22 Grad, und die Luft ist wärmer als an der nördlichen Adria. Für Herbstcamper ist Dalmatien die bessere Wahl.
Es gibt weniger Deutsche. Das klingt paradox als Argument, aber wer schon einmal auf einem istrischen Mega-Platz gecampt hat, wo man sich auf Deutsch besser verständigt als auf Kroatisch, versteht den Punkt. Dalmatinische Campingplätze haben ein internationaleres Publikum – Franzosen, Tschechen, Briten, Skandinavier – und die Atmosphäre fühlt sich dadurch weniger wie ein Ableger des deutschen Campingalltags an.
Region Zadar: Camping am Tor zu Dalmatien
Zadar ist der nördlichste Abschnitt Dalmatiens und für viele Camper die erste Station nach der langen Fahrt über die Autobahn. Die Region hat den Vorteil, dass sie noch relativ nah an Mitteleuropa liegt – von München sind es rund neun Stunden – und gleichzeitig schon den dalmatinischen Charakter bietet: warmes Wasser, Inselblick, mediterranes Flair.
Zaton Holiday Resort

Zaton ist der größte und bekannteste Campingplatz der Region Zadar, und er spielt in einer Liga mit den istrischen Platzhirschen. Der Platz liegt in einer geschützten Bucht etwa 15 Kilometer nordwestlich von Zadar, umgeben von Pinienwald und Olivenhainen. Was ihn von vielen dalmatinischen Plätzen unterscheidet: Zaton hat einen echten Sandstrand – über einen Kilometer lang, flach abfallend, perfekt für Familien mit kleinen Kindern. Das ist in Kroatien selten.
Die Ausstattung lässt keine Wünsche offen. Der Aquapark mit mehreren Rutschen und einem separaten Kleinkindbereich gehört zu den besten an der gesamten Adria. Drei Restaurants bieten alles von Pizza bis gehobener dalmatinischer Küche, ein Supermarkt deckt den Tagesbedarf, und die Animation läuft den ganzen Tag – auf Deutsch, Englisch und Kroatisch. Die Sanitäranlagen wurden 2024/25 komplett renoviert und sind auf dem neuesten Stand: Familienkabinen, barrierefreie Duschen, Waschmaschinen und Trockner.
Die Stellplätze sind mit 80 bis 130 Quadratmetern großzügig bemessen, die meisten unter Pinien, alle mit Stromanschluss. Premium-Parzellen in der ersten Reihe haben teilweise Meerblick. Mobilheime gibt es in sechs verschiedenen Kategorien, von der einfachen Zwei-Zimmer-Variante bis zum Luxus-Modell mit Klimaanlage, Geschirrspüler und eigener Terrasse mit Jacuzzi.
Preise 2026 (Hauptsaison): Stellplatz mit Strom ab 50 Euro pro Nacht (zwei Personen), Premium ab 70 Euro, Mobilheim ab 110 Euro. ACSI-Rabatt in der Nebensaison: bis zu 40 Prozent Ermäßigung. Zadar selbst erreichst du in 20 Minuten mit dem Auto oder per Shuttlebus, der mehrmals täglich fährt – die Meeresorgel und der Gruß an die Sonne sind einen Abendbesuch wert.
Camping Falkensteiner (Borik)
Während Zaton der Familienplatz ist, positioniert sich Falkensteiner Borik als die urbanere Alternative. Der Platz liegt direkt am Stadtrand von Zadar, im Stadtteil Borik, und gehört zum gleichnamigen Hotelkomplex. Das bedeutet: Du campst zwar in der Natur, hast aber das Spa, die Restaurants und den Fitnessbereich des Hotels direkt nebenan zur Mitbenutzung.
Der Campingbereich selbst ist mit rund 200 Stellplätzen deutlich kleiner als Zaton, was Vor- und Nachteile hat. Es ist ruhiger, persönlicher, man kennt die Nachbarn nach zwei Tagen. Dafür gibt es weniger Auswahl bei den Parzellen, und in der Hochsaison ist der Platz schnell ausgebucht. Die Stellplätze liegen unter Kiefern, sind ordentlich parzelliert und haben alle Stromanschluss. Der Strand ist kiesig mit betonierten Liegeflächen – typisch kroatisch, funktional, sauber.
Was Falkensteiner besonders macht, ist die Lage. Du gehst zehn Minuten zu Fuß und stehst auf der Riva von Zadar, einer der schönsten Uferpromenaden Kroatiens. Abends die Altstadt erkunden, in einer Konoba frischen Fisch essen und dann zurück zum Zelt spazieren – das geht hier, und das können wenige Campingplätze bieten. Die Kombination aus Strandcamping und Stadtnähe ist das Alleinstellungsmerkmal.
Preise 2026 (Hauptsaison): Stellplatz ab 40 Euro, Mobilheim ab 95 Euro. Günstiger als Zaton, dafür weniger Infrastruktur auf dem Platz selbst – aber Zadar vor der Tür kompensiert das mühelos.
Region Šibenik: Zwischen Nationalparks und Küste
Die Region um Šibenik hat einen unschlagbaren Standortvorteil: Gleich zwei Nationalparks – Krka und Kornati – liegen in unmittelbarer Nähe. Dazu kommt die UNESCO-geschützte Altstadt von Šibenik mit ihrer Jakobskathedrale, und die Küste bietet einige der schönsten Buchten Mitteldalmatiens. Für Camper, die nicht nur am Strand liegen wollen, ist das die vielseitigste Region.
Solaris Camping Beach Resort

Solaris ist ein Vier-Sterne-Campingplatz, der zum gleichnamigen Hotelkomplex südlich von Šibenik gehört. Das Resort erstreckt sich über eine bewaldete Halbinsel mit mehreren Buchten, und der Campingbereich hat eine der besten Lagen: direkt am Wasser, unter Kiefern, mit Blick auf die vorgelagerten Inseln.
Der Platz hat rund 350 Stellplätze, davon viele in Meeresnähe. Die Parzellen sind zwischen 70 und 100 Quadratmetern groß, durch niedrige Steinmauern und Hecken voneinander abgetrennt. Was Solaris von kleineren Plätzen unterscheidet, ist der Zugang zur gesamten Resort-Infrastruktur: sechs Pools, mehrere Restaurants, ein Strand mit Wassersport-Angebot, Tennisplätze und ein Spa. Das Gefühl ist eher Ferienanlage als Campingplatz, aber die Qualität stimmt auf jedem Niveau.
Der Hausstrand ist eine Mischung aus Kies und flachen Felsplatten mit kristallklarem Wasser. Für Kinder gibt es einen abgetrennten Bereich mit flachem Einstieg. Kanus, SUP-Boards und Tretboote kann man direkt am Strand leihen. Die Sanitäranlagen sind modern, sauber und in gutem Zustand – kein Vergleich zu den veralteten Anlagen, die man auf manchen dalmatinischen Plätzen noch findet.
Šibenik erreichst du in zehn Autominuten. Die Jakobskathedrale, die schmalsten Gassen Dalmatiens und die vier Festungen der Stadt verdienen mindestens einen halben Tag. Und der Krka-Nationalpark mit seinen Wasserfällen ist eine Dreiviertelstunde entfernt – früh morgens hinfahren, bevor die Busse kommen.
Preise 2026 (Hauptsaison): Stellplatz ab 48 Euro, Premium ab 65 Euro, Mobilheim ab 115 Euro. Im Juni und September fallen die Preise deutlich, und die Erfahrung ist bei weniger Betrieb sogar besser.
Camping Krka
Wer einen ganz anderen Campingstil sucht, wird bei Camping Krka fündig. Dieser kleine, familiär geführte Platz liegt im Hinterland, in der Nähe des gleichnamigen Nationalparks, und richtet sich an Naturcamper, die morgens Vogelgezwitscher statt Poolanimation hören wollen.
Der Platz hat nur etwa 80 Stellplätze, eingebettet in Olivenhaine und mediterranen Buschwald. Die Atmosphäre ist das Gegenteil von Solaris: Kein Aquapark, kein Animationsteam, kein Supermarkt. Stattdessen Ruhe, Grillenzirpen, ein kleiner Pool und eine Konoba auf dem Gelände, die abends gegrilltes Lamm und hausgemachten Wein serviert. Die Betreiber kennen ihre Gäste beim Namen und geben Tipps für Wanderungen zu Wasserfällen, die in keinem Reiseführer stehen.
Die Sanitäranlagen sind einfacher als bei den Resort-Plätzen, aber sauber und funktional. Stellplätze haben Stromanschluss, die Größe variiert – manche sind klein und gemütlich, andere großzügig genug für Wohnmobile bis acht Meter. Zum Meer fährst du etwa 20 Minuten, zum Eingang des Krka-Nationalparks bei Skradin brauchst du eine Viertelstunde.
Preise 2026: Stellplatz ab 25 Euro, Mobilheim ab 60 Euro. Einer der günstigsten Plätze in der Region – und einer der charmantesten. Ideal für Paare und Ruhesuchende, die die Nationalparks erkunden wollen, ohne jeden Abend im Resort-Trubel zu sitzen.
Region Split: Camping in der Großstadt
Split ist Dalmatiens Hauptstadt, eine lebendige, laute, wunderbare Stadt mit dem Diokletianpalast im Herzen und einer Riva, auf der sich abends halb Dalmatien trifft. Camping in Stadtnähe klingt wie ein Widerspruch, aber es gibt zwei Plätze, die es schaffen, Strand und City zu verbinden.
Camping Stobreč Split

Stobreč ist der Klassiker unter den Split-Campingplätzen und seit Jahrzehnten die erste Adresse für Camper, die Stadt und Strand kombinieren wollen. Der Platz liegt im gleichnamigen Vorort, rund acht Kilometer östlich des Stadtzentrums, auf einer kleinen Halbinsel zwischen zwei Buchten.
Was Stobreč auszeichnet, ist die Lage zwischen zwei Welten. Morgens schwimmst du im klaren Wasser der Bucht, nachmittags spazierst du durch den Diokletianpalast, und abends sitzt du auf der Riva bei einem Glas Pošip. Der Bus ins Zentrum fährt alle 20 Minuten, die Fahrt dauert eine Viertelstunde. Oder du nimmst das Fahrrad – der Küstenradweg ist asphaltiert und angenehm flach.
Der Platz selbst hat rund 400 Stellplätze, viele unter alten Kiefern, die willkommenen Schatten spenden. Die Parzellen sind mit 60 bis 100 Quadratmetern etwas kleiner als auf den Mega-Plätzen, aber gut organisiert. Mobilheime gibt es in mehreren Kategorien, die neueren sind modern ausgestattet mit Klimaanlage und Terrasse. Der Strand ist kiesig mit betonierter Liegewiese, das Wasser klar und ruhig – die Bucht ist geschützt.
Die Infrastruktur umfasst ein Restaurant, eine Pizzeria, einen kleinen Laden, einen Pool und Sportplätze. Animation gibt es in der Hauptsaison, aber dezenter als auf den Resort-Plätzen. Wer mehr will, fährt nach Split – dort ist das Entertainment endlos. Die Sanitäranlagen sind ordentlich, aber nicht die neuesten; eine Renovierung ist für 2026/27 angekündigt.
Preise 2026 (Hauptsaison): Stellplatz ab 45 Euro, Mobilheim ab 100 Euro. Für die Lage ein faires Angebot – ein Hotelzimmer in Split kostet im Sommer schnell das Dreifache.
Camping Kaštela
Weniger bekannt, aber zunehmend beliebt ist der Campingplatz bei Kaštela, zwischen Split und Trogir gelegen. Die Kaštela-Riviera besteht aus sieben kleinen Orten, die ineinander übergehen und zusammen eine der längsten Strandpromenaden Dalmatiens bilden. Der Campingplatz liegt in einem ruhigeren Abschnitt, umgeben von Obstgärten und alten Steinhäusern.
Kaštela ist kein Hochglanz-Resort. Der Platz hat etwa 150 Stellplätze, einfache, aber gepflegte Sanitäranlagen und eine familiäre Atmosphäre, die an die kroatische Campingkultur der 1990er erinnert – im besten Sinne. Die Nachbarn bringen dir Feigen vom Baum, der Platzwart empfiehlt sein Lieblingsrestaurant im Ort, und abends sitzen alle zusammen beim Wein.
Der Strand ist ein langer Kiesstreifen mit flachem Einstieg, ideal für Kinder. Das Wasser in der Bucht von Kaštela ist ruhiger als an der offenen Küste, weil die Insel Čiovo und die Halbinsel Marjan Windschutz bieten. Trogir mit seiner UNESCO-Altstadt erreichst du in 15 Minuten, Split in 20 Minuten. Der Flughafen Split liegt praktischerweise nur zehn Minuten entfernt – gut zu wissen für alle, die Mietwagen und Camping kombinieren.
Preise 2026 (Hauptsaison): Stellplatz ab 30 Euro, Mobilheim ab 70 Euro. Einer der günstigsten Plätze in der Region Split, und die Lage zwischen zwei UNESCO-Städten ist schwer zu schlagen.
Makarska Riviera: Camping mit Bergpanorama
Die Makarska Riviera ist der Abschnitt, den die meisten vor Augen haben, wenn sie an Dalmatien denken: Lange Kiesstrände, dahinter das Biokovo-Gebirge, das fast senkrecht aus dem Meer aufsteigt. Die Kombination aus Strand und Bergen ist einzigartig am Mittelmeer und macht das Camping hier zu einem besonderen Erlebnis.
Camping Baško Polje

Baško Polje liegt zwischen Makarska und Brela, an einem der schönsten Küstenabschnitte Dalmatiens. Der Campingplatz erstreckt sich direkt hinter einem langen Kiesstrand, der sanft ins türkise Wasser abfällt. Im Rücken steigt das Biokovo-Massiv auf – morgens wirft der Berg Schatten auf den Platz, was im Hochsommer ein Segen ist, weil die Temperaturen erst gegen Mittag richtig ansteigen.
Der Platz ist mit rund 500 Stellplätzen mittelgroß und bietet eine solide Mischung aus Natur und Komfort. Die meisten Parzellen liegen unter Pinien und Olivenbäumen, sind zwischen 70 und 110 Quadratmetern groß und haben Stromanschluss. Es gibt mehrere Mobilheimzonen, von einfach bis komfortabel, und seit 2025 einen Glamping-Bereich mit Safarizelt-Unterkünften.
Die Ausstattung umfasst zwei Restaurants – die Pizzeria ist solide, die Konoba überraschend gut mit frischem Fisch und traditioneller Peka –, einen Minimarkt, Sportplätze und einen kleinen Wellnessbereich mit Sauna. Animation gibt es in der Hauptsaison, aber zurückhaltend. Der eigentliche Star ist der Strand: feiner Kies, klares Wasser, Pinienschatten bis zur Wasserlinie. Brela mit seinem berühmten Punta-Rata-Strand ist nur drei Kilometer nördlich, zu Fuß am Strand entlang erreichbar.
Preise 2026 (Hauptsaison): Stellplatz ab 42 Euro, Mobilheim ab 95 Euro, Glamping ab 140 Euro. ACSI in der Vor- und Nachsaison akzeptiert, dann ab 22 Euro.
Camping Riviera (Makarska)
Direkt an der Makarska Riviera gelegen, punktet dieser Platz mit seiner Nähe zur Stadt Makarska selbst. Du campst unter Palmen und Pinien, der Strand liegt vor der Tür, und die Uferpromenade von Makarska mit ihren Cafés, Restaurants und Boutiquen erreichst du in zehn Gehminuten. Für alle, die abends Stadtleben wollen, ohne ins Auto steigen zu müssen, ist Riviera die richtige Wahl.
Der Platz hat etwa 300 Stellplätze, viele davon direkt in Strandnähe. Die Parzellen sind ordentlich, wenn auch etwas kleiner als bei den großen Resort-Plätzen – 60 bis 90 Quadratmeter sind Standard. Die Sanitäranlagen befinden sich in gutem Zustand, mit Warmwasser rund um die Uhr und Waschmaschinen. Mobilheime sind begrenzt verfügbar und in der Hauptsaison früh ausgebucht.
Was den Platz von anderen an der Makarska Riviera unterscheidet, ist die Vielseitigkeit der Umgebung. Von hier aus startest du Tagesausflüge zum Biokovo-Skywalk (die Glasplattform über dem Abgrund ist spektakulär und nichts für Höhenängstliche), fährst mit der Fähre nach Brač zum Zlatni Rat, oder wanderst in der Biokovo-Bergwelt auf Höhenwegen mit Panoramablick über die gesamte dalmatinische Inselwelt.
Preise 2026 (Hauptsaison): Stellplatz ab 38 Euro, Mobilheim ab 85 Euro. Etwas günstiger als Baško Polje, weniger Infrastruktur auf dem Platz, dafür Makarska als erweiterte Infrastruktur vor der Tür.
Region Dubrovnik: Camping am südlichsten Zipfel
Dubrovnik ist weit weg – von allem. Von München sind es über 1.000 Kilometer, und die letzten 200 führen über kurvige Küstenstraßen. Dafür erwartet dich eine Region, die in ihrer Schönheit kaum zu übertreffen ist: Die Altstadt ist ein Weltkulturerbe, die Elafiti-Inseln liegen wie Perlen im Meer, und die Halbinsel Pelješac bietet Wein, Austern und einsame Buchten. Camping hier unten fühlt sich an wie ein Abenteuer – und genau das ist es.
Camping Solitudo (Dubrovnik)

Solitudo ist der einzige nennenswerte Campingplatz in unmittelbarer Nähe zu Dubrovnik und liegt auf der Halbinsel Babin Kuk, etwa vier Kilometer westlich der Altstadt. Die Lage ist sein stärkstes Argument und gleichzeitig der Grund für seine Preise – wer in Dubrovnik campen will, hat keine Alternative.
Der Platz hat rund 200 Stellplätze, terrassiert in einem dichten Pinienwald, der selbst in der Julihitze Schatten spendet. Die Parzellen sind zwischen 50 und 80 Quadratmetern eher kompakt – Dubrovnik ist keine Gegend für Platzverwendung. Große Wohnmobile über sieben Meter sollten vorher anfragen, ob ein passender Platz verfügbar ist. Mobilheime und Glamping-Zelte runden das Angebot ab, sind aber in der Hauptsaison Monate im Voraus ausgebucht.
Die Sanitäranlagen sind akzeptabel, nicht luxuriös – Solitudo lebt von seiner Lage, nicht von seiner Ausstattung. Es gibt ein kleines Restaurant, einen Kiosk und einen Tauchshop. Der eigene Badestrand besteht aus Felsbänken und betonierten Liegeflächen mit Leiter ins Wasser – typisch für die Region, wo natürliche Sandstrände quasi nicht existieren. Das Wasser ist dafür fantastisch: klar, tief, satt blau.
Der Bus ins Stadtzentrum fährt alle 15 Minuten, die Fahrt dauert zehn Minuten. Abends die Stadtmauern umrunden, auf der Stradun flanieren und in einer der Bars oberhalb der Klippen ein Bier trinken – das ist der Dubrovnik-Bonus, den kein anderer Campingplatz bieten kann.
Preise 2026 (Hauptsaison): Stellplatz ab 55 Euro, Mobilheim ab 130 Euro. Teuer, ja – aber ein Hotelzimmer in Dubrovnik kostet im Juli 300 Euro aufwärts. Camping ist hier die einzige bezahlbare Option.
Camping Adriatic (Orebić, Pelješac)

Wenn Solitudo der City-Campingplatz ist, dann ist Adriatic in Orebić das Gegenprogramm. Der Platz liegt an der Südspitze der Halbinsel Pelješac, direkt gegenüber der Insel Korčula, und bietet einen Blick, der dich jeden Morgen aufs Neue staunen lässt: Die mittelalterliche Altstadt von Korčula ragt wie eine Fata Morgana aus dem Meer.
Adriatic ist ein mittelgroßer Platz mit rund 250 Stellplätzen, eingebettet in einen Wald aus Zypressen und Kiefern. Die Parzellen sind großzügig, manche über 120 Quadratmeter, und die besseren haben direkten Blick auf Korčula. Die Sanitäranlagen sind modern – der Platz wurde 2023 umfangreich renoviert. Mobilheime gibt es in drei Kategorien, die neuesten mit Meerblick und eigener Terrasse.
Der Strand ist ein langer Kiesstreifen, einer der besten auf Pelješac, mit flachem Einstieg und warmen Wassertemperaturen. Die Fähre nach Korčula legt direkt im Hafen von Orebić ab, die Überfahrt dauert 15 Minuten – perfekt für einen Tagesausflug in die Geburtsstadt Marco Polos (jedenfalls behaupten das die Einheimischen). Und Pelješac selbst bietet erstklassigen Wein: Dingač und Postup, die besten Rotweine Kroatiens, wachsen an den steilen Südhängen, die du vom Campingplatz aus sehen kannst.
Preise 2026 (Hauptsaison): Stellplatz ab 35 Euro, Mobilheim ab 90 Euro. Deutlich günstiger als Dubrovnik, und die Qualität ist mindestens ebenbürtig. Wer Dubrovnik besuchen will, fährt die 120 Kilometer über die neue Pelješac-Brücke – seit deren Eröffnung 2022 entfällt die Grenzpassage durch Bosnien.
Mobilheim oder Stellplatz – was lohnt sich in Dalmatien?
Die Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, weil es auf deine Reiseart ankommt. Aber ein paar Fakten helfen bei der Entscheidung.
Stellplatz (eigenes Zelt oder Wohnmobil): Du bist flexibel, kannst spontan den Platz wechseln und zahlst weniger. In der Hauptsaison kostet ein Stellplatz in Dalmatien zwischen 30 und 55 Euro pro Nacht (zwei Personen, Strom inklusive). Der Nachteil: Im dalmatinischen Juli und August wird es heiß – richtig heiß. Ohne Klimaanlage im Wohnmobil oder ein gut belüftetes Zelt unter Bäumen sind die Nächte schweißtreibend. Stelle dein Zelt nie in der prallen Sonne auf, auch wenn der Platz nur solche Parzellen anbietet – lieber woanders hingehen.
Mobilheim: Du kommst an, der Kühlschrank läuft, die Klimaanlage surrt, die Betten sind bezogen. Für Familien mit Kindern ist das oft die stressfreiere Option, besonders wenn du nur eine Woche bleibst und keine Lust hast, bei 35 Grad das Vorzelt aufzubauen. Mobilheime in Dalmatien kosten zwischen 70 und 140 Euro pro Nacht in der Hauptsaison. Viele sind erstaunlich gut ausgestattet: vollständige Küche, Terrasse mit Gartenmöbeln, manchmal sogar Geschirrspüler und Waschmaschine. Buche früh – die guten Mobilheime in erster Reihe sind ab März vergeben.
Glamping: Die Mittelkategorie zwischen Zelt und Mobilheim boomt auch in Dalmatien. Safari-Zelte, Holz-Lodges oder Tiny Houses mit eigener Dusche – die Preise liegen zwischen 100 und 200 Euro, und du bekommst ein Naturerlebnis mit Hotel-Komfort. In Baško Polje und Zaton gibt es inzwischen hochwertige Glamping-Bereiche, die sich lohnen, wenn das Budget stimmt.
Buchungstipps und beste Reisezeit
Wann buchen?
Dalmatinische Campingplätze sind weniger vorab ausgebucht als istrische, aber in der Hauptsaison (Mitte Juli bis Ende August) solltest du Mobilheime und Premium-Stellplätze spätestens im April reservieren. Standard-Stellplätze bekommst du oft noch spontan, aber die besten Plätze unter Bäumen in Meeresnähe sind dann vergeben.
ACSI-Karte – lohnt sich das?
Ja, eindeutig. Die ACSI Camping Card kostet rund 18 Euro und gewährt auf über 3.500 europäischen Campingplätzen Rabatte in der Nebensaison – typischerweise 18 bis 24 Euro pro Nacht statt des regulären Preises. In Dalmatien akzeptieren die meisten größeren Plätze ACSI von Anfang April bis Mitte Juni und von Mitte September bis Ende Oktober. Bei einem zweiwöchigen Aufenthalt in der Nebensaison sparst du locker 200 bis 300 Euro – die Karte hat sich nach einer einzigen Nacht amortisiert.
Die beste Saison
Mai und Juni: Die Geheimtippzeit. Das Wasser ist ab Ende Mai warm genug zum Schwimmen (22 bis 24 Grad), die Plätze sind leer, die Preise niedrig, und das Licht ist perfekt. Dalmatien blüht, die Luft riecht nach wildem Rosmarin und Lavendel, und du hast die Strände für dich. Einziger Nachteil: Manche kleinere Plätze öffnen erst Mitte Mai.
Juli und August: Hochsaison. Heiß (oft über 35 Grad), voll, teuer. Aber auch die Zeit, in der alles offen hat, die Animation läuft und die Atmosphäre am lebendigsten ist. Wer Kinder im Schulalter hat, kommt nicht drum herum. Frühmorgens und abends ist es wunderbar – die Mittagshitze verbringst du am besten im Schatten oder im Wasser.
September und Oktober: Die beste Zeit für Camper ohne Schulkinder. Wassertemperaturen bis 24 Grad im September, milde Luft, leere Strände, günstige Preise. Dalmatien ist im September schöner als im August – weniger Hitze, gleiches Meer, weniger Menschen. Oktober funktioniert noch in Süddalmatien (Dubrovnik, Pelješac), während weiter nördlich die Saison endet.
Dalmatien auf zwei Rädern entdecken
Ein Campingplatz in Dalmatien ist mehr als ein Schlafplatz – er ist eine Basis für Erkundungen. Und eine der besten Arten, die Region abseits der Touristenströme zu erleben, ist mit dem Fahrrad. Die dalmatinische Küste hat sich in den letzten Jahren zu einem beliebten Ziel für Radfahrer entwickelt, und die Infrastruktur wächst stetig.
Von Camping Stobreč in Split aus erreichst du beispielsweise die Cetina-Schlucht, eine der spektakulärsten Schluchten des Mittelmeerraums. Eine 68-Kilometer-Route von Split nach Brela führt durch die Schlucht, vorbei an Aussichtspunkten, alten Mühlen und versteckten Badestellen – mit GPX-Datei für die Offline-Navigation auf dem Handy. Wer von Zadar aus startet, findet im Hinterland der Ravni Kotari eine sanfte, hügelige Landschaft, die sich perfekt für entspannte Touren eignet – ganz anders als die bergige Küste weiter südlich.
Für ausführliche Informationen zum Camping in ganz Kroatien lohnt sich ein Blick in unseren Hauptartikel. Und wer Dalmatien jenseits des Campingplatzes erkunden will, findet in unserem Dalmatien-Guide alles Wissenswerte über die Region – von den Bergen bis zum Meer.
Praktische Hinweise für Dalmatien-Camper
Anreise: Die Autobahn A1 führt von Zagreb bis nach Ploče südlich von Makarska. Die Mautgebühren sind moderat – von der slowenischen Grenze bis Split zahlst du rund 30 Euro. Ab Ploče nach Dubrovnik fährst du über die Pelješac-Brücke und die Küstenstraße, die kurvig, aber wunderschön ist.
Einkaufen: Konzum und Studenac sind die gängigen Supermarktketten. Die Preise für Grundnahrungsmittel sind etwas niedriger als in Deutschland, Importware ist teurer. Auf den Märkten in Split, Zadar und Makarska bekommst du frisches Obst, Gemüse und Fisch direkt vom Produzenten – unbedingt hingehen, allein wegen der Atmosphäre.
Wasser: Das Leitungswasser ist in ganz Dalmatien trinkbar und oft besser als das, was du in Flaschen kaufst. Das dalmatinische Trinkwasser kommt aus Karstquellen und ist frisch und mineralarm.
Hunde: Die meisten dalmatinischen Campingplätze akzeptieren Hunde, manche gegen Aufpreis (3 bis 5 Euro pro Nacht). An den Stränden gibt es oft separate Hundebereiche. Die Mittagshitze ist für Hunde genauso belastend wie für Menschen – Schattenplatz und ausreichend Wasser sind Pflicht.
Mücken und Seeigel: Mückenspray gehört ins Gepäck, besonders für die Abende. Seeigel sind an Felsstränden allgegenwärtig – Badeschuhe für den Einstieg ins Wasser sind keine Frage des Stils, sondern der Vernunft. Ein Tritt auf einen Seeigel kann dir den ganzen Urlaub verderben.
Feuer und Grillen: Offenes Feuer ist auf kroatischen Campingplätzen grundsätzlich verboten. Gasgrills und manche Elektrogrills sind auf den meisten Plätzen erlaubt, Holzkohlegrills oft nicht. Informiere dich bei der Anmeldung – die Bußgelder bei Verstößen sind empfindlich, und in der trockenen dalmatinischen Sommerhitze ist die Brandgefahr real.
Dalmatien belohnt Camper, die sich auf seine Eigenheiten einlassen. Die Infrastruktur ist nicht so perfekt wie in Istrien, die Anreise länger, die Hitze intensiver. Aber dafür bekommst du eine Küste, die dich sprachlos macht, Sonnenuntergänge, die du nie vergisst, und das Gefühl, am richtigen Ort zu sein – irgendwo zwischen Bergen und Meer, mit dem Zelt unter Pinien und dem Salz der Adria auf der Haut.