Skywalk Biokovo: Spektakuläre Aussicht über Dalmatien 2026
- Redaktionsteam
- Aktivitaeten , Dalmatien
- 07 Mar, 2026
Inhalt
Es gibt Aussichtspunkte, und es gibt den Skywalk Biokovo. Eine Glasplattform, die 12 Meter über den Abgrund ragt, unter dir 1.228 Meter Nichts bis zum Meer, vor dir die Adria, die Inseln Brač und Hvar, und bei klarer Sicht die Küste Italiens. Das ist kein gewöhnlicher Viewpoint – das ist ein Erlebnis, das die Knie weich macht.

Was ist der Skywalk Biokovo?
Der Skywalk wurde 2020 eröffnet und ist seitdem eine der meistbesuchten Attraktionen Dalmatiens. Die hufeisenförmige Stahlkonstruktion ragt 12 Meter über den Felsrand hinaus, der Boden besteht aus mehrschichtigem Sicherheitsglas, das jeweils über 700 Kilogramm pro Quadratmeter tragen kann. Du stehst – wenn du dich traust – 1.228 Meter über dem Meeresspiegel und blickst senkrecht nach unten auf die Makarska-Riviera, die wie eine Miniaturwelt unter dir liegt.
Die Plattform befindet sich im Naturpark Biokovo, einem Gebirgszug, der sich direkt hinter der Makarska-Riviera erhebt. Von Meereshöhe auf über 1.700 Meter in wenigen Kilometern – das Biokovo ist eines der steilsten Küstengebirge im gesamten Mittelmeerraum. Geologisch besteht das Massiv aus Kreide-Kalkstein, durchzogen von tiefen Dolinen und unterirdischen Höhlensystemen. Die Oberfläche ist karst-typisch: schroffer Fels, Macchia-Bewuchs in den tieferen Lagen, nackte Steinwüste weiter oben. Im Winter liegt hier Schnee, während unten an der Küste noch Mandelbäume blühen.
Der kroatische Architekt Goran Roje entwarf die Konstruktion als bewussten Kontrast: klare, moderne Linien gegen die wilde Karstlandschaft. Die Plattform schwebt wie ein überdimensionaler Balkon über dem Abgrund, verankert mit Stahlseilen im Fels. Bei Wind bewegt sie sich minimal – was manche Besucher als zusätzlichen Nervenkitzel empfinden und andere lieber nicht wissen wollen.
Die Fakten:
- Höhe: 1.228 m über dem Meeresspiegel
- Plattform: 12 Meter Auskragung über dem Abgrund
- Material: Stahl und mehrschichtiges Sicherheitsglas (über 700 kg/m² Tragkraft)
- Kapazität: Max. 10 Personen gleichzeitig auf der Plattform
- Eröffnung: Juni 2020
- Architekt: Goran Roje
Die Biokovska cesta: 23 Kilometer Serpentinen
Der Weg zum Skywalk ist Teil des Erlebnisses – und nichts für schwache Nerven. Von Makarska führt die Biokovska cesta, eine 23 Kilometer lange Bergstraße, hinauf zum Grat. Über 50 Haarnadelkurven, enge Passagen und Abgründe ohne Leitplanken warten auf dem Weg. Die Straße ist asphaltiert, aber schmal – wenn Gegenverkehr kommt, muss einer zurücksetzen.
Die Route:
- Start in Makarska (Zentrum oder bei der Kirche Sv. Marko)
- Durch die Vorstadt Richtung Berge
- Eingang zum Naturpark Biokovo (Ticket kaufen!)
- 23 km Serpentinenstraße bis zum Skywalk-Parkplatz
- 500 Meter Fußweg zur Plattform
Fahrzeit: 45-60 Minuten für die Bergstraße (nicht hetzen!)
Wichtig: Die Straße ist nicht für Wohnmobile oder Anhänger geeignet. Mit einem normalen PKW kein Problem, aber Respekt vor den Kurven. Die Biokovska cesta wurde in den 1970er Jahren für militärische Zwecke gebaut und ist seitdem nur minimal verbreitert worden. An den engsten Stellen passen keine zwei Autos nebeneinander – wer zuerst eine Ausweichbucht sieht, hält an. Morgens fährt der Verkehr überwiegend bergauf, nachmittags bergab, was das Ausweichen etwas planbarer macht. Die Steigung liegt durchgängig bei 8-12 Prozent, mit einzelnen Rampen bis 15 Prozent – kein Problem für moderne Motoren, aber die Bremsen werden auf der Rückfahrt beansprucht. Schalte bergab in den zweiten oder dritten Gang, statt dauerhaft die Bremse zu treten.
Wer unter Reiseübelkeit leidet, sollte vorsorgen: Die 50+ Haarnadelkurven auf 23 Kilometern bedeuten permanentes Lenken in enge Radien. Beifahrer schauen besser geradeaus als aus dem Seitenfenster. Manche Besucher fahren mit dem Taxi oder buchen eine organisierte Tour, um sich das Steuer zu ersparen – allerdings zu deutlich höheren Kosten.
Ein versteckter Vorteil der langen Anfahrt: Die Vegetation wechselt mit jedem Höhenmeter. Unten mediterrane Macchia mit Oleander und Rosmarin, in der Mitte Schwarzkiefernwald, weiter oben nur noch Gras und Fels. Halte an einem der informellen Aussichtspunkte am Straßenrand an – schon auf halber Strecke reicht der Blick über die gesamte Makarska-Riviera. Wer zuhört, hört Grillen, Wind, und sonst nichts.

Tickets und Preise 2026
Der Skywalk liegt im Naturpark Biokovo – du brauchst ein Parkticket, der Skywalk-Zugang ist darin enthalten:
| Ticket | Preis (2026) |
|---|---|
| Naturpark Biokovo (Erwachsene) | 10 € |
| Naturpark Biokovo (Kinder 7-18) | 5 € |
| Kinder unter 7 | Frei |
| Skywalk-Zugang (zusätzlich) | Inklusive im Parkticket |
| Parkgebühr (Auto) | 3 € |
Die Preise werden jährlich leicht angepasst – 2025 lagen sie bei 9 € für Erwachsene. Für Gruppen ab 15 Personen gibt es einen Rabatt von 20 Prozent, der allerdings nur telefonisch oder per E-Mail buchbar ist. Kreditkarten werden am Parkeingang akzeptiert, an manchen Tagen aber nur Visa und Mastercard. Bargeld funktioniert immer.
Tickets kaufen: Am Parkeingang (Bast) oder online unter pp-biokovo.hr. Im Hochsommer kann es am Eingang Wartezeiten geben – online buchen spart 15-20 Minuten. Online-Tickets sind an ein Zeitfenster gebunden, was den Vorteil hat, dass du bei Ankunft direkt durchfahren kannst, ohne in der Schlange zu stehen.
Tipp: Komm früh morgens (vor 9 Uhr) oder am späten Nachmittag (nach 16 Uhr). Mittags ist es heiß, voll, und das Licht für Fotos ungünstig.
Öffnungszeiten nach Saison
Die Öffnungszeiten des Naturparks variieren deutlich je nach Jahreszeit. Das Biokovo ist kein Ganzjahres-Ausflugsziel – im Winter ist die Zufahrtsstraße wegen Schnee und Eis oft wochenlang gesperrt.
| Zeitraum | Öffnungszeiten | Hinweis |
|---|---|---|
| April | 8:00–17:00 | Eingeschränkt, wetterabhängig |
| Mai–Juni | 7:00–19:00 | Beste Zeit, wenig Besucher |
| Juli–August | 6:00–20:00 | Verlängerte Zeiten, aber voll |
| September–Oktober | 7:00–18:00 | Gute Sicht, angenehme Temperaturen |
| November–März | Geschlossen | Straße gesperrt |
Letzter Einlass ist jeweils 90 Minuten vor Schließung – du brauchst die Zeit für die Fahrt hoch und den Fußweg. An Tagen mit starkem Bora-Wind (häufig im März und Oktober) kann der Park auch außerhalb der offiziellen Winterpause kurzfristig geschlossen werden. Die aktuelle Tagesinfo steht auf der Website des Naturparks oder auf dem Instagram-Kanal @pp_biokovo.
Was dich auf der Plattform erwartet
Nach dem Parkplatz sind es noch etwa 500 Meter Fußweg zur Plattform – leicht ansteigend über einen befestigten Schotterweg, aber nicht anstrengend. Unterwegs gibt es Infotafeln zur Flora und Fauna des Biokovo, die den Spaziergang auch für Kinder interessant machen.
An der Plattform selbst: Kurze Wartezeit (max. 10 Personen gleichzeitig), dann betrittst du das Glas. Die ersten Schritte sind… interessant. Dein Kopf weiß, dass das Glas hält. Deine Beine glauben es nicht sofort. Manche Besucher gehen zügig bis zur Spitze, andere tasten sich Zentimeter für Zentimeter vor. Beides ist völlig normal, und niemand urteilt – jeder auf der Plattform ist mit seinen eigenen Nerven beschäftigt.
Nach ein paar Sekunden gewöhnst du dich daran, und dann kommt das Staunen. Die Sicht reicht bei klarem Wetter über 100 Kilometer weit. Du siehst:
- Die gesamte Makarska-Riviera unter dir, mit jedem einzelnen Kiesstrand
- Die Inseln Brač und Hvar, die wie grüne Hügel aus dem blauen Wasser ragen
- Die Halbinsel Pelješac im Süden, mit ihren Weinbergen und Festungsmauern
- Bei sehr klarer Sicht: Die italienische Küste Apuliens, als dünne Linie am Horizont
Direkt unter dir fällt die Felswand fast senkrecht ab. Du kannst Vögel sehen, die unter der Plattform kreisen – Steinadler und Bartgeier nutzen die Thermik am Steilhang. Das Meer schimmert in allen Blautönen, von Türkis in Küstennähe bis Dunkelblau in der offenen Adria.
Fotografieren: Erlaubt und erwünscht. Das beste Licht ist morgens oder am späten Nachmittag, wenn die Sonne tief steht und warme Farben auf die Felswände wirft. Zur Mittagszeit ist der Kontrast zu hart, und das Glas reflektiert stark. Für Selfies auf dem Glas: Handy gut festhalten, der Wind kann überraschend kräftig sein.

Höhenangst und Schwindelgefühl
Sei ehrlich mit dir selbst. Die Plattform ist technisch absolut sicher – das Glas hält über 700 kg pro Quadratmeter, die Stahlkonstruktion ist für Extremwetter ausgelegt, und regelmäßige Inspektionen stellen sicher, dass alles in Ordnung bleibt. Aber das Wissen hilft nicht viel, wenn dein Stammhirn „Abgrund” schreit. Etwa 10-15% der Besucher schaffen es nach eigener Aussage nicht, den vollen Weg bis zur Spitze der Plattform zu gehen.
Das ist kein Problem – du kannst auch vom festen Felsrand aus fotografieren, ohne je einen Fuß auf das Glas zu setzen. Die Aussicht ist von dort identisch, nur das Selfie-Motiv fehlt. Auch der Fußweg zum Skywalk bietet bereits Panoramablicke, die jeden Besuch rechtfertigen.
Für milde Höhenangst gibt es bewährte Strategien: Geh langsam und kontrolliert, fixiere zunächst den Horizont statt nach unten zu schauen, und atme bewusst ruhig. Viele merken, dass die Angst nach 30 Sekunden nachlässt, wenn der Kopf akzeptiert, was die Augen sehen. Manche Besucher berichten, dass der zweite Besuch deutlich entspannter war als der erste – weil die Erinnerung an die Sicherheit stärker wirkt als die abstrakte Versicherung vorher. Wer starke Höhenangst hat, sollte sich selbst keinen Druck machen. Die Fahrt allein ist das Erlebnis wert, und die Aussicht vom Parkplatz ist bereits atemberaubend.
Kleidung und Ausrüstung
Festes Schuhwerk ist Pflicht – der Fußweg vom Parkplatz ist steinig und uneben, Flip-Flops sind keine Option. Sportschuhe mit griffiger Sohle reichen aus, Wanderstiefel sind nicht nötig. Eine Windjacke gehört in den Rucksack, auch wenn unten an der Küste 35°C herrschen: Der Temperaturunterschied beträgt regelmäßig 10-15 Grad, und der Wind auf dem Grat kann selbst im Sommer empfindlich kalt sein. An manchen Tagen wärmt die Sonne, aber der Fahrtwind auf der Plattform lässt die gefühlte Temperatur auf 15°C fallen.
Sonnenschutz ist in der Höhe doppelt wichtig – die UV-Strahlung ist auf 1.228 Metern etwa 20% intensiver als auf Meereshöhe, und der Wind täuscht über die Sonneneinstrahlung hinweg. Sonnencreme, Sonnenbrille und eine Kappe oder ein Hut gehören zur Grundausstattung. Wasser nicht vergessen: Mindestens einen halben Liter pro Person, es gibt oben keinen Kiosk und keinen Schatten. Wer den ganzen Naturpark erkunden will, sollte eher anderthalb Liter einplanen.
Barrierefreiheit
Der Zugang zum Skywalk ist eingeschränkt barrierefrei. Der Fußweg vom Parkplatz zur Plattform ist geschottert und leicht ansteigend – mit einem geländegängigen Rollstuhl oder einem Elektro-Rollstuhl mit dicken Reifen befahrbar, mit einem Standard-Rollstuhl schwierig. Die Plattform selbst ist eben und ohne Stufen, der Glasbelag rutschfest. Kinderwagen passen auf den Weg, werden aber auf dem Schotter durchgeschüttelt – ein Tragetuch ist die bequemere Lösung.
Für gehbehinderte Besucher, die den Fußweg nicht bewältigen können, lohnt sich der Besuch trotzdem: Schon der Parkplatz liegt auf über 1.200 Metern Höhe, und die Aussicht von dort ist beeindruckend. Toiletten befinden sich am Parkplatz und sind rollstuhlgerecht.
Der Naturpark Biokovo
Der Skywalk ist das Highlight, aber der Naturpark selbst verdient mehr als einen Blitzstopp. Das Biokovo ist ein Ort der Kontraste: karge Karstlandschaft, mediterrane Vegetation, endemische Pflanzen und eine Tierwelt, die Wölfe, Wildschweine und Steinadler umfasst.
Weitere Stopps im Park:
Sveti Jure (1.762 m)
Der höchste Gipfel des Biokovo – und der dritthöchste Kroatiens. Von hier siehst du bei klarer Sicht sowohl die Adria als auch das bosnische Bergland. Die Straße führt fast bis zum Gipfel, die letzten 200 Höhenmeter sind Fußweg über lockeren Kalkstein. Oben steht ein meteorologischer Turm und eine Kapelle, die dem heiligen Georg geweiht ist. Im Sommer weht hier oben ein kühler Wind, der nach Thymian riecht – ein Kontrast von 25 Grad zur Küste, die 1.700 Meter tiefer in der Hitze flimmert.
Die Anfahrt von Makarska dauert etwa 90 Minuten, weil die Straße nach dem Skywalk noch steiler und enger wird. Manche Abschnitte haben 15% Steigung und keinen Asphalt mehr. Ein Allradfahrzeug ist nicht nötig, aber ein ruhiger Gasfuß schon. Die letzten Kilometer führen durch eine Mondlandschaft aus weißem Karst, in der im Frühling wilde Orchideen blühen.
Vošac (1.422 m)
Der Aussichtspunkt der Einheimischen. Weniger bekannt als der Skywalk, aber die Aussicht auf Makarska ist von hier intimer – du siehst die Stadt direkt unter dir, die Riva, den Hafen, die Kiesstrände. Erreichbar zu Fuß von Makarska über den Wanderweg, der hinter dem Franziskanerkloster beginnt. Der Aufstieg dauert 4-5 Stunden und ist anspruchsvoll: 1.400 Höhenmeter auf markiertem, aber steilem Pfad durch Macchia und Kiefernwald. Wer am Morgen losgeht, ist zum Mittag oben und hat den ganzen Nachmittag für den Abstieg. Wasser mitnehmen – mindestens 2 Liter, oben gibt es nichts.
Alternativ erreichbar über die Parkstraße, wenn du schon im Park bist. Von der Straße sind es dann nur noch 30 Minuten Fußweg.
Botanischer Garten Kotišina
Am Fuß des Biokovo, bei Makarska, liegt dieser versteckte Garten in einer natürlichen Doline – einer Karsttrichter-Senke, die Pflanzen vor Wind und Frost schützt. Über 300 Pflanzenarten wachsen hier, davon mehr als 30 endemisch, also weltweit nur am Biokovo zu finden. Der Dalmatinische Bertram, die Biokovo-Glockenblume und der Illyrische Iris gehören zu den Raritäten, die Botaniker aus ganz Europa anlocken. Der Eintritt ist frei, der Garten ist ganzjährig zugänglich, und ein Rundgang dauert etwa eine Stunde. Im Mai blüht alles gleichzeitig – dann ist der Garten am eindrucksvollsten.
Wanderwege in der Umgebung
Wer mehr Zeit am Biokovo verbringen will als nur den Skywalk-Besuch, findet ein Netz markierter Wanderwege, das von leichten Spaziergängen bis zu anspruchsvollen Ganztagestouren reicht.
Der Staza velikih vrba (Weg der großen Weiden) startet nahe dem Parkeingang bei Bast und führt durch Kiefernwald und Macchia zu einer Quelle, die selbst im Hochsommer Wasser führt. Zwei Stunden hin und zurück, kaum Höhenmeter, perfekt für Familien oder als Aufwärmprogramm vor dem Skywalk.
Ambitionierte Wanderer nehmen den Aufstieg zum Sveti Jure von Bast in Angriff – 1.700 Höhenmeter auf etwa 12 Kilometern, markiert aber ohne Infrastruktur. Startpunkt ist das Dorf Bast auf der Küstenseite. Frühmorgens losgehen, genug Wasser und Sonnenschutz mitnehmen, und den Abstieg über die Parkstraße per Taxi organisieren – oder denselben Weg zurück, was einen sehr langen Tag bedeutet.
Zwischen dem Skywalk-Parkplatz und Sveti Jure verläuft ein Gratweg, der sich über etwa 5 Kilometer hinzieht. Links geht es steil runter zur Küste, rechts ins bosnische Hinterland. Dieser Abschnitt ist bei Wanderern beliebt, die ohnehin mit dem Auto im Park sind – auto parken, Gratwanderung, und am Ende zum Auto zurücklaufen.
Nützliche Infos
Wann kommen?
Mai und Juni sind ideal: Die Temperaturen sind oben angenehm (15-20°C), die Sicht ist oft kristallklar, und die Touristenmassen sind noch nicht da. Im Mai blühen die Wiesen entlang der Straße – Orchideen, Enzian, wilder Salbei. Im Juni ist die Sicht am konstantesten, weil die Sommerdunstwolken noch fehlen.
September und Oktober funktionieren fast genauso gut, mit dem Bonus, dass die Adria unter dir noch sommerlich blau schimmert, während oben schon Herbstluft weht. Ende Oktober wird die Straße oft gesperrt – dann ist Schluss für die Saison.
Juli und August sind möglich, aber anstrengend. Trotz der Höhe steigen die Temperaturen auf der Plattform auf über 30°C, weil der Stahl und das Glas die Sonne reflektieren. Dazu kommen Wartezeiten von 30-60 Minuten an der Plattform und Staus auf der Serpentinenstraße. Wer im Hochsommer kommt, sollte vor 8 Uhr am Parkeingang sein.
Mit Kindern?
Ja, aber mit Vorbereitung. Die Plattform hat ein Geländer auf Hüfthöhe – für Erwachsene ausreichend, für kleine Kinder nicht. Unter 6 Jahren empfehlen wir, Kinder auf den Arm zu nehmen oder fest an der Hand zu halten. Die meisten Kinder finden es spannend, nicht beängstigend – aber jedes Kind ist anders. Die Parkstraße selbst ist für autofahrende Familien kein Problem, allerdings sollten reiseübelkeits-anfällige Kinder vorher etwas gegen Übelkeit nehmen.
Kombinationen: Skywalk und Strandtag
Skywalk + Makarska
Die logische Kombination, die sich an einem Tag perfekt verbinden lässt. Vormittags zum Skywalk (solange es noch kühl ist und die Sicht klar), nachmittags an den Strand von Makarska. Die Stadt hat eine gepflegte Promenade, die zum Flanieren einlädt, dazu gute Restaurants mit fangfrischem Fisch und mehrere Kiesstrände. Der Hauptstrand liegt zentral, ist aber im Sommer entsprechend voll. Ruhiger ist der Strand Nugal östlich der Stadt – allerdings nur zu Fuß über einen Waldweg erreichbar, was die Massen fernhält. Nach einem Vormittag auf 1.228 Metern Höhe ist das Eintauchen in die warme Adria genau die richtige Belohnung.
Skywalk + Brela
Punta Rata in Brela hat seit Jahren einen festen Platz in den Top 10 europäischer Strände. Von Makarska sind es nur 15 Autominuten – die ideale Abkühlung nach dem Skywalk. Der Strand besteht aus feinem weißen Kies, das Wasser ist kristallklar, und der berühmte Felsen im Meer ist das meistfotografierte Motiv der Makarska-Riviera. Parkplätze in Brela sind im Sommer knapp – wer nach dem Skywalk direkt weiterfährt, sollte vor 14 Uhr ankommen.
Skywalk + Radtour
Wer das Biokovo lieber von unten erlebt: Eine 68km Gravel-Tour führt von Split über Omiš bis nach Brela – immer mit dem Biokovo im Blick, das sich über 1.700 Meter in den Himmel erhebt. Unterwegs durch die Cetina-Schlucht, versteckte Dörfer und Küstenabschnitte, die vom Auto aus unsichtbar bleiben.
Oder in der anderen Richtung: Von Brela durchs Hinterland zurück nach Split, mit steilen Anstiegen in die Karstlandschaft hinter dem Biokovo – dort, wo kaum ein Tourist je hinkommt.

Skywalk + Omiš
Die Stadt an der Cetina-Mündung ist 30 Minuten nördlich. Bekannt für die Piraten-Geschichte, Rafting auf dem Fluss und eine Festung mit Aussicht. Perfekt für einen aktiven Tag: Morgens Skywalk, nachmittags Rafting oder Zipline. Die Cetina-Schlucht ist landschaftlich das Gegenstück zum Biokovo – statt über dem Abgrund stehst du dann in der Schlucht, umgeben von 200 Meter hohen Felswänden, und paddelst durch smaragdgrünes Wasser.
Alternativen bei Schlechtwetter
Der Skywalk ist bei Nebel, starkem Wind oder Regen geschlossen – und selbst wenn er offen wäre, würdest du nichts sehen. Wenn das Wetter nicht mitspielt:
- Makarska: Das Stadtmuseum im Franziskanerkloster beherbergt eine bemerkenswerte Muschelsammlung, dazu Kirchenbesichtigungen und Flanieren auf der Riva bei jedem Wetter
- Split: 1 Stunde entfernt, Diokletianpalast und Altstadt – ein ganzer Regentag lässt sich dort füllen
- Rafting Cetina: Funktioniert auch bei Wolken (aber nicht bei Gewitter) – nass wirst du sowieso
Anreise
Mit dem Auto:
- Von Split: 75 km, ca. 1 Stunde bis Makarska, dann 45 Min. Bergstraße
- Von Dubrovnik: 140 km, ca. 2 Stunden bis Makarska
- Von Zagreb: 450 km, ca. 4,5 Stunden (Autobahn A1)
Ohne Auto: Schwierig. Es gibt keine öffentlichen Busse zum Skywalk. Optionen:
- Taxi von Makarska (teuer, ca. 50-80 € hin und zurück)
- Organisierte Tour von Makarska oder Split (ab ca. 40 € pro Person, mit Guide und Wartezeit oben)
- Mietwagen für den Tag (ab 30-40 € in Makarska)
Parken: Am Skywalk-Parkplatz gibt es etwa 50 Stellplätze. Im Hochsommer kann es voll werden – früh kommen! Ein zweiter Parkplatz liegt 200 Meter unterhalb, von dort führt ein kurzer Pfad zum Hauptparkplatz.
Kurz gesagt
Der Skywalk Biokovo ist kein Must-See für jeden – aber für alle, die spektakuläre Aussichten lieben und keine Höhenangst haben, ist er eines der Highlights an der dalmatinischen Küste. Die Kombination aus Glasplattform, schwindelerregender Höhe und Panoramablick über die halbe Adria ist einzigartig in Kroatien.
Die Anfahrt ist ein Abenteuer für sich, der Eintritt erschwinglich, und du wirst Fotos machen, die niemand für möglich hält. Pack die Kamera ein, fahr die Serpentinen hoch, und stell dich aufs Glas – der Rest ist Staunen.
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