Notruf in Kroatien: Alle Nummern & was im Notfall zu tun ist (2026)
- Redaktionsteam
- Reisetipps
- 04 Jun, 2026
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Hand aufs Herz: An Notfälle denkt im Urlaub niemand gern. Du packst Sonnencreme, Badesachen und gute Laune ein – und nicht die Frage, welche Nummer du wählst, wenn am Strand jemand zusammenbricht oder das Auto auf der A1 plötzlich nur noch warnt statt fährt. Genau deshalb lohnt es sich, einmal in Ruhe drüberzulesen, bevor etwas passiert. Denn im Ernstfall zählt jede Sekunde, in der du nicht erst googeln musst.
Die gute Nachricht vorweg: Kroatien hat ein modernes, gut funktionierendes Notrufsystem, das voll in die EU eingebunden ist. Du musst dir eigentlich nur eine einzige Zahl merken – und die kennst du wahrscheinlich schon. Alles Weitere ist Feinheit.

Die eine Nummer, die du wirklich brauchst: 112
Wenn du dir aus diesem ganzen Artikel nur eine einzige Sache merkst, dann diese: 112. Das ist der europaweite Einheitsnotruf, und er funktioniert in Kroatien genauso wie in Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Über die 112 erreichst du eine zentrale Leitstelle, die deinen Anruf an die richtige Stelle weiterleitet – egal ob du Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst, Bergrettung oder den Katastrophenschutz brauchst. Du musst also gar nicht selbst entscheiden, wer zuständig ist.
Der große Vorteil für uns als deutschsprachige Urlauber: In den Leitstellen wird in aller Regel Englisch gesprochen, in touristischen Regionen oft auch Deutsch oder zumindest genug, um sich zu verständigen. Gerade in der Hochsaison sind die Zentralen in Istrien, Kvarner und Dalmatien darauf eingestellt, dass Anrufer kein Kroatisch können. Sprich langsam, nenne als Erstes deinen Standort, und lass dich nicht von der Aufregung mitreißen – die Person am anderen Ende ist genau dafür da.
Noch ein technischer Punkt, der im Ernstfall Gold wert ist: Die 112 erreichst du von jedem Handy, auch ohne Guthaben, ohne aktive SIM-Karte und sogar ohne PIN-Eingabe. Selbst wenn dein eigenes Netz tot ist, wählt sich das Telefon automatisch in jedes verfügbare Netz ein. Du brauchst also weder eine kroatische SIM noch ein Roaming-Paket, um Hilfe zu rufen. Diese Nummer geht immer – und das ist beruhigend zu wissen.
Alle Notrufnummern Kroatiens auf einen Blick
Die 112 deckt fast alles ab, aber Kroatien hat zusätzlich eigene Direktnummern für die einzelnen Dienste. Die kannst du wählen, wenn du genau weißt, wen du brauchst – etwa die Pannenhilfe für ein liegengebliebenes Auto ohne Verletzte. Speichere dir am besten ein paar davon ins Handy, dann musst du im Stress nicht suchen.
| Nummer | Wofür |
|---|---|
| 112 | Europäischer Einheitsnotruf – im Zweifel immer diese |
| 192 | Polizei (Policija) |
| 193 | Feuerwehr (Vatrogasci) |
| 194 | Rettungsdienst / Krankenwagen (Hitna pomoć) |
| 195 | Seenotrettung MRCC (Spasilačka služba na moru) |
| 1987 | Pannenhilfe HAK (Kroatischer Automobilclub) |
Die Bergrettung HGSS hat bewusst keine eigene leicht merkbare Nummer für Touristen – sie wird über die 112 alarmiert. Das ist kein Versehen, sondern Absicht: Bei einem Bergunfall soll die zentrale Leitstelle Lage und Koordinaten aufnehmen und dann die HGSS losschicken. Du musst dir für die Berge also nichts Zusätzliches merken. Merk dir die Tabelle nicht auswendig – ein Screenshot auf dem Handy oder ein Zettel im Geldbeutel reicht völlig und ist im Notfall schneller zur Hand als dein Gedächtnis.
Was du am Telefon sagen solltest
Viele Menschen geraten beim Notruf ins Stocken, weil sie nicht wissen, was wichtig ist. Dabei ist es einfacher, als du denkst. Das Allerwichtigste zuerst: Wo bist du? Nenne den Ort, die Straße, eine Kilometermarke auf der Autobahn, den Namen des Strandes oder der Bucht, einen markanten Punkt in der Nähe. Wenn du GPS-Koordinaten oder einen What3Words-Standort hast, gib die durch – dazu gleich mehr. Ohne Standort kann selbst das beste Rettungsteam nicht losfahren.
Danach folgt der Rest in Ruhe: Was ist passiert? Ein Sturz, ein Verkehrsunfall, ein Brand, jemand bewusstlos im Wasser? Wie viele Verletzte gibt es, und wie geht es ihnen? Atmet die Person, ist sie ansprechbar, blutet sie stark? Und schließlich: Wer bist du, unter welcher Nummer bist du erreichbar? Die Leitstelle ruft im Zweifel zurück oder bleibt mit dir in der Leitung.
Eine Regel, die in der ganzen EU gilt und die du dir merken solltest: Leg nicht auf, bevor die Leitstelle es sagt. Die Mitarbeiter stellen oft noch Rückfragen, leiten erste Hilfe an oder lotsen das Rettungsteam zu dir. Bleib am Apparat, halte dein Handy frei, und folge den Anweisungen. Wenn du nicht weiterweißt, sag das ruhig – niemand erwartet von dir, dass du Profi bist.
Notfall im Wasser und auf dem Meer

Kroatien ist Wasserland, und die meisten ernsten Zwischenfälle passieren genau dort. Für Notfälle auf dem Meer gibt es die 195 – das ist die Seenotrettungsleitstelle MRCC in Rijeka, die für die gesamte Adria zuständig ist. Sie koordiniert Rettungsboote, Hubschrauber und nahegelegene Schiffe. Diese Nummer ist relevant, wenn ein Boot kentert, jemand über Bord geht, ein Schwimmer abtreibt oder du selbst auf dem Wasser in Schwierigkeiten gerätst. Im Zweifel tut es aber auch die 112, die deinen Anruf an die See-Rettung durchstellt.
Die häufigste reale Gefahr an Kroatiens Stränden ist nicht der Hai aus dem Albtraum, sondern die unscheinbare Strömung. Wenn dich eine Strömung erfasst, gilt eisern: nicht gegen sie anschwimmen. Du verausgabst dich sonst in Minuten. Schwimm parallel zur Küste, bis die Strömung dich loslässt, und arbeite dich dann in Ruhe zum Ufer. Wer am Strand jemanden in Not sieht, wirft idealerweise etwas Schwimmfähiges ins Wasser und holt sofort Hilfe, statt selbst kopflos hinterherzuspringen – jedes Jahr ertrinken Retter mit dem Opfer.
Bist du selbst mit dem Boot unterwegs, etwa beim klassischen Inselhopping mit einem gemieteten Boot, dann notiere dir vor dem Ablegen deine ungefähre Route und behalte dein Handy in einer wasserdichten Hülle. Ein UKW-Funkgerät an Bord setzt den Notruf über Kanal 16 ab. Wer mehr über die typischen Risiken zwischen Strömung, Seeigel und Hitze wissen will, findet im Überblick zu den größten Gefahren in Kroatien eine ehrliche Einordnung, was wirklich gefährlich ist und was nur Reisemythos.
Autopanne und Unfall auf kroatischen Straßen

Auf der Straße trennst du zwei Fälle: die harmlose Panne und den echten Unfall. Bei einer Panne ohne Verletzte – Reifen platt, Motor streikt, Batterie leer – ist die 1987 dein Freund. Das ist die Pannenhilfe des kroatischen Automobilclubs HAK, vergleichbar mit dem ADAC zu Hause. Sie schickt einen Abschleppwagen oder einen Mechaniker. Aus dem Ausland oder vom Festnetz wählst du +385 1 1987. Viele Auslandsschutzbriefe deutscher und österreichischer Clubs gelten in Kroatien mit, also prüf vor der Reise, was deine Mitgliedschaft abdeckt.
Bevor du überhaupt telefonierst, sichere die Stelle. Warnweste an, Warndreieck in ausreichendem Abstand aufstellen, auf Autobahnen hinter die Leitplanke. Auf kroatischen Schnellstraßen findest du in regelmäßigen Abständen die blauen Notrufsäulen mit dem SOS-Schild – über sie bist du direkt mit der Verkehrsleitstelle verbunden, falls dein Handy streikt. Steh nie unnötig neben dem Fahrzeug auf der Fahrbahn.
Geht es um einen Unfall mit Verletzten, wähl sofort die 112 oder die 194 für den Rettungsdienst. Bei jedem Unfall mit Personenschaden muss in Kroatien die Polizei (192) kommen und einen Bericht aufnehmen – den brauchst du später für die Versicherung. Bei reinem Blechschaden reicht oft der Europäische Unfallbericht, aber im Zweifel ruf trotzdem die Polizei, das erspart Streit. Wer ohnehin mit dem Auto anreist, sollte vorab die wichtigsten Verkehrsregeln in Kroatien kennen, denn Promillegrenze, Lichtpflicht und Bußgelder unterscheiden sich von zu Hause.
Medizinischer Notfall: Arzt, Ambulanta, Krankenhaus
Wird jemand akut krank oder verletzt sich ernsthaft, ist die 194 (oder die 112) die Nummer für den Krankenwagen. In den größeren Städten und Touristenorten gibt es Notaufnahmen und Ambulanzen, die kroatisch Hitna pomoć oder Ambulanta heißen – das Schild mit dem roten Kreuz weist dir den Weg. Krankenhäuser (Bolnica) gibt es in allen Regionalzentren wie Dubrovnik, Split, Zadar, Rijeka oder Pula, kleinere Inseln haben Ambulanzstationen und werden bei schweren Fällen per Hubschrauber angebunden.
Pack vor der Reise unbedingt deine EHIC ein, die Europäische Krankenversicherungskarte – das ist meist schlicht die Rückseite deiner gesetzlichen Krankenkassenkarte. Mit ihr wirst du in öffentlichen Einrichtungen wie ein gesetzlich Versicherter behandelt. Trotzdem empfehlen wir dringend eine private Auslandsreisekrankenversicherung, denn die EHIC zahlt zum Beispiel keinen medizinisch notwendigen Rücktransport nach Deutschland, und der kann teuer werden. Privatkliniken, die in Touristenorten gern werben, rechnen direkt mit dir ab – da lohnt der Blick auf die Police.
Für die kleineren Wehwehchen – Sonnenbrand, Magen-Darm, eine Schnittwunde am Felsen, vergessene Medikamente – musst du natürlich nicht gleich den Notruf wählen. Apotheken (Ljekarna) sind gut sortiert, und in den Städten gibt es Notdienst-Apotheken, die rund um die Uhr offen haben. Was du in die Reiseapotheke packen und wie das System mit Rezepten und Notdiensten funktioniert, haben wir im Ratgeber zu Gesundheit und Apotheke in Kroatien ausführlich beschrieben.
Beim Wandern und in den Bergen: HGSS

Kroatiens Berge werden unterschätzt. Velebit, Biokovo, Risnjak, Učka – das ist ernsthaftes Gelände mit Karstfelsen, plötzlichen Wetterstürzen und oft mäßigem Handyempfang. Für Notfälle am Berg ist die HGSS zuständig, die kroatische Bergrettung, und die alarmierst du über die 112. Schildere möglichst genau, wo du bist, was passiert ist und in welchem Zustand die verletzte Person ist. Die HGSS arbeitet ehrenamtlich, ist aber extrem professionell und im Notfall auch mit dem Hubschrauber unterwegs.
Das größte Problem bei Bergnotfällen ist fast nie die Rettung selbst, sondern die Frage, wo du eigentlich steckst. Ein Pfadname hilft der Leitstelle wenig. Aktiviere deshalb auf deinem Handy die Standortfreigabe – moderne Smartphones senden bei einem 112-Anruf automatisch deine GPS-Position mit (AML, Advanced Mobile Location). Hast du Empfang, kannst du auch eine App wie What3Words nutzen, die jeden Punkt der Welt mit drei Wörtern beschreibt; diese drei Wörter gibst du dann am Telefon durch. Die HGSS arbeitet aktiv mit diesem System.
Vor jeder ernsteren Tour gilt: genug Wasser, eine Stirnlampe, eine Jacke und ein voll geladenes Handy. Sag jemandem Bescheid, wohin du gehst und wann du zurück sein willst. Wer wissen will, welchen Tieren man am Berg und im Wasser tatsächlich begegnen kann – von der Hornotter bis zum Petermännchen – findet die nüchterne Faktenlage im Artikel über gefährliche Tiere in Kroatien. Spoiler: Die meisten sind harmlos, wenn man sie in Ruhe lässt.
Waldbrand entdeckt? So meldest du ihn richtig
Die kroatische Küste ist im Hochsommer staubtrocken, und Waldbrände sind eine reale, ernste Gefahr – besonders in Dalmatien und auf den Inseln. Wenn du Rauch oder Feuer entdeckst, zögere keine Sekunde: Wähl die 193 (Feuerwehr) oder die 112. Auch ein kleiner, scheinbar harmloser Brand kann sich bei Bura-Wind innerhalb von Minuten in eine Katastrophe verwandeln. Lieber einmal zu viel melden als einmal zu wenig – die Leitstelle wird es dir nicht übelnehmen.
Gib beim Anruf so präzise wie möglich an, wo das Feuer ist: welcher Ort, welche Bucht, welcher Hang, in welche Richtung sich der Rauch zieht. Wenn du auf einer Anhöhe stehst und das Feuer in der Ferne siehst, sag das ebenfalls – die Feuerwehr braucht die ungefähre Richtung und Entfernung. Bring dich selbst niemals in Gefahr, um nähere Bilder zu machen. Verlass die Gegend, wenn der Brand sich auf dich zubewegt, und folge den Anweisungen von Einsatzkräften und Behörden.
Genauso wichtig ist die Vorbeugung. In vielen Regionen herrscht im Sommer striktes Feuerverbot im Freien – kein offenes Feuer, kein Grillen außerhalb ausgewiesener Plätze, keine weggeworfenen Zigarettenkippen. Wer dagegen verstößt, riskiert nicht nur ein saftiges Bußgeld, sondern im schlimmsten Fall die Haftung für einen Großbrand. Glasflaschen gehören aus demselben Grund nicht achtlos in die trockene Natur, weil sie bei Sonneneinstrahlung wie ein Brennglas wirken können.
Dokumente verloren oder gestohlen
Es ist kein lebensbedrohlicher Notfall, fühlt sich aber im Urlaub trotzdem wie eine kleine Katastrophe an: Der Reisepass ist weg, das Portemonnaie samt Ausweis verschwunden. Der erste Schritt ist immer der Gang zur Polizei (192) – du brauchst eine polizeiliche Anzeige (Verlustmeldung), und zwar nicht nur für die Versicherung, sondern auch, um überhaupt Ersatzpapiere zu bekommen. Lass dir eine schriftliche Bestätigung geben und bewahre eine Kopie gut auf.
Mit dieser Bestätigung wendest du dich an die zuständige Auslandsvertretung. Für deutsche Staatsbürger ist das die Deutsche Botschaft in Zagreb, dazu gibt es Honorarkonsuln in Split und Dubrovnik; Österreich unterhält ebenfalls eine Botschaft in Zagreb und Honorarkonsulate an der Küste, die Schweiz eine Botschaft in Zagreb. Sie stellen im Ernstfall einen Reiseausweis als Passersatz aus, mit dem du nach Hause kommst. Es lohnt sich, die Adressen und Notfallnummern der eigenen Vertretung vor der Reise zu notieren – sie sind oft auch außerhalb der Bürozeiten über einen Bereitschaftsdienst erreichbar.
Ein paar Vorsichtsmaßnahmen ersparen dir viel Ärger: Fotografiere Pass, Personalausweis und Führerschein vorab und speichere die Bilder in deiner Cloud oder schick sie dir selbst per Mail. Trag nie alle Dokumente und Karten gemeinsam in einer Tasche. Und wenn Bankkarten betroffen sind, lass sie sofort über die zentrale Sperrnummer (aus Deutschland +49 116 116) sperren, bevor du dich um den Rest kümmerst.
Kleine Vorbereitung, große Wirkung
Das meiste, was dich im Notfall handlungsfähig macht, kostet vorab fünf Minuten. Lade dein Handy immer ausreichend, gerade vor einem Strandtag, einer Bootstour oder einer Wanderung – ein toter Akku ist der häufigste Grund, warum Hilfe zu spät kommt. Eine kleine Powerbank im Rucksack ist nie verkehrt. Aktiviere die Standortfreigabe und mach dich kurz mit der Notruf-Funktion deines Telefons vertraut; bei den meisten Modellen genügt mehrfaches Drücken der Seitentaste.
Denk daran, was wir ganz oben gesagt haben: Die 112 funktioniert ohne Guthaben, ohne SIM und in jedem Netz. Du brauchst also keine teure Roaming-Sorge zu haben, wenn es ernst wird. Speichere dir die Tabelle aus diesem Artikel als Screenshot ab oder notiere die wichtigsten Nummern auf einen Zettel, den du im Geldbeutel oder im Handschuhfach lässt. Im Stress will man nicht scrollen.
Und dann: Genieß deinen Urlaub. Kroatien ist ein sicheres Reiseland, die allermeisten Besucher kommen nie auch nur in die Nähe eines Notrufs. Aber so wie man den Feuerlöscher zu Hause hat und hofft, ihn nie zu brauchen, ist es einfach ein gutes Gefühl, vorbereitet zu sein. Wer mit Kindern, Boot oder in die Berge reist, fährt mit diesem Wissen entspannter – und das ist am Ende der ganze Sinn der Sache.
Häufige Fragen zum Notruf in Kroatien
Welche Notrufnummer wähle ich in Kroatien im Zweifel? Immer die 112. Sie ist der europäische Einheitsnotruf, leitet dich an die richtige Stelle weiter, funktioniert kostenlos rund um die Uhr und meist auf Englisch, in Touristengegenden oft auch auf Deutsch.
Funktioniert die 112 auch ohne kroatische SIM-Karte? Ja. Die 112 erreichst du von jedem Handy – ohne Guthaben, ohne SIM, ohne aktives Roaming. Das Telefon wählt sich automatisch in jedes verfügbare Netz ein. Du brauchst dafür keine kroatische Prepaid-Karte.
Wen rufe ich bei einer Autopanne ohne Verletzte an? Die Pannenhilfe des Automobilclubs HAK unter der 1987 (aus dem Ausland +385 1 1987). Sie schickt Abschleppwagen oder Mechaniker. Auf Autobahnen kannst du auch die blauen SOS-Notrufsäulen nutzen.
Wie erreiche ich die Bergrettung beim Wandern? Über die 112. Die kroatische Bergrettung HGSS hat keine eigene Touristennummer. Nenne deinen Standort so genau wie möglich – am besten per GPS oder What3Words – und beschreibe Lage und Zustand der verletzten Person.
Brauche ich die EHIC oder eine Reiseversicherung? Beides ist sinnvoll. Mit der EHIC wirst du in öffentlichen Einrichtungen wie ein Einheimischer behandelt. Sie deckt aber keinen Rücktransport nach Deutschland – dafür brauchst du eine private Auslandsreisekrankenversicherung.
Was sage ich am Telefon zuerst? Zuerst deinen Standort, dann was passiert ist, wie viele Verletzte es gibt und wie es ihnen geht, schließlich deinen Namen und deine Rückrufnummer. Und ganz wichtig: Leg nicht auf, bevor die Leitstelle es dir sagt.
Pack diese Nummern ins Handy, häng den Screenshot in deine Notizen – und dann lass den Gedanken an Notfälle dort, wo er hingehört: ganz unten in der Tasche, griffbereit, aber unbenutzt. Sretan put.